Großenseebach
Steilpass

So weit die Knie noch tragen

Robert Kellermann ist Spielertrainer des FSV Großenseebach II in der A-Klasse. Diesen Posten wird er zum Saisonende aufgeben. Die Zukunft ist auch eine Frage der Gesundheit.
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Nach vier Jahren in Großenseebach strebt Robert Kellermann im Sommer eine Veränderung an und legt sein kurzfristig übernommenes Amt als Spielertrainer der Zweitvertretung des FSV nieder. Durch den feststehenden Abstieg der Kreisligamannschaft steht dem Klub ein Umbruch bevor, den der 30-Jährige als Aktiver vielleicht dennoch begleitet. Allerdings nur, wenn die mehrfach operierten Knie des defensiven Mittelfeldspielers mitmachen.

Herr Kellermann, wer hat Sie angespielt?

Robert Kellermann: Das war Matthias Müller, er ist ein alter Weggefährte aus Uehlfelder Zeiten. Wir kamen gleichzeitig aus der Jugend heraus und haben dann viele Jahre zusammen gespielt.

Sie sind nicht nur der Trainer des FSV Großenseebach II, sondern auch Spieler der ersten Mannschaft. Wie kommen Sie mit der Doppelbelastung klar?

Aktuell bin ich nur als Spielertrainer der zweiten Mannschaft aktiv. Aufgrund anhaltender Kniebeschwerden kann ich der ersten Mannschaft nicht helfen, die Belastung ist also momentan gut zu stemmen.

Ihre Mannschaft musste zuletzt einige klare Niederlagen einstecken. Liegt das auch an den Problemen des Kreisligateams?

Die personellen Probleme der Ersten spielen natürlich eine Rolle. Zuletzt fehlte in der Kreisligamannschaft teilweise der halbe Kader, wir mussten einige Akteure nach oben abgeben. Beim ASV Möhrendorf II (0:8) sind wir mit nur zwölf Mann angetreten, das Resultat gestaltete sich dann entsprechend deutlich. Grundsätzlich ist es aber so, dass wir über eine junge Mannschaft verfügen, die Schwankungen unterliegt. Spielerisch sah es zuletzt gut aus, die Einstellung passt auch, es mangelt jedoch an Erfahrung. Das ist ganz normal, die Jungen müssen eben heranwachsen und sich an das körperlich intensive Spiel im Herrenbereich gewöhnen.

Was ändert sich durch den Abstieg der ersten Mannschaft?

Das wird davon abhängen, was der neue Coach Michael Hobner plant, auch in Bezug auf externe Neuzugänge. Klar ist, dass beide Mannschaften zusammen trainieren und Hobner bestimmt schauen wird, wen er von unserem Kader für die Kreisklasse nehmen möchte. Der direkte Wiederaufstieg wird allerdings nicht leicht zu erreichen sein, die Kreisklassen sind gut besetzt.

Bleiben Sie an Bord?

Als Trainer nicht. Offen ist noch, ob ich als Spieler hier bleibe. Ich habe mich entschieden, eine neue Aufgabe zu beginnen und den Verantwortlichen mitgeteilt, dass in der Zweiten ein frischer Wind einziehen muss. Persönlich würde ich gerne als Trainer weitermachen, mir wurde auch ein interessantes Angebot unterbreitet. Die Entscheidung darüber treffe ich gemeinsam mit meiner Frau.

Sie wechselten im Jahr 2015 nach Großenseebach, wie gut gefällt es Ihnen beim FSV?

Im Verein fühle ich mich sehr wohl. Das ist auch ein Grund, weshalb ich trotzdem überlege zu bleiben. Die Leute um den Klub herum sind super. Als ich hierher kam, wurde ich sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Da ich mittlerweile auch in Großenseebach wohne, bleibe ich so oder so mit den Verantwortlichen und Spielern des FSV in Kontakt - unabhängig davon, wohin mich mein Weg führt.

An wen spielen Sie weiter?

Ich möchte Patrick Fuchs nominieren. Er ist beim SC Eltersdorf in der Bayernliga seit Jahren eine feste Größe. Bei den Spielen der Quecken schaue ich regelmäßig zu, der Fuchsi ist ein guter Kumpel von mir. Darüber hinaus teilen wir die Leidenschaft für Borussia Dortmund und fahren oft zusammen zu BVB-Spielen.

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