Herzogenaurach
Fußball

Schiri steht beim Derby Mittelpunkt

Nach 90 Landesliga-Minuten sprach kaum noch jemand über die Rückkehr von Herzogenaurachs Trainer Jakob Karches zu dessen Heimatverein Baiersdorf.
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Im Derby schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Nicolas Schwab (re.) packt gegen Pumas-Kapitän Eric Stübing die Grätsche aus. Foto: Uwe Kellner/anpfiff.info
Im Derby schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Nicolas Schwab (re.) packt gegen Pumas-Kapitän Eric Stübing die Grätsche aus. Foto: Uwe Kellner/anpfiff.info
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Beim Landesliga-Derby zwischen dem Baiersdorfer SV und dem FC Herzogenaurach stand Schiedsrichter Jonathan Bär vom SV Friesen, zufällig der nächste Gegner des BSV, mit seinen Entscheidungen mehrmals in der Kritik und begünstigte damit den deutlichen Sieg der Pumas.

Landesliga Nordost: Baiersdorfer SV - FC Herzogenaurach 0:3

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Die Partie begann ausgeglichen. Lars Reinhardt testete Torwart Christian Menzner mit einem Schuss von der Strafraumkante (11.) und setzte kurz darauf einen Ball an den Querbalken des FC-Tors (20.). Erst danach kamen die Gäste besser in die Partie und Torwart Christopher Teuber musste einen Schuss von Michael Thomann um den Pfosten lenken (25.). Bei der ersten strittigen Situation hob Thomann den Ball in den Sechzehner zu Kevin Rockwell, der auf Verteidiger Nicolas Schwab auflief und zu Fall kam (36.). Schwab konnte sich schlecht in Luft auflösen, der Schiedsrichter zögerte, ehe er auf Elfmeter entschied. Marco Amling verwandelte (37.).

"Während einer Saison kriegt man immer ein, zwei Elfmeter, über die man streiten kann", äußerte sich Jakob Karches diplomatisch. "In der zweiten Hälfte haben wir eine gefährliche Spielanlage gezeigt und verdient gewonnen. Natürlich war die Rote Karte eine gewisse Vorentscheidung", erklärte der Pumas-Trainer. Der angesprochene Platzverweis ereignete sich in der 70. Minute, als Fabian Schwab mit seinem langen Bein Raphael Geinzer kaum berührte, geschweige denn verletzte.

Nur drei Minuten darauf grätschte Bruder Nicolas Eric Stübing den Ball fair vom Fuß - wieder gab es Freistoß. Alexander Ronneburg führte aus und Marc Weiler verlängerte per Hinterkopf zum 0:2 ins eigene Netz (74.). Nach einer weiteren Flanke bugsierte Stübing das Leder innerhalb des Fünfers zum Endstand ins Tor (82.).

"Für mich war es kein Elfmeter, die Rote Karte war nicht berechtigt und der Freistoß vor dem zweiten Gegentreffer war auch keiner. Wenn du durch drei Pfiffe aus der Partie genommen wirst, ist das sehr bitter", klagte BSV-Coach Thomas Luckner. "Ansonsten haben wir ordentlich gespielt, auch wenn wir offensiv zu selten den Abschluss gefunden haben." Luckners Offensivkraft Sebastian Hofmann wusste, woran es lag: "Nach dem Rückstand müssen wir uns in der zweiten Hälfte einfach mehr Chancen rausspielen, wenn wir das Spiel noch drehen wollen. Schon während der ersten Hälfte hatten wir zu wenig Umschalt-Aktionen."

BSV: Teuber - Weiler, Schmitt (75. Fataliyev), N. Schwab, Lee, Eismann, Geier, F. Schwab. Hofmann, Kraus (64. Ramic), Reinhardt (46. Joachim) FCH: Menzner - Karches, Burkhardt, Geinzer, Thomann, Spielmann (46. Rahe), Staniszewski, Rockwell, Stübing, Amling (84. Jassmann), Scarcella (53. Ronneburg)



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