Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Pleite trübt die Feierlaune nicht

Zum Abschluss der Vorrunde kassieren die Höchstadter Alligators vor eigenem Publikum noch eine Niederlage, doch trotz der mauen Vorstellung überwiegt der Stolz, das große Ziel Klassenerhalt verwirklicht zu haben.
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Pavel Weiß (links) und Georg Lang nahmen in dieser Szene einen Peißenberger in die Zange. Insgesamt wurde die Partie, die nur noch wenig Wettkampf-Charakter hatte, aber zahm geführt. Foto: Picturedreams
Pavel Weiß (links) und Georg Lang nahmen in dieser Szene einen Peißenberger in die Zange. Insgesamt wurde die Partie, die nur noch wenig Wettkampf-Charakter hatte, aber zahm geführt. Foto: Picturedreams
Am Ende überwiegen Erleichterung und Freude darüber, dass das Saisonziel Klassenerhalt schon vor Ablauf der Vorrunde in der Eishockey-Bayernliga gesichert wurde. Da sah der Spielertrainer der Höchstadter Alligators, Daniel Jun, am Sonntagabend großzügig darüber hinweg, dass sich sein Team im letzten regulären Heimspiel der Saison nicht von seiner besten Seite gezeigt hatte.Das Duell mit Peißenberg, in dem sich die Panzerechsen eigentlich für die 3:11-Klatsche aus dem Hinspiel revanchieren wollten, hatte insgesamt gesehen nämlich eher Freundschaftsspiel-Charakter, was ein Blick auf die Strafzeiten deutlich belegt, und ging dazu noch verloren.
Das war aber kein Grund, sich die Feierstimmung verderben zu lassen. "Wir sind unglaublich stolz, dass wir die Meisterrunde erreicht haben, obwohl wir einen kleinen Kader haben und dazu noch mit Verletzungspech zu kämpfen hatten", erklärte Jun nach der Partie.
Ihm sei ein großer Stein vom Herzen gefallen, denn sein Team habe hart für diesen Erfolg gearbeitet, tolle Leistungen gezeigt und sich letztendlich mit einer rundum überzeugenden Vorstellung in Buchloe selbst belohnt. Alles was jetzt noch kommt, sei Zugabe. "Wir wollen die kommenden Spiele genießen. Aber wir wissen, dass jeder schlagbar ist, und vielleicht schaffen wir noch eine Überraschung", sagte der Spielertrainer optimistisch, betonte aber auch, dass er dann eine Leistung wie gegen Peißenberg nicht dulde. Stattdessen wollen die Alligators ihr Publikum in der Meisterrunde mit attraktivem Eishockey begeistern und ihm für die tolle Unterstützung zu danken.
Die erste Gelegenheit dafür bietet sich vielleicht schon am kommenden Freitag, je nachdem, wie der Spielplan aussieht. Dieser wird aber erst im Laufe des Tages veröffentlicht. Fest steht, dass die Alligators in einer Gruppe mit Bayreuth, Moosburg, Dorfen und Memmingen um das Weiterkommen streiten werden. In der anderen Gruppe spielen Sonthofen, Pfaffenhofen, Buchloe, Peißenberg und Miesbach die Plätze 1 und 2 aus, die zur Teilnahme am Halbfinale berechtigen. Die Aussicht darauf, gegen Moosburg und Dorfen in dieser Saison doch noch einmal als Sieger vom Platz zu gehen, dürfte Motivation genug für den Höchstadter EC sein, dem Erreichten noch die Krone aufzusetzen. Wieder mitwirken können wird dann wohl Petr Gulda, der nach einer langwierigen Handverletzung wieder trainiert. Gelaufen ist die Saison allerdings für André Lenk, der einen Kreuzband-Anriss auskurieren muss.

Höchstadter EC - TSV Peißenberg 3:5 (1:1, 2:2, 0:2)

In einem munteren Spiel erwischte Peißenberg den besseren Start. Doch der HEC verteidigte geschickt und wenn was durchkam, war Goalie Feeser auf dem Posten. Doch nach fünf Minuten ergab sich eine Kontersituation, die Sikorski nach Vorarbeit von Jun und Hiendlmeyer mit einem halbhohen Schlenzer zum 1:0 nutzte. Die Führung hielt nicht lang, denn in Überzahl bediente der Ex-Alligator Buchwieser den mitgelaufenen Andrä, der den Ausgleich erzielte (6.). Die Kontrahenten begegneten sich fortan auf Augenhöhe. Doch es fehlten Vehemenz und Durchschlagskraft, was sich auch darin wider spiegelte, dass Höchstadt eine 5:3-Überzahl nicht zu nutzen wusste. Stattdessen mussten die Jun-Truppe im zweiten Drittel zwei Mal einem Rückstand hinterherlaufen. Der Ausgleich gelang jedes Mal und weil keines der Team besondere Anstalten machte, einen Gang höher zu schalten, rechneten viele im Stadion schon mit einem Remis. Doch die HEC-Defensive passte einmal nicht auf und Weckerle hatte völlig frei vor Feeser kein Problem das 3:4 zu erzielen (52.). Höchstadt spielte sich in der Folge einige Chancen heraus, doch statt eines vierten Alligators-Treffers fiel die Entscheidung, als Andrä Sekunden vor Schluss einen Konter zum 3:5-Endstand nutzte.

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC: Tor: Feeser; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Kaczmarek/Weiß, D. Goblirsch/Babinsky;
Angriff: Jun/Grau/Hiendlmeyer, Maier/Stribny/Eyrich, Michalek/S. Goblirsch/Tratz/Lang

TSV Peißenberg: Tor: Resch; Verteidigung: Saal, Barth, Dornbach, Eirenschmalz, Balzarek, Maier;
class="artFett">Angriff: Weindl, Pfleger, Mooslechner, Hörndl, Müller, Andrä, Buchwieser, Weckerle, Hinterstocker, Ebentheuer, Kopecky

SR: Gundel, C. Reitz, M. Reitz
Zuschauer: 450

Tore: 1:0 Sikorski (5.), 1:1 Andrä (6.), 1:2 Hinterstocker (24.), 2:2 Jun (32.), 2:3 Hinterstocker (37.), 3:3 Grau (38.), 3:4 Weckerle (52.), 3:5 Andrä (60.)
Strafzeiten: HEC 4 / TSV 8

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