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Frauenfußball

SC Oberreichenbach bleibt im Aufstiegsrennen

Die Reserve der SpVgg Greuther Fürth hat sich durch den Sieg bei der SpVgg Erlangen die Meisterschaft in der Bezirksoberliga gesichert. Die Zuschauer des TSV Lonnerstadt sahen ein Torfestival.
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Der SC Oberreichenbach (in Gelb, Foto aus dem Hinspiel) rächte sich an Schlaifhausen für die Hinspiel-Niederlage (1:2). Archivfoto: herzopress
Der SC Oberreichenbach (in Gelb, Foto aus dem Hinspiel) rächte sich an Schlaifhausen für die Hinspiel-Niederlage (1:2). Archivfoto: herzopress

In der Bezirksoberliga kommt der Abstieg für den TSV Lonnerstadt immer näher: Durch die Niederlage gegen Mörsdorf sind es zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Kreisliga-Tabellenführer TSV Frauenaurach hatte unverhofft spielfrei, da der TSV Zirndorf nicht antrat. Der SC Adelsdorf hatte gegen Schnaittach die große Chance, die Abstiegsränge zu verlassen, ließ sich aber das Spiel noch aus der Hand nehmen.

Bezirksoberliga Mittelfranken

TSV Lonnerstadt - TSV Mörsdorf 5:7

Nach einer mäßigen ersten Halbzeit stand es 1:1. Ines Hartmann (30.) hatte für die Gäste getroffen, Nadine Geinzer glich aus (34.). Mürsdorf startete druckvoll in die zweite Hälfte und zwang die Gastgeber zu Fehlern. Laureen Enderlein besorgte die Führung und legte direkt ein weiteres Tor nach (55./58.). Hartmann (62.) und Christine Endres (68.) erhöhten auf 1:5. Nachdem Lonnerstadt durch Maj-Britt Groppe auf 2:5 verkürzt hatte (76.), schlug Enderlein erneut zu (78.).

Doch das war noch lange nicht alles, es standen spektakuläre Schlussminuten an: Erst verkürzte Gainzer für Lonnerstadt auf 3:6 (83.), dann war selbst ein weiteres Gegentor per Foulelfmeter durch Yvonne Regnet (86.) noch nicht das Ende der Lonnerstadter Bemühungen: Nathalie Geyer (88.) und Denise Müller (90./Foulelfmeter) betrieben Ergebniskosmetik.

SpVgg Erlangen - SpVgg Greuther Fürth II 1:3

Es war die letzte Chancen für die SpVgg Erlangen, den Kampf um Platz 1 zumindest vorläufig weiter offenzuhalten. Stattdessen setzte es gegen den Tabellenführer aus Fürth die erste Heimniederlage der Saison. Die Fürther sind dadurch an den verbleibenden Spieltagen uneinholbar und feierten die Meisterschaft. Schon in der 10. Minute brachte Luisa Wölfel die Gäste in Führung, Carolin Adlung machte das 2:0 (31.). Nach dem dritten Fürther Tor durch Nadja Kulaga (83.) erzielte Nina Kühnl aber immerhin noch den Ehrentreffer für Erlangen.red

TSV Brand - DJK Nbg.-Eibach 0:2

Die ersten Minuten verliefen unspektakulär, Brand ließ den Ball sicher laufen und die tiefstehenden Eibacher machten wenig Druck. In der neunten Minute tauchten die Gäste gefährlich vor dem Tor auf, aber Evi Schlage nhaufer klärte. Beide Mannschaften standen kompakt und ließen kaum Chancen zu. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit vereitelte Außenverteidigerin Jonna Gehre die zweite gute Möglichkeit der Nürnberger.

