Herzogenaurach
Handball

TS Herzogenaurach verkauft sich beim Tabellenführer teuer

Die Herren der TS Herzogenaurach haben beim Tabellenersten in Regensburg zwar die erwartete Niederlage kassiert (22:26), besonders die zweite Hälfte macht aber Mut im Abstiegskampf.
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Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber die TSH um Spielertrainer Ingo Kundmüller (links) blickt optimistisch nach vorne. Archivfoto: herzopress
Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber die TSH um Spielertrainer Ingo Kundmüller (links) blickt optimistisch nach vorne. Archivfoto: herzopress

Die Handballer der TS Herzogenaurach haben in der Bezirksoberliga mit einem guten Spiel beim ESV Regensburg (1.) ihre positive Leistung der vergangenen Spiele bestätigt. Zum Sieg gereicht hat es aber nicht, der ging mit 26:22 an die Regensburger.

Bezirksoberliga

ESV Regensburg - TS Herzogenaurach 26:22 Die Herzogenauracher zeigten eine solide Abwehrleistung und bekamen in beiden Hälften jeweils 13 Gegentore, was gegen den Tabellenführer vertretbar ist. Die meisten davon fielen nicht durch Positionsangriffe der Regensburger, sondern durch Tempogegenstöße. Aber auch die körperlich überlegenen Regensburger waren stark in der Defensive und die TSH hatte Schwierigkeiten aus guten Wurfpositionen abzuschließen. Wenn diese herausgespielt wurden, sprangen kaum Tore dabei heraus. Der ESV gewann die erste Halbzeit deutlich mit 13:4.

In der zweiten Halbzeit der Partie überzeugten die Herzogenauracher mit mehr Zug zum Tor. Der Rückstand von neun Toren wurde zunächst gehalten. Das Team um das Trainergespann Münch/Kundmüller wurde aber auch in diesem Spiel nicht von einer kurzen Schwächephase verschont und so vergrößerte sich der Abstand zur 51. Minute kurzzeitig auf zwölf Tore. In den letzten Minuten überraschten die Herzogenauracher mit einem 8:0-Lauf und verkürzten auf vier Tore.

Ausschlaggebend für die überragende Schlussphase war eine offensiver aufgestellte Abwehr, die kaum Torwürfe zuließ und vermehrt zu Ballgewinnen und einfachen Toren über Tempogegenstöße führte. Aber auch im Positionsangriff kamen die Herzogenauracher besser zum Zug und schlossen vermehrt aus aussichtsreichen Positionen ab.

"Zu viel Respekt"

Zu mehr als einem respektablen Auftritt reichte es aber nicht. TSH-Trainer Ingo Kundmüller war trotzdem zufrieden: "In Summe gesehen hatten wir zu Beginn zu viel Respekt vor einem nicht übermächtigen Gegner, haben dann aber im Verlauf des Spiels unsere gute Leistung der letzten Wochen, vor allem in der Abwehr, bestätigt." Besonders der zweite Spielabschnitt mache Mut: "Nach einem deutlichen Halbzeitrückstand konnten wir die zweite Halbzeit auswärts deutlich mit 18:12 für uns entscheiden und in den letzten zehn Minuten einen sagenhaften 8:0-Lauf hinlegen, was uns mit einem guten Gefühl in die nächsten wichtigen Partien gehen lässt. Für uns als Trainer war deutlich ein Schritt nach vorne innerhalb der Mannschaft zu erkennen." In der Tabelle bleibt die Niederlage ohne große Folgen, weil die Verfolger aus Nabburg/Schwarzenfeld gegen Forchheim knapp mit 25:26 den Kürzeren zogen.

TSH: Langer, Kammerer - A. Theiss (4), Hirning (2/1), Welker (1), Hablowetz (2), Busch, Y. Wayand (3), Freund (1), T. Wayand, Bellmann (2), Sieber (1), Jonas (3) - Kundmüller (3), Münch



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