Zeckern
Fußball

Räuber jagt den SV Buckenhofen

Sowohl an der Tabellenspitze als auch in der Torjägerliste der Kreisliga 1 ER/PEG liefern sich die "Buckis" und die SpVgg Zeckern ein enges Rennen.
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Dennis Ludwig (li.) ist mit dem SV Buckenhofen in der Rückrunde der Gejagte. Vor allem die SpVgg Zeckern um Torjäger Stefan Räuber (re.) will dem Primus den Titel streitig machen. Foto: Florian Fraunholz/Archiv
Dennis Ludwig (li.) ist mit dem SV Buckenhofen in der Rückrunde der Gejagte. Vor allem die SpVgg Zeckern um Torjäger Stefan Räuber (re.) will dem Primus den Titel streitig machen. Foto: Florian Fraunholz/Archiv
Die Hinrunde der SpVgg Zeckern in der Fußball-Kreisliga 1 ER/PEG lief überraschend gut, die Mannschaft von Spielertrainer Manuel Kilger steht zur Winterpause auf dem Aufstiegsrelegationsplatz und könnte mit einem Erfolg im Nachholspiel bis auf einen Punkt an Spitzenreiter SV Buckenhofen heranrücken. Kein Wunder, dass der Verein das Arbeitspapier seines Erfolgscoaches verlängert hat. Die Rückrunde geht der Tabellenzweite entspannt an, das Wort Aufstieg will Spielleiter Florian Franz gegenüber Mirko Strässer von unserem Partnerportal anpfiff.info aber noch nicht in den Mund nehmen.

Kilger wird im Sommer in seine dritte Saison als Zeckerns Spielertrainer gehen - egal ob in der Kreis- oder Bezirksliga. "Wir wollten es vor der Pause klären, damit wir planen können und die Spieler Klarheit haben", berichtet Franz. "Wenn wir jetzt nicht mit ihm verlängern, dann treten vielleicht andere Vereine an ihn heran. Mit seiner Arbeit sind wir sehr zufrieden."


Bisher nur zwei Niederlagen

Wir gut die Arbeit des Übungsleiters ist, zeigt nur ein kurzer Blick auf die Tabelle. Die SpVgg sammelte in 14 Begegnungen 36 Punkte, lediglich im Gipfeltreffen mit dem SVB Ende September (1:2) und beim ASV Niederndorf zwei Wochen später (0:2) bezog das Team Niederlagen. "Die Hinrunde war optimal, in der Mannschaft passt alles", berichtet Franz und erklärt den Erfolg: "Wenn wir den Hebel umlegen, können wir fast jedes Spiel für uns entscheiden. Wenn wir einen Gang zurückschalten und meinen, wir heben ab, dann kommt der Gegner zu Chancen. So habe der Relegationsplatzinhaber teilweise 2:0 oder 3:0 geführt und den Gegner wieder herankommen lassen. "Aber dann können wir meistens noch einen Zahn zulegen. Wir haben nach vorne eine unglaubliche Qualität und sind immer für Tore gut", lobt Franz.

Bereits 39 Treffer erzielte die SpVgg, nur Buckenhofen war noch erfolgreicher (46). Für die Ausbeute ist vor allem Neuzugang Stefan Räuber verantwortlich. Der Mann, der bislang immer in Großdechsendorf gekickt hatte, führt die Torjägerliste zusammen mit "Bucki" Jonas Weber mit 16 Treffern an. Der Spielleiter will die Offensive aber nicht auf den 31-Jährigen reduzieren: "Er nutzt seine Chancen eiskalt und reißt Lücken für andere. Wir haben auch über die Flügel und die Zentrumsspieler Patrick Emrich oder Flo Süß hohe Qualität."

Angesichts der Tabellensituation sieht er Räuber und Co. als Jäger. Zudem backt er hinsichtlich des Aufstiegsthemas kleine Brötchen: "Aus den schlechten Spielen ziehen wir unsere Lehren und versuchen, uns stetig zu verbessern. Wir wissen genau, was wir noch falsch machen." Der Favorit sei Buckenhofen. Der Primus verlor nur eine Partie (2:3 in Lonnerstadt) und glänzte mit einer Defensive, die in 15 Begegnungen nur fünf Gegentore hinnehmen musste.


Vierkampf um den Titel

"Wir wollen oben dranbleiben", sagt Franz, der die beiden Pleiten der SpVgg als unglücklich bezeichnet. Dass sein Team trotz nur sechs Punktverlusten auf Rang 2 stehe, spreche für die Qualität von Buckenhofen. Da der 27-Jährige auch Heßdorf "voll mit dabei" sieht und Oesdorf eine Überraschung zutraut, laufe es auf einen spannenden Zielspurt Richtung Meisterschaft hinaus. Heßdorf ist punktgleich mit Zeckern, hat aber ein Spiel mehr bestritten. Oesdorf weist bei derselben Zahl an absolvierten Partien acht Zähler Rückstand auf. "Es kommt bei jedem darauf an, wie er aus der Winterpause kommt. Wenn wir einen guten Start erwischen, ist alles möglich", sagt der Spielleiter.

Für einen Start nach Maß soll soll auch ein Neuer sorgen: Wie der Bamberger Kreisligist TSV Burgebrach auf seiner Facebook-Seite meldet, schließt sich Simon Selig der SpVgg an. Der 28-jährige Verteidiger nennt private Gründe für den Wechsel.
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