Herzogenaurach
Handball

TS Herzogenaurach fährt zur besten Torschützin

30 Prozent der Treffer des TSV Birkenau gehen auf das Konto von Danijela Rajic. Ohne sie stünden die Südhessen vermutlich auf einem Abstiegsplatz.
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TSH-Torhüterin Juliane Gierling hinterließ zuletzt einen richtig starken Eindruck. Am Samstag muss sie sich auf 62-Tore-Frau Danijela Rajic gefasst machen. Foto: Archiv
TSH-Torhüterin Juliane Gierling hinterließ zuletzt einen richtig starken Eindruck. Am Samstag muss sie sich auf 62-Tore-Frau Danijela Rajic gefasst machen. Foto: Archiv

Nach dem starken Auftritt am vergangenen Wochenende in Mainz-Bretzenheim (29:25) wollen die Herzogenauracher Handballdamen am Samstag an ihre Leistungen anknüpfen. Erneut auswärts sind sie in der 3.Liga Ost zu Gast beim Tabellenneunten TSV Birkenau, der in der Nähe von Mannheim angesiedelt ist. Anpfiff ist um 18 Uhr.

TSV Birkenau (9.) - TS Herzogenaurach (6.)

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Mit einem Unentschieden gegen den SC Markranstädt starteten die Südhessen in die Saison. In den folgenden Partien kassierten sie fünf Niederlagen, es gelangen ihnen aber auch zwei Siege gegen die TSG Eddersheim und zuletzt gegen Schlusslicht HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden. Birkenau hat ein sehr junges Team, das aus einigen Eigengewächsen besteht. Jahrelange gute Jugendarbeit und die regelmäßige Teilnahme an der Nachwuchs-Bundesliga sind die Basis für den Erfolg.

Teil der Ausbildung ist die für die 3. Liga ungewöhnliche Abwehrformation. In einer sehr offensiven 3:3-Deckung versuchen die TSVler, den gegnerischen Angriff frühzeitig zu stören. Bis auf 15 Meter vom eigenen Tor entfernt treten sie heraus, um Bälle zu gewinnen, die über das Tempospiel wiederum zu einfachen Toren führen.

Kristin Lang ist in Topform

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TSH-Trainer René Friedrich sieht sich mit seiner Mannschaft aber gut gegen das offensive Spielsystem der Gastgeber aufgestellt: "Mit unseren vielen schnellen und dynamischen Spielerinnen werden wir permanent gute Lösungen finden, um klare Torchancen zu kreieren." Außerdem hat die Turnerschaft mit Kristin Lang eine Kreisläuferin in Topform, die die entstehenden Räume nutzen kann.

Die Herzogenauracherinnen wollen sich sowieso mehr auf ihr eigenes Spiel konzentrieren und nicht zu sehr auf den Gegner schauen. Vor allem in der Abwehr wollen sie die überragende Leistung aus dem jüngsten Spiel wiederholen. Sicherlich müssen sie ein besonderes Augenmerk auf die Toptorschützin in Reihen der Birkenauer legen. Mit Danijela Rajic haben die Südhessen die aktuell Führende der Torschützenliste in ihren Reihen. Die Rechtshänderin ist in der Lage, mit ihrer individuellen Klasse ein Spiel im Alleingang zu entscheiden. Wenn die Schuhstädter Rajic in den Griff bekommen, können sie ihrerseits ihr schnelles Spiel aufziehen.

Nina Bestle führt wieder Regie

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Personell kann das Herzogenauracher Trainerteam Friedrich/Stefanie Mittasch aus dem Vollen schöpfen: Nina Bestle, die in der vergangenen Partie geschickt von der Mitte Regie führte, wird wieder von Viktoria Egle unterstützt. Auch Rechtsaußen Saskia Probst ist wieder fit. Allein Kreisläuferin Julia Drachsler pausiert nach wie vor. Wichtig ist, dass Laura Wedrich in Mainz wieder Selbstvertrauen sammelte und neben herrlichen Aktionen aus dem Rückraum auch vom Siebenmeterstrich keine Nerven zeigte. Sie verwandelte alle fünf Strafwürfe eiskalt.

Mit Laura Brockschmidt hat sie zudem eine perfekte Partnerin im Rückraum, deren dynamischer Antritt gerade gegen eine so offensive Deckung wie die des TSV von besonderem Wert ist. Herzogenaurach kann sich also mit breiter Brust auf den Weg in "Das Dorf der Sonnenuhren", so der Beiname Birkenaus, machen und bestenfalls zwei Punkte an die Aurach mitbringen.



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