Höchstadt a. d. Aisch

Sieg gegen Landsberg: HEC lässt sich nicht unterkriegen

Trotz zweimaligen Rückstands holen die Höchstadt Alligators drei Punkte gegen die Landsberger Riverkings.
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Jari Neugebauer trug sich erneut in die Torschützenliste ein. Picturedreams
Jari Neugebauer trug sich erneut in die Torschützenliste ein. Picturedreams

Wichtiger Sieg für den HEC: Die Höchstadter beißen sich vor 652 Besuchern durch ein Spiel gegen einen starken Gegner und holen sich ein Erfolgserlebnis.

Verzahnungsrunde

Höchstadter EC - HC Landsberg 5:3 (1:1, 3:2, 1:0)

Die ersten Minuten der Partie wirkten wie eine Findungsphase auf beiden Seiten, die die Landsberger aber mit einem Knall für beendet erklärten: Jonas Schwarzfischer setzte sich stark durch und überwand HEC-Goalie Benjamin Dirksen mit dem ersten Schuss (3.). Der erste Höchstadter Versuch durch Jari Neugebauer segelte vorbei.

Die Alligators demonstrierten im ersten Abschnitt mehrfach ihr schwaches Powerplay. In einer vollen Minute Fünf-gegen-drei kam es zu zwei Abschlüssen durch Neugebauer, insgesamt war aber viel zu wenig Zug hinter dem Überzahlspiel des HEC. Die Gäste blieben durch Konter immer gefährlich und konnten sich auf Goalie David Blaschta verlassen. Ein Gegenangriff hätte beinahe gesessen, doch Routinier Vitalij Aab fing einen Querpass der Riverkings vor dem Tor noch ab.

Wenn es in der Überzahl nicht klappt, dann eben in Unterzahl: Nick Dolezal saß gerade für den HEC eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis ab, da schickte Jiri Mikesz Neugebauer auf die Reise. Höchstadts Nummer 23 lief allein auf das Tor zu und setzte den Schuss an den Pfosten, doch von Blaschta prallte der Puck ins Tor (17.).

Ins zweite Drittel ging der HEC mit zwölf Sekunden doppelter Unterzahl noch aus dem ersten Abschnitt. Das ging noch gut, doch mit einem Mann weniger fiel das Gegentor: Einen Pass in den Rückraum nach einem schwachen Klärungsversuch verwandelte Adriano Carciola (21.). Wie nach dem 0:1 hätte Höchstadt direkt ausgleichen können, doch diesmal scheiterte Mikhail Nemirovsky. In der 26. Minute jubelte die Landsberger Bank erneut, war aber zu voreilig: Dirksen hatte im Eins-gegen-eins irgendwie noch auf der Linie pariert. Eine Minute später war die Scheibe auf der anderen Seite wirklich drin: Nemirovsky bediente Aab, der seine große Qualität ausspielte: richtig stehen und vollstrecken - 2:2.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe, doch als Anton Seewald beschloss, in Überzahl einfach mal abzuziehen, führte Höchstadt (37.) Der Ex-Kissinger wirkte beinahe selbst überrascht (Assist: Nemirovsky). In einem von Strafen geprägten zweiten Abschnitt hatte Aab im nächsten Powerplay mit einen Fernschuss die Chance auf eine höhere Führung, doch stattdessen verlor der HEC kurz darauf einen Zweikampf an der eigenen blauen Linie und Landsbergs Dennis Sturm traf in Unterzahl (38.). Einige Sekunden mit einem Mann mehr blieben Höchstadt aber noch, und Martin Vojcak fand endlich die Lücke und einen Teamkollegen: Robin Maly traf zum 4:3-Pausenstand (38.).

Zu Beginn des Schlussdrittels kassierte Aab eine Strafe wegen Beinstellens, doch die Höchstadter verhinderten jegliche Landsberger Chance. Kurz darauf zeichnete sich Dirksen ein weiteres Mal aus. Immer wieder wurde es noch brenzlig vor dem Alligators-Tor. Neugebauer ließ die Entscheidung nach Pass von Seewald liegen (58.), doch Juris Upitis brachte das Eisstadion in der letzten Spielminute mit einem Treffer ins leere Tor zum Beben (Assists: Neugebauer, Seewald).

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