Weisendorf
Leichtathletik

Strecke fällt der Hitze zum Opfer

Um die Läufer vor den hohen Temperaturen zu schützen, wird der Weisendorfer Hochstraßenlauf um drei Kilometer verkürzt. Marcel Staudacher holt sich den Gesamtsieg. Angela Kühnlein ist erneut schnellste Frau im leider überschaubaren Feld.
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Marcel Staudacher (links) diktierte von Beginn an das Tempo, war aber wie alle Teilnehmer auch dankbar für die abkühlende Dusche aus dem Gartenschlauch am Wegesrand.
Marcel Staudacher (links) diktierte von Beginn an das Tempo, war aber wie alle Teilnehmer auch dankbar für die abkühlende Dusche aus dem Gartenschlauch am Wegesrand.
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Der Weg über die Hochstraße macht die Laufveranstaltung des Heimatvereins Weisendorf zu einer der landschaftlich schönsten in der Region. Deshalb hätte das Rennen in seiner 28. Auflage am Samstag auch etwas mehr Resonanz verdient gehabt. Doch bei 38 Grad im Schatten kam nur eine Handvoll Zuschauer zum Anfeuern in den Zielbereich und überhaupt nur 25 Sportler gingen beim Hauptlauf an den Start. Der Zeitpunkt war mit 14 Uhr angesichts der Hitze zugegebenermaßen unglücklich gewählt, aber die Organisatoren reduzierten die Strecke von zehn auf sieben Kilometer, weshalb alle Teilnehmer gut durchkamen.

Am wenigsten schienen die Temperaturen Angela Kühnlein zu bekümmern, die als schnellste Frau ihren Titel verteidigte und im Ziel verkündete: "Das war ein schöner, entspannender Lauf." Dann schwang sie sich wieder auf ihr Fahrrad und strampelte die knapp 60 Kilometer zurück nach Roth, von wo aus sie nach Weisendorf gekommen war. Der älteste Teilnehmer im Feld, Willi Scheidt von der Turnerschaft Herzogenaurach, war mit seiner Leistung zufrieden, bekannte aber auch: "Die sieben Kilometer waren heute genug, zwischenzeitlich habe ich gedacht: Wann hört der Wald denn endlich auf?"

Ins gleiche Horn stieß auch Marcel Staudacher, der die mittelfränkische Berglauf-Meisterschaft vom Vorabend noch in den Beinen hatte, sich aber in etwas mehr als 24 Minuten trotzdem den Gesamtsieg sicherte. "Ich weiß, was ich tue, aber für die Hobbysportler war es bei diesen Temperaturen genau das Richtige, die Streckenlänge zu reduzieren." Auch wenn so der Reiz der Hochstraße etwas zu kurz kam. Vorjahressieger Oliver Brehm konnte seinen Titel nicht verteidigen, weil er als Gast auf einer Hochzeitsfeier erwartet wurde. Für den Hobbylauf, der schon eine Stunde früher über die Bühne ging, hatte er aber noch genug Zeit und siegte mit 30 Sekunden Vorsprung.
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