Herzogenaurach
Fußball

Pumas feiern dank Alu-Glück

Nur wenige Zentimeter waren ausschlaggebend: Der 1. FC Herzogenaurach ist mit einem Sieg in den Rest der Landesliga-Saison gestartet.
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Ein Treffer reichte den Herzogenaurachern um Marco Amling (links) zum Sieg gegen Röslau. Foto: Stefan Stark
Ein Treffer reichte den Herzogenaurachern um Marco Amling (links) zum Sieg gegen Röslau. Foto: Stefan Stark

Die Zuschauer bei den Heimspielen des 1. FC Herzogenaurach und des Baiersdorfer SV bekamen zum Start ins Jahr 2019 nun wirklich keine Torfestivals zu sehen. Während der BSV beim Kellerduell gegen Selbitz nicht über ein 0:0 hinaus kam, trafen die Pumas zumindest einmal und nahmen am FC Vorwärts Röslau Revanche für die Hinspielniederlage. Der 1. FCH steht dadurch auf Rang 6, punktgleich mit dem 1. FC Lichtenfels, dessen Spiel in Friesen allerdings ausgefallen war. Der BSV hingegen hat als 15. drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Relegationsplatz, weil sich Großschwarzenlohe in Kornburg durchsetzte.

Landesliga Nordost

FC Herzogenaurach - FC Vorwärts Röslau 1:0

Das Aluminium machte im Spiel der beiden Aufsteiger den Unterschied. Bei Kevin Rockwells sehenswertem Freistoßtreffer half der Innenpfosten kräftig mit und lenkte den aufs rechte Kreuzeck gezielten Ball ins Netz ab (57.). Die Gäste aus Röslau hatten dieses Glück nicht auf ihrer Seite. Denn ein Geschoss von Ertac Tonka prallte von der Unterkante der Latte nur auf statt hinter die Torlinie (73.).

Über 90 Minuten sahen die Zuschauer in Herzogenaurach ein kampfbetontes Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, die bemüht waren, die spielerische Lösung zu suchen. Zwei gute Torhüter bewahrten ihre Teams lange vor dem Rückstand: Florian Peter, der Keeper der Hausherren, blieb zweimal cool. Erst klärte er per Fuß gegen Waldemar Schneider (11.), in der zweiten Halbzeit riss er die Hand bei einem Schussversuch von Tonka (59.) gerade noch hoch. Auch sein Gegenüber Sebastian Blechschmidt zeigte sehenswerte Paraden und war vor allem im Privatduell gegen Rockwell gefordert. Nachdem er dieses zweimal für sich entschied (13. und 19.), war er am Ende doch der Unterlegene. Seine Vorderleute machten dennoch dem Vereinsnamen alle Ehre und spielten weiter vorwärts. Neben Tonkas Lattenknaller sprang aber nicht mehr als eine Kopfballchance von Kapitän Jaroslav Smrha heraus (67.). Die Pumas zogen sich weit zurück und lauerten auf Konter. Einer davon hätte das 2:0 sein können, aber Rockwell nutzte einen Abpraller nicht (74.).StS

TSH: Peter - Geinzer, Burkhardt, Karches, Rahe (79. Göller) - Amling (79. Schmitt), Staniszewski - Rockwell, Stübing, Maschke - Jassmann (71. Dörrich)

Baiersdorfer SV - SpVgg Selbitz 0:0

Auf den Höhepunkt der Partie mussten die 60 Zuschauer in Baiersdorf 92 Minuten warten. Baiersdorfs Fabian Schwab schraubte sich nach einem Eckball in die Luft, köpfte aufs Tor, doch Verteidiger Marcel Gebhardt stand goldrichtig und klärte reflexstark per Kopf auf der Line. "Das war knapp und wäre nach der zweiten Hälfte sogar verdient gewesen", sagte Schwab. Was in den 90 Minuten zuvor geschah, kommt dabei raus, wenn beide Mannschaften mit demselben defensiv ausgerichteten Plan in die Partie gehen. Im gesamten ersten Durchgang stand keine einzige Torchance auf dem Zettel.

Die Hausherren mussten aufgrund der tief stehenden Selbitzer das Spiel gestalten, was ihnen sichtlich schwer fiel. "Der Plan war, extrem tief zu stehen, den Gegner zu locken und ein, zwei Konterchancen zu bekommen und auszuspielen", verriet SpVgg-Trainer Florian Narr-Drechsel.

Sein eingewechselter Stürmer Albert Pohl schien in der 75. Minute alleine durchzubrechen, wurde aber im letzten Moment von Nicolas Schwab abgegrätscht. Weil er theatralisch fiel, kassierte der Stürmer eine gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Pohl leistete sich danach noch ein Foulspiel und flog mit Gelb-Rot vom Feld (88.). "Die klareren Chancen lagen bei uns, dabei hätte etwas rausspringen können, vor allem beim Kopfball vom Fabi Schwab. Unter dem Strich kann man in unserer Situation leider nicht mit dem 0:0 zufrieden sein, aber wenigstens waren wir defensiv gut gestanden", sagte BSV-Trainer Thomas Luckner.uwke

BSV: Fieber - Eismann (77. Kraus), Wegner, Lee, Grabert, Geier (89. Wondra), Joachim (62. Reinhardt), Hofmann, F. Schwab, Ramic, N. Schwab

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