Wer hat Sie angespielt?


Hempel: Der Simon. Wir haben in Weilersbach drei, vier Jahre zusammen gespielt und in der Jugend zwei Meistertitel geholt. Heute sind wir beste Kumpels und er ist einer der stärksten Zehner, die in den Spielklassen bis zur Landesliga aktiv sind. Ein solches Spielverständnis habe ich noch nicht gesehen!

Wie schaut Ihr Laufweg aus?


Ein Umzug von Fürth nach Weilersbach hat verhindert, dass ich bei Greuther Fürth mit dem Fußball begonnen habe. So kam ich zu erfolgreichen Jahren bei der Gloria. Mein erstes Kreisliga-Spiel werde ich nie vergessen: Gegen Langensendelbach habe ich in der 93. Minute den 2:1-Siegtreffer erzielt, wurde von allen auf Händen getragen. Das wäre der sichere Klassenerhalt gewesen. Doch nur eine Minute später ist das 2:2 gefallen. Das war wie Himmel und Hölle!
Nach über drei ganzen Jahren Kreisliga suchte ich 2010 eine neue Herausforderung. Als sich die Möglichkeit bot, nach Trailsdorf zu wechseln, habe ich mich bei Freunden über das Umfeld dort erkundigt und zugesagt. Ich musste mich natürlich erst an das Tempo gewöhnen und der Trainerwechsel kurz vor Saisonstart hat meine Situation nicht gerade erleichtert. Aber am Ende bin ich auf 21 Einsätze gekommen und habe viel in der Bezirksoberliga gelernt. Da ich im Schichtdienst arbeite und die Technikerschule besuche, wollte ich nun ein Jahr Pause einlegen. Dem Angebot meines Nachbarn und Arbeitskollegen Georg Dörfler, mich in Bammersdorf fit zu halten, wollte ich jedoch nachkommen. Als ich dann die Neuzugänge gesehen und den Verein kennen gelernt habe, war ich sofort voll im Geschehen. Viele tun uns als zusammengekauften Haufen ab, aber ich muss sagen: So wohl wie hier habe ich mich selten gefühlt. Verein und Umfeld sind super und die Mannschaft ist ein geiler Haufen. Wir sind geil auf die Saison, auf den Titel und ganz ehrlich: Alles andere als der Aufstieg wäre eine Enttäuschung.

Wