Herzogenaurach
Handball

TSH-Damen holen den ersten Saisonsieg

Im vierten Anlauf hat es geklappt: Die Handballerinnen der TS Herzogenaurach haben gegen den SV Union Halle-Neustadt II ihren ersten Sieg der Saison gefeiert. Der Schwung soll nun in die kommenden Spiele mitgenommen werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Handballerinnen der TSH um Torhüterin Juliane Gerling hatten endlich Grund zum Feiern. Archivfoto: Sportfoto Zink
Die Handballerinnen der TSH um Torhüterin Juliane Gerling hatten endlich Grund zum Feiern. Archivfoto: Sportfoto Zink

HalleDie Herzogenauracher Handballdamen haben dem Druck standgehalten und die ersten zwei Punkte der Drittliga-Saison eingefahren. Die TSH bezwang den Tabellenletzten SV Union Halle-Neustadt II auswärts mit 22:17.

3. Liga Ost

SV Union Halle-Neustadt II - TS Herzogenaurach 17:22

Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften ähnlich: Nach einem verkorksten Auftaktprogramm mit drei Niederlagen in Folge wollten die Teams Wiedergutmachung betreiben und gegen den direkten Tabellennachbarn punkten.

Das Spiel begann schleppend. Erst in der dritten Minute erkämpfte sich der SV sein erstes Tor über Rechtsaußen Viktoria Kranz. In der sechsten Minute war es Kreisläuferin Kristin Lang, die für die TSH das erste Tor erzielte. Nach dem 2:2 setzten sich die Herzogenauracherinnen Stück für Stück ab. Vor allem die zuletzt schwächelnde Abwehr präsentierte sich stark verbessert. Nur 17 Gegentore ließ die TSH im gesamten Spielverlauf zu - vier Tore weniger, als sie im Heimspiel gegen die TSG Eddersheim bereits in einer Halbzeit hinnehmen musste. Für Spielerin Laura Brockschmidt war die Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg: "Jede hat sich für die andere eingesetzt und wir waren heute richtig heiß darauf, Abwehr zu spielen." Außerdem entschärfte Torhüterin Milena Deppisch bis zur siebten Minute bereits zwei Siebenmeter.

Aufbauend auf die kompakte Abwehrarbeit nutzten die Fränkinnen die erzwungenen Ballgewinne, um in den Gegenstoß zu kommen und Saskia Probst und Amelie Theobald auf den Außenbahnen in Szene zu setzen. Im Angriff zeigte auch Kreisläuferin Kristin Lang, wie wichtig sie nach ihrer Verletzung wieder für die Mannschaft ist. Sowohl aus dem schnellen Spiel heraus, als auch aus dem Positionsangriff, war die 22-Jährige eine willkommene Anspielposition. Neben zwei eigenen Toren erkämpfte sie einige Siebenmeter, die Laura Brockschmidt (7) und Jana Lichtscheidel (1) nutzten. Bis zur 21. Minute setzte sich die TSG mit 9:5 ab - gleichzeitig der Pausenstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schlief Herzogenaurach komplett. Mit einem 5:0-Lauf holte Halle-Neustadt auf und glich zum 11:11 aus. In einem engen Spiel behielt die Turnerschaft jedoch kühlen Kopf und warf sich wieder mit vier Toren in Front. Über ein 17:13 stellte sie erneut einen soliden Abstand her und gewann verdient.

Trainer Hans-Jürgen Kästl war nach Spiel vor allem mit dem Ergebnis zufrieden: "Es war insgesamt kein niveauvolles Spiel, wir hätten es uns einfacher machen können. Wichtig ist, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben." Er war erleichtert, dass sein Team die mental schwierige Aufgabe erfolgreich gemeistert und dem Druck standgehalten hat.

TSH: Deppisch, Gerling - Luber, Dresslerova, Quetsch, Hopp, Heinrich, Brockschmidt (9/7), Probst (4), Lichtscheidel (2/1), Lang (2), Theobald (3), Neumann (2)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren