Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Platz 3 ist dem Höchstadter EC schon sicher

Jetzt geht es darum, Gruppenerster oder -zweiter zu werden, um mit dem Vorteil des Heimrechts im Play-off-Viertelfinale den Wiederaufstieg zu realisieren.
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Die Alligators um Thilo Grau (links) wollen am Freitag den Gruppensieg klarmachen. Foto: Picturedreans/Archiv
Die Alligators um Thilo Grau (links) wollen am Freitag den Gruppensieg klarmachen. Foto: Picturedreans/Archiv
Der Traum von Oberliga-Eishockey ist beim TEV Miesbach ausgeträumt. Nach dem 2:6 gegen den Höchstadter EC hatten die Oberbayern in der Verzahnungsrunde zwischen Ober- und Bayernliga ohnehin nur noch theoretische Chancen auf die Play-offs und den Klassenerhalt. Der Glaube fehlte jedoch - anders ist das 0:4 in Geretsried, das den Abstieg besiegelte, wohl nicht zu erklären.

Bei den Höchstadt Alligators hingegen wächst der Glaube an die Rückkehr in Deutschlands dritthöchste Spielklasse von Woche zu Woche. Beflügelt von den eigenen Erfolgen und der Punkteteilung zwischen dem EV Lindau und dem TSV Peißenberg ist dem Team von Spielertrainer Daniel Jun Platz 3 und damit die Play-off-Teilnahme nicht mehr zu nehmen.

Ein Erfolg am kommenden Wochenende - entweder am Freitag gegen den EV Lindau (20 Uhr) oder am Sonntag im offenen Stadion von Geretsried - würde dem HEC den Gruppensieg und damit die bestmögliche Ausgangsposition für das Viertelfinale bescheren. Als Gruppenerster würden die Aischgründer dort einem Duell mit dem Noch-Oberligisten aus Memmingen und wahrscheinlich auch Waldkraiburg aus dem Weg gehen, da über Kreuz gespielt wird (siehe Infos am Ende des Artikels).


Zu Hause eine Macht

Blieben als mögliche Gegner noch Landsberg, Erding und Passau, gegen die die Alligators in der Hauptrunde zu Hause jeweils deutlich gewonnen haben. Und das darf mit Blick auf ein mögliches viertes Heimspiel in der Best-of-Seven-Serie durchaus als Vorteil gewertet werden. Ingesamt, so lässt sich aus den Auswärtsduellen mit den genanten drei Mannschaften ableiten, liegen die Gladiators aus Erding dem HEC am besten: Dort siegte er mit 3:1, während in Landsberg erst in der Verlängerung das Pendel zugunsten der Mittelfranken ausschlug, die in Passau sogar strauchelten (3:4).

"Mir persönlich wäre Erding am liebsten", sagt dementsprechend HEC-Eigengewächs Thilo Grau, der hofft, dass sein Team Platz 1 in Gruppe A schon am Freitag klarmacht. "Zu Hause sind wir richtig stark und können Lindau schlagen. In Geretsried haben wir uns schon immer schwer getan." Der Gruppensieg ist für Grau noch lange nicht in trockenen Tüchern, doch egal wie: Der Weg soll in die Oberliga führen. "Es wäre das richtige Abschiedsgeschenk für Daniel Jun, das sind wir ihm schuldig", betont der 26-jährige Stürmer, der erst nach dem Amtsantritt des Spielertrainers 2011 im Herrenbereich Fuß fasste, Juns Vertrauen bekam und sich zu einem Spieler entwickelte, der das Zeug für die Oberliga hat.

"Und genau da will ich wieder hin, auch wenn die Saison für mich nicht optimal gelaufen ist." Grau hatte - auch arbeitsbedingt - nicht so oft trainieren können, wie erhofft und dementsprechend weniger Eiszeit bekommen. "Aber ich fühle mich immer besser und glaube fest daran, dass ich im Saisonendspurt noch meinen Teil zum Erreichen unserer Zeile beitragen kann." Die Stimmung im Team sei blendend, es gebe keine Streitereien, alle zögen an einem Strang.



Play-off-Viertelfinale

Die Duelle werden über Kreuz gebildet. Dementsprechend ergeben sich folgende Konstellationen:
1. Gruppe A - 4. Gruppe B
1. Gruppe B - 4. Gruppe A
2. Gruppe A - 3. Gruppe B
2. Gruppe B - 3. Gruppe A

Termine sind Freitag, 23. und Sonntag, 25. Februar sowie Freitag, 2., Sonntag, 4., Freitag, 9., Sonntag, 11. und Dienstag, 13. März.
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