Trotz frühen Rückstands hat Bayernligist Erlangen-Bruck gegen Frohnlach den dritten Saisonsieg eingefahren. Für den Baiersdorfer SV sprang in Leinach sogar der erste Dreier seit dem Aufstieg in die Landesliga heraus. Und auch der FC Herzogenaurach blieb im Bezirksliga-Duell mit dem SK Lauf in der Erfolgsspur.

Bayernliga Nord: VfL Frohnlach - FSV Erlangen-Bruck 1:3

Der FSV darf den zweiten Auswärtssieg in Serie bejubeln und hat den Sprung ins Tabellenmittelfeld geschafft. Lange Abtasten war nicht angesagt in Frohnlach, der VfL spielte die erste halbe Stunde wie aus einem Guss. Vor allem der erst 19-jährige Tevin McCullough machte von Anpfiff weg ordentlich Dampf. In der 14. Minute konnte der Jungspund im Strafraum des FSV nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gerald Kalb zur Führung.
Bis dato fanden die Gäste offensiv nicht statt.
Doch ein langer Ball brachte die Elf von Coach Normann Wagner zurück ins Spiel und die Gastgeber aus der Fassung. VfL-Keeper Jonas Hempfling kam zu unentschlossen aus seinem Kasten und brachte Hakim Graine zu Fall. Der Schiedsrichter entschied auch in dieser Situation auf Strafstoß. Karlheinz Wiesenmayer ließ sich die Chance nicht entgehen und markierte den Ausgleich (32.).
Durch einen Stellungsfehler in der VfL-Hintermannschaft kippte die Partie komplett in Richtung der Erlanger. Kurz vor der Halbzeit wartete die Frohnlacher Abwehr vergeblich auf einen Abseitspfiff. Wiesenmayer schnappte sich die Kugel und legte quer zu Patrick Mai, der unbedrängt einschob (39.).
Nach der Pause wurde die Partie zerfahrener. Frohnlach brachte nichts Konstruktives mehr zustande und entfachte keinen Druck mehr. Dann köpfte Graine die Entscheidung (67.). Auf ein Aufbäumen des VfL warteten die Heimfans vergeblich, sodass der Auswärtssieg unter dem Strich in Ordnung ging.

Landesliga Nordwest: FC Blau-Weiß Leinach - Baiersdorfer SV 0:1

Den richtigen Moment für ein Dankeschön an ihren Trainer Helmut Wolff hat die Mannschaft des Baiersdorfer SV abgewartet. An seinem 45. Geburtstag bescherten sie ihm den ersten Sieg nach dem souveränen Aufstieg. Auch der Coach bewies Zeitgefühl. Den Torschützen Nicolas Schwab wechselte er nur wenige Minuten vor dessen Treffer ein. "Senad Bajric hat sich auf der linken Seite durchgesetzt und die Flanke auf den zweiten Pfosten gebracht. Dort stand Nicolas und hat das Ding per Kopf über die Linie gedrückt", erzählte Wolff. Bis zum Tor des Tages mussten die Gäste allerdings lange warten.
In der ersten Halbzeit war Baiersdorf besser und spielte sich Chancen heraus. Zwei Mal Felix Burkel (15./25.) und Bajric (35.) scheiterten aber am starken Torhüter der Blau-Weißen, Daniel Hofmann. Die Hausherren konterten sich gelegentlich vor das Gehäuse von BSV-Keeper Marc Oertelt, agierten dort aber zu zögerlich. Einmal schmiss sich Verteidiger Christian Janousek gerade noch dazwischen. Nachdem die Mittelfranken eine 20-minütige Leinacher Drangphase überstanden hatten, lief die Partie auf ein torloses Unentschieden hinaus.
Bis Helmut Wolff seinem 36-jährigen Routinier Enrico Cescutti eine vorzeitige Pause gönnte und den etwa halb so alten Nicolas Schwab (19) auf den Rasen schickte. Es folgten der wohl schönste Angriff der Partie und das entscheidende "Nickerchen" von Schwab. "Nach der Führung hat man der Truppe die Angst vor dem Ausgleich angemerkt", sagte das Geburtstagskind, dessen Mannschaft bisher keine guten Erfahrungen mit den Schlussminuten gemacht hatte. "Aber sie haben gekämpft und den Dreier gesichert", berichtete Wolff.
Bei allen Feierlichkeiten hatte der BSV-Coach sogar noch ein Sonderlob für den Schiedsrichter übrig, der die Partie voll im Griff gehabt habe.

Bezirksliga Mittelfranken 1: SK Lauf - FC Herzogenaurach 1:2

Trotz des starken Regens und schwieriger Platzverhältnisse fand das Spiel statt. Der SK spielte sofort auf Angriff, Florian Peter im Tor des FCH konnte sich mehrmals auszeichnen. So parierte er einen Schuss aus 16 Meter von Adrian Hollfelder (7.). Danach hielt er seinen Kasten bei drei weiteren Schüssen sauber. Nach einer Viertelstunde kamen die Pumas besser ins Spiel. Der nach seiner Verletzung wieder spielende Nick Maschke verpasste die Führung knapp, in der 22. Minute parierte der Laufer Torwart einen strammen Schuss von Marco Amling, ehe auf der Gegenseite Peter gegen Daniel Schmidt abwehrte (25.).
Über Michael Thomann starteten die Gäste im Gegenzug einen blitzsauberen Angriff. Die Flanke von Maschke köpfte Amling jedoch knapp vorbei (26.).In der 44. Minute klappte es besser: Thomann und Eric Stübing schickten Amling auf die Reise, die er alleine vor dem Keeper aus zehn Metern erfolgreich abschloss.
Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes und kämpferisches Spiel - mit dem besseren Ende für Herzogenaurach. Denn Amling erhöhte nach Thomann-Ecke per Kopf auf 2:0 (60.). In der 64. Minute fiel allerdings schon der Anschlusstreffer für Lauf. Nach einem Eckball misslang einem Gästeverteidiger eine Abwehraktion im Sechzehnmeterraum, woraufhin der Ball im eigenen Tor landete.
In der Folgezeit hatten die Pumas - ausgehend von Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik - weitere Möglichkeiten. Er erkämpfte in der 75. Spielminute den Ball im Mittelfeld und spielte zu Amling. Dieser passte in den Strafraum, aber Stübing kam einen Schritt zu spät. Auch die Kombination über Kusnyarik, Stübing und Thomann glückte nicht (77.). Der Aufsteiger zeigte eine gute kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung. Auch die häufig gescholtene Abwehr zeigte sich diesmal, besonders durch das sehr gute Abwehrverhalten von Christian Wolf, Benny Peetz und Florian Peter, standfest.