Thüngfeld
Absteiger-Check

Suche nach Beständigkeit

Trotz des sportlich herben Rückschlags will der FCThüngfeld als eigenständiger Verein weiter gleichermaßen attraktiv für Fußballer und Zuschauer sein.
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Nur zwei Jahre nach der Rückkehr in die Kreisklasse muss der FC Thüngfeld erneut den bitteren Gang in die A-Klasse antreten und trifft dort auf eine Vielzahl ambitionierter Kontrahenten. Rettete sich der FCT im Spieljahr 2016/17 noch über die Relegation, war der Thüngfelder Abstieg in der abgelaufenen Saison nicht mehr zu verhindern. Vom ersten Spieltag an rangierten die "Schwarz-Gelben" in der Abstiegszone und beendeten die Hinrunde mit nur einem Sieg auf dem letzten Tabellenplatz. Ein kurzes Aufbäumen im Frühjahr kam zu spät. Spielleiter Matthias Hofmann spricht über die Hintergründe des verpassten Klassenerhalts, die Querelen auf der Trainerposition und wohin die Reise für den FCT im kommenden Jahr gehen soll.

Wie haben Verein und Mannschaft den Abstieg mit nur vier Siegen und 17 Zählern verkraftet?
Matthias Hofmann: Die Mannschaft hat die Situation angenommen und den Abstieg gut verkraftet, es war schließlich frühzeitig klar, dass es für uns sehr schwer wird. Wir haben aktuell 19 Spieler an Bord und darüber hinaus mit Manuel Rodamer von der DJK Stadelschwarzach einen engagierten, neuen Trainer verpflichtet, vor dem ich persönlich viel Respekt habe. Wir befinden uns bereits mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison.

Können Sie begründen, warum das Team in der Kreisklasse Bamberg 3 von Beginn an im Tabellenkeller festhing?
Die Saison stand für uns von Anfang an unter einem schlechten Stern: Das erste Problem entstand nach dem Abschied unseres Trainers Jürgen Schneider, der im Frühherbst hinwarf. Wir haben dann mit David Gjidoda versucht, das Team aufzufangen und bei der Stange zu halten. Er hat alles getan, was möglich war. Nun müssen wir nach vorne schauen und an die Zukunft denken. Wir wollen als Verein für die Spieler, aber auch für unsere Zuschauer attraktiv bleiben.

Worauf liegt der Fokus in der Vorbereitung, wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer?
In den rund zwei Wochen, die wir bislang hatten, ging es vor allem um das Zusammenwachsen als Mannschaft. Wir wollen uns stetig entwickeln, das Spielverständnis eines jeden Akteurs stärken uns qualitativ zulegen. In den letzten Jahren haben wir stets mit einem Libero agiert, nun studieren wir auch andere Formationen ein, damit wir uns besser auf unsere Gegner einstellen können. In Sachen Kondition arbeiten wir bislang im Grundlagenbereich: Ich fahre zum Beispiel gerne Fahrrad mit den Jungs - aber nur, wenn sie laufen (lacht). Bis zum Saisonstart am 5. August gegen Trailsdorf haben wir aber noch genug Zeit, um uns den Feinschliff für die neue Spielzeit zu verpassen.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie und der Verein in die A-Klasse Bamberg 3? Soll der direkte Wiederaufstieg gelingen?
Wir müssen nicht sofort wieder aufsteigen. Natürlich würden wir nicht Nein sagen, sollten wir oben dabei sein, aber das wird sich im Laufe der Saison zeigen. Uns stehen direkt zu Beginn der Saison ein paar schwere Partien gegen Teams bevor, die zum Favoritenkreis zählen. Wir wollen uns zunächst finden und unser System einstudieren, uns taktisch verbessern und variabler aufstellen, dann wird sich alles Weitere ergeben.

Wie sieht es abgesehen vom neuen Coach personell aus?

Aktuell haben wir keine Verletzten. Ich drücke der Mannschaft die Daumen, dass es so bleibt und wir ohne größere Personalsorgen durch das Jahr kommen. Persönlich wünsche ich mir, dass die Spieler lernwillig sind und sich entwickeln wollen. Sie sollen das Wappen des FC Thüngfeld mit Stolz tragen. Immerhin sind wir einer der immer weniger werdenden Vereine in unserer Gegend, die nicht in einer Spielgemeinschaft antreten. Diesen Zustand wollen wir möglichst aufrechterhalten.
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Ablauf: In den nächsten Wochen führen wir Gespräche mit verschiedenen Absteigern aus den Fußballkreisen Erlangen/Pegnitzgrund und Bamberg, die einen Neuanfang in einer tieferen Klasse machen müssen.
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