Weisendorf
Volleyball

TSG-Herren stehen als Meister fest

Zwei 3:0-Siege fehlten den Weisendorfern noch, um nicht mehr vom Thron in der Kreisliga Nord gestoßen werden zu können. Das Team lieferte...
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Die TSG-Bank beobachtet den Angriff von Achim Weber Florin Berg, Leon Bender, Florian Gugel, Oliver Ruf und Ole Schäfter (v. l.). Fotos: privat
Die TSG-Bank beobachtet den Angriff von Achim Weber Florin Berg, Leon Bender, Florian Gugel, Oliver Ruf und Ole Schäfter (v. l.). Fotos: privat
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Der Start ins Jubiläumsjahr - die TSG Weisendorf feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen - könnte nicht besser laufen. Zum ersten Mal holt die Männermannschaft eine Meisterschaft und steht vorzeitig als Aufsteiger in die Bezirksklasse fest. Auch ohne den privat verhinderten Coach Martin Schäfter fuhr die TSG Weisendorf jüngst zwei 3:0-Erfolge ein und kann am letzten Spieltag nicht mehr von Rang 1 verdrängt werden.
"Die Saison ist optimal gelaufen", sagt Uschi Strässer, die seit 1983 im Weisendorfer Volleyballgeschehen mitmischt, aktuell als Schriftführerin und Nachwuchsbetreuerin. "Die Männermannschaft gibt es bestimmt schon 40 Jahre. Unter der Bezeichnung ASV gab es einige Erfolge, aber das ist lange her. Als TSG ist es der erste Titel", erzählt die Funktionärin, die den Verantwortlichen eine gute Arbeit bescheinigt. "Abteilungsleiter Thomas Schmidt und Trainer Martin Schäfter schaffen den Spagat, die Erfahrenen bei der Stange zu halten und die jungen Spieler zu integrieren."


Ein größerer Aha-Effekt

Für Coach Schäfter selbst steht der jetzige Erfolg auf drei Säulen. Die erste ist ein Mehr an Trainingseinheiten. "Als ich das Team vor vier, fünf Jahren übernahm, habe ich das nur unter der Voraussetzung getan, dass zweimal pro Woche trainiert wird. Dann sei kontinuierlich an den Schwachstellen gearbeitet worden. "Ich habe Statistiken geführt und Videoanalysen betrieben, weil ich glaube, dass der Aha-Effekt bei den Spielern größer ist, wenn sie ihre Fehler selbst sehen."
Die Resultate geben dem Coach Recht, der vor allem in der Verteidigung eine enorme Steigerung wahrgenommen hat. "Wir sind viel besser darin geworden, einen generischen Angriff nicht nur abzuwehren, sondern aus der Verteidigungssituation heraus direkt einen eigenen Punkt zu generieren."
Dazu habe es vor der Saison kaum Fluktuation gegeben. Nach dem Rückzug der zweiten Mannschaft stehen der TSG 17 Mann zur Verfügung, wobei der Zuspieler aufgrund einer schweren Knieverletzung die ganze Saison ausfiel. "Auch aufgrund dessen sind wir heuer eigentlich ohne Ambitionen gestartet. Ich selbst habe früher Regionalliga gespielt und hatte schon letztes Jahr den Ehrgeiz, aufzusteigen. Das hat nicht geklappt, weil der Druck zu groß war. Deshalb habe ich mich zurückgenommen, den Spaß in den Vordergrund gestellt. Plötzlich waren die Köpfe frei, und es lief. Dass wir uns jetzt mit dem Titel belohnt haben, ist umso schöner", betont Schäfter.
Der Trainer erhofft sich durch den Aufstieg einen positiven Effekt auf den Verein, der vor zwei Jahren als letzter Klub der Umgebung den männlichen Nachwuchs mangels Personal vom Spielbetrieb hatte abmelden müssen. Erfreulich sei zwar, dass die Talente aus der eigenen Jugend - Can Karakus (15) und David Lintzmeyer (16) - sich wunderbar bei den Männern zurecht finden und echte Aktivposten sind. "Trotzdem wäre es schön, wenn wir durch den Aufstieg den einen oder anderen Neuzugang für uns gewinnen könnten", sagt Martin Schäfter.


Team Mittelfranken - TSG Weisendorf 0:3

Im ersten Match verschlief die von Sebastian Katona gecoachte TSG den Start (0:3, 2:8), kam dann aber ins Rollen und gewann den ersten Satz noch deutlich mit 25:15. Danach hatten die Weisendorfer den Gegner immer im Griff, die Satzergebnisse von 25:11 und 25:6 sprachen eine deutliche Sprache.


TSG Weisendorf - TV Erlangen IV 3:0

Nach einem souveränen ersten Satz (25:7) schlichen sich bei der TSG Fehler ein, die zu einem 8:15-Rückstand im zweiten Satz führten. Erst die Einwechslung von David Lintzmeyer brachte die Sicherheit zurück. Die TSG glich zum 22:22 aus und setzte sich mit viel Einsatz sowie dem nötigen Quäntchen Glück mit 25:23 durch. Im dritten Durchgang wollte sich die Mannschaft den notwendigen "Zu-Null"-Sieg nicht mehr nehmen lassen und spielte hochkonzentriert. Nach dem Matchball zum 25:12 brachen bei den Weisendorfer Spielern alle Dämme.


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