Nach der Pause war der TSV tonangebend, das erste Tor erzielte aber die Ex-Branderin Lena Übel per Freistoß aus 25 Metern (65.). Die Heimelf ließ sich nicht entmutigen, doch Carolin Horlamus schoss auf Ecke von Stephanie Barabas drüber (70.). Auch weitere Gelegenheiten wurden ausgelassen. Das rächte sich, als nach einem Eckball das 0:2 fiel (75.). Selbst der Anschlusstreffer blieb den Gastgeberinnen verwehrt, obwohl Gehre allein vor der Torhüterin scheiterte (90.). mg

Bezirksliga 1 Mittelfranken

SC Adelsdorf - FC Schnaittach 2:3

Adelsdorf startete gut und bestimmte das Spiel über weite Strecken. Die Gäste wurden nur nach Standards gefährlich, hier hatte der SC aber zweimal Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach 25 Minuten fiel das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:0 durch Alicia Martin: Schnaittachs Torhüterin Stefanie Link konnte den Ball nicht festhalten und Martin schob ihn über die Linie. Nach der Pause wurden die Gäste etwas stärker, doch es waren die Adelsdorferinnen, die trafen: Jana Scheidig brach über die linke Seite durch und profitierte von einem weiteren Torwartfehler. Wieder hatte Link den Ball nicht sicher, Scheidig erkämpfte ihn zurück und traf zum 2:0 (55.).

Ein Platzfehler machte die Partie wieder spannend: Schnaittachs Olivia Kornek wurde nicht angegriffen und zog aus rund 16 Metern an. Der Ball sprang vor SCA-Torhüterin Eva Funke auf, bekam eine komplett andere Richtung und flog ins Netz (76.). Die Gastgeberinnen wurden nervös, machten viele Fehler und ließen zahlreiche vermeidbare Freistöße und Eckbälle zu. Die Schnaittacher Stärke bei Standards machte den Unterschied: Nach einem Eckball glich Clara Plobner aus (80.). Kurze Zeit später gelang dann das 2:3 nach einem Freistoß.

Kreisliga ER/PEG

FC Herzogenaurach - FC Reichenschwand 0:4

Schon zur Pause war das Spiel zugunsten des Aufstiegskandidaten aus Reichenschwand quasi entschieden. Dafür verantwortlichen waren drei "L": Johanna Linnert (8.), Annika Litz (30.) und Kristina Linhard (37.). Litz legte in der 55. Minute noch das 4:0 nach, wodurch ihr Team sich in der Tabelle am SV Hetzles vorbeischob und neuer Tabellenzweiter ist. Herzogenaurach rutscht auf Rang 9 ab, steht aber zwölf Punkte vor einem Abstiegsplatz.red

FC Schlaifhausen - SC Oberreichenbach 4:8

Nach dem 3:8 gegen Reichenschwand im Oktober sorgte Schlaifhausen erneut für das torreichste Spiel der Saison. Allein sechs Treffer fielen innerhalb von zehn Minuten. "Wir haben uns nicht schlecht präsentiert, aber Oberreichenbach war extrem stark", berichtete FC-Coach Kurt Finze, der vor allem Nadja Noghreh und die vierfache Torschützin Sophia Heilscher lobte. Noghreh leitete den Torreigen nach einer Ecke per Kopf ein (9.), Heilscher erhöhte nach einem Schlaifhausener Ballverlust (11.). Ina Kügel, die auf Flanke von Stefanie Lassner im zweiten Versuch erfolgreich war (13.), und Lassner selbst ins lange Eck (35.) glichen aus.

Annalena Todt nach einem Traumpass kurz vor sowie Heilscher kurz nach der Pause stellten den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Kügel verkürzte per Solo (49.), Jasmin Honisch erhöhte abseitsverdächtig auf 3:5 (52.). Die letzte Hoffnung auf eine Wende erzeugte Lea Finze mit einem an Katharina Drummer verursachten Elfmeter (53.), doch Heilscher (54.) und Todt (60.) sowie erneut Heilscher nach einem Missverständnis in der FC-Abwehr (64.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. rup

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