Doch der Kräfteverschleiß verleitete die TSV vor allem im letzten Viertel zu vielen Turnovers, weshalb die Partie letztendlich verloren ging. Vor allem das Fehlen von Benedikt Aumeier machte sich bemerkbar, da man den bis dato sehr gut organisierten Longhorns anmerkte, dass ihnen ein weiterer Akteur fehlte, der dem Spiel Struktur hätte geben können.

Rattelsdorf Independants - TS Herzogenaurach 81:75


Das erste Viertel begann gut für die Herzogenauracher. Mike Kaiser (25 Punkte) dominierte das Spiel von Beginn an und Markus Person fand mit seiner guten Übersicht stets den freien Mann, der dann auch erfolgreich abschloss. 9:7 führten die TSHler nach vier Minuten. Jetzt aber setzten die Oberfranken zu einem Lauf an, bei dem sich vor allem der wieselflinke Deon McDuffie (21) in den Vordergrund spielte. Immer wieder zog er im Höchsttempo zum Korb. Nach dem ersten Viertel stand es so 19:14 für Rattelsdorf.
Im zweiten Durchgang hatten sich die Longhorns auf das Press-System ihrer Kontrahenten eingestellt und holten Punkt für Punkt auf. Der erneut gute Sebastian Schiele (10) und Michael Finger (13) sorgten für die Punkte. Nach einer Auszeit der Herzogenauracher zogen sie nochmals an und holten sich die Führung. Mike Kaiser traf einige Würfe aus der Mitteldistanz und Adrian Dlugosch setzte sich unter dem Korb durch. Zur Halbzeitpause leuchtete es 42:37 für die Herzogenauracher von der Anzeige.
Zu Beginn des dritten Viertels drehte sich das Spiel erneut. Den Rattelsdorfern, nun angeführt von Webster Moreland (19), gelangen einige Fastbreaks und sie gingen wieder in Front. Nach sechs Minuten führten die Oberfranken mit 50:46. Aber erneut drehten die Schuhstädter auf: Fritz Lösel und Rajiv Althaus und dominierten mit ihrer Größe und brachten die TSH mit 60:57 nach vorne.

Ein vergebender Dreier macht alle Hoffnung zunichte


Im letzten Viertel merkte man den Longhorns dann aber den Kräfteverschleiß an. Die Ballverluste häuften sich und die Struktur in der Offensive ging verloren. Die TSH blieb nur im Spiel, da in der Defensive um jeden Ball verbissen gekämpft wurde. Zwei Minuten vor Spielende führte Rattelsdorf mit einem Punkt und dann versenkte Peter Reh einen Dreier zum 76:72. Die Longhorns vergaben im Gegenzug einen Dreier und Rattelsdorf machte mit dem Treffer zum 78:72 den Sack zu, denn der Sechs-Punkte-Vorsprung hielt bis zum Ende.
Nichts desto trotz konnten die Aurachstädter mit erhobenen Haupt vom Platz gehen, hatten sie doch alles in ihrer Macht Stehende unternommen, das Spiel zu gewinnen. Am kommenden Samstag haben sie zu Hause gegen Regnitztal die Gelegenheit, die Saison mit einem Sieg vor eigenem Publikum abzuschließen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Hätten wir einen Akteur mehr gehabt, hätten wir es sicher gewinnen können", erklärte Peter Simon, Teil des TSH-Trainer-Duos. Dennoch müsse man daran arbeiten, auch in Erschöpfung die Struktur im Angriff bei zu behalten. "Die Rattelsdorfer waren heute einen Tick besser und haben verdient gewonnen. Unser Ziel ist es jetzt, uns im letzten Heimspiel mit einem Sieg von unseren Fans zu verabschieden", ergänzte der zweite TSH-Trainer Angelos Plantzas nach dem Spiel.