Herzogenaurach
Leichtathletik

Schnelle Zeiten auf neuer Strecke

Der Aurachtallauf heißt jetzt "Herzorun" und lässt Jürgen Wittmann gleich in der ersten Auflage am Rekord schnuppern.
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Jürgen Wittmann (Nummer 233) wartete auf den richtigen Zeitpunkt, um den in Führung liegenden Julian Kern zu überholen und lief kurz vor dem Ziel wichtige Sekunden für den Sieg heraus. Fotos: privat (4), Elias Pfann
Jürgen Wittmann (Nummer 233) wartete auf den richtigen Zeitpunkt, um den in Führung liegenden Julian Kern zu überholen und lief kurz vor dem Ziel wichtige Sekunden für den Sieg heraus. Fotos: privat (4), Elias Pfann
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Vor fast 50 Jahren, am 11. August 1968, wurde die erste Internationale Aurachtal-Volkssportveranstaltung in Herzogenaurach durchgeführt. Am vergangenen Sonntag fand sie unter dem neuen Namen "Herzorun" bereits zum 50. Mal statt. Ernst Dittrich, Gründungsmitglied der Laufsportabteilung und mit 73 Jahren zugleich ältester Teilnehmer der TSH, lief zu diesem Anlass mit der Startnummer 50.

Gegen den Sieger des Hauptlaufes, Jürgen Wittman vom LAC Quelle Fürth, hatte allerdings keine Chance. Dieser sah den Herzorun als guten Test für die deutschen Zehn-Kilometer-Meisterschaften. "In Herzogenaurach bin ich eigentlich regelmäßig dabei und hab schon drei- oder viermal gewonnen", berichtete der Sportler. Seine Zeit war mit 34:37 rekordverdächtig. "Die neu gestaltete Strecke ist viel einfacher als die alte. Auf dem Stück bergab zum Ziel hin habe ich die anderen abgehängt. Bei der deutschen Meisterschaft möchte ich dann meinen persönlichen Rekord brechen."


LAC-Dreifacherfolg bei den Frauen

Zweiter wurde der vereinslose Julian Kern, der rund 20 Sekunden später ins Ziel kam. Im etwa gleichen Abstand komplettierte Markus-Kristan Siegler von der LG Erlangen das Siegerpodest. Wie bei den Männern dominierte das LAC Quelle Fürth auch bei den Frauen. Julia Hiller siegt mit einer Zeit von 38:35 Minuten vor ihren Vereinskolleginnen Katharina Schmidt und Anja Bertleff. Dadurch gewannen die drei auch den Mannschaftspreis, den sich bei den Herren die LG Erlangen sicherte.

Zum Jubiläum bekam jeder der 380 Teilnehmer eine besondere Medaille, die an die des ersten Laufes 1968 angelehnt ist. Der Herzorun ist auch dank der Sponsoren eine wichtige Einnahmequelle. "Ich muss als Vorsitzender mit solchen Veranstaltungen den ganzen Verein finanzieren. Für Abteilungen wie die Turner interessieren sich die Sponsoren leider nicht", sagt Gerd Ankermann. "Deshalb sind auch 50 Ehrenamtliche im Einsatz, die die Veranstaltung unterstützen, sowie Willi Wahl als Stadionsprecher."


Feuerwehrmann läuft in voller Montur

Eine Besonderheit war der jüngste Teilnehmer im Hobbylauf. Der zehnjährige Philipp Köberlein wurde auf Anhieb Siebter und hängte sogar seinen Vater ab. Ebenfalls außergewöhnlich: Fabian Blümmert aus Königsberg. Der Feuerwehrmann startete für die Aktion "Laufen gegen den Krebs" in voller Montur inklusive Atemschutzflasche und schaffte die fünf Kilometer trotzdem in 35:44 Minuten. "Damit wollen wir zeigen, wie schwer es ein Krebspatient hat und diesen motivieren. Es ist aber auch ein gutes Training für einen Feuerwehrmann", beichtete Blümmert. Im Hobbylauf fand sich auch Stefan Müller MdB mit seinem Team wieder, dass sich in der Mannschaftswertung nur dem Schaeffler-Team beugen musste.
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