Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Shootout: Goalie Glaser macht den Unterschied

Nichts mehr zu spüren von der 3:11-Klatsche in Peißenberg war am Freitagabend bei den Höchstadter Alligators. In der Eishockey-Bayernliga machten sie gegen die Indians aus Memmingen eine klare Ansage.
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Der HEC überzeugte mit starken Einzelaktionen, hatten ein paar Mal auch Glück und mit Ronny Glaser erneut den überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten, der alles wegfischte, was auf sein Tor zuflog.

Höchstadter EC - ECDC Memmingen 5:0

In einem vom Start weg munteren Spiel gingen beide Teams zur Sache, wobei die Gäste ein optisches Übergewicht hatten, ohne jedoch das Tor von Ronny Glaser ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Alligators wirkten zunächst etwas fahrig, waren in ihren Bemühungen zu ungenau. Das änderte sich in der 8. Minute. Daniel Jun ließ seinen Gegner mit einer Drehung aussteigen und passte quer vors Tor zu Thilo Grau, der die Scheibe oben rechts in die Maschen setzte. Auf der anderen Seite hatte der HEC Glück, dass der Puck zwischen Glasers Schonern auf der Torlinie liegen blieb. Dann waren wieder die Alligators dran: Erst tauchte Jan Michalek allein vor dem Memminger Tor auf, scheiterte aber an der Latte. Dann nutzten sie eine Überzahlsituation mit einer schönen Kombination über Daniel Sikorski und Jun, die Stephan Hiendlmeyer zum 2:0 abschloss (16.). Dabei blieb es bis Drittelende, obwohl auf beiden Seiten noch Tore hätten fallen können.

Die Gemüter beruhigen sich schnell wieder

Im zweiten Abschnitt wurde es hitzig, die bis dato faire Partie drohte zu kippen. Die Indians haderten mit so mancher, aus ihrer Sicht zu harten, Schiedsrichterentscheidung und die Schmähgesänge der Höchstadter Fans taten der Stimmung auf dem Eis in dieser Phase auch nicht gut. Doch die Gemüter beruhigten sich schnell wieder, spätestens als Sikorski sich ein Herz fasste und den Puck knochentrocken zum 3:0 ins Netz jagte (33.). Davor hatte sich der HEC trotz doppelter Überzahl vergeblich um einen Treffer bemüht. Die Memminger drängten ihrerseits auf den Anschluss, scheiterten aber ein ums andere Mal am überragenden Glaser.
Im Schlussdrittel hatten die Gäste dann nichts mehr zu zusetzen, spätestens als Glaser sich mit einer neuerlichen Glanztat den Shootout redlich verdiente, war die Luft bei den Allgäuern raus. Kurz vorher hatte Jun nach Pass von Grau auf 4:0 erhöht (44.). Die Gäste kassierten noch einige Strafen und eine der Überzahlsituationen nutzte André Lenk nach Vorarbeit von Jun und Ales Stribny zum 5:0-Endstand (53.).

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - ECDC Memmingen 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

Höchstadter EC: Tor: Glaser; Verteidigung: Sikorski/Kaczmarek, Eyrich/Babinsky;
Angriff: Jun/Lenk/Grau, Michalek/Gulda/Hiendlmeyer, Tratz/ Stribny/Dam

ECDC Memmingen: Tor: Reichelmeir, Niemz; Verteidigung: Hoffmann, Stotz, Sing, Neumann, Schirrmacher, Jainz; Angriff: Merkle, Zientek , Becker, Tenschert, Rott, Börner, Quellette, Kerber, Striepecke, Simon

SR: Gut, Feist, Walter
Zuschauer: 450

Tore: 1:0 Grau (8.), 2:0 Hiendlmeyer (16.), 3:0 Sikorski (33.), 4:0 Jun (44.), 5:0 Lenk (53.)
Strafzeiten: HEC 2 / ECDC 16
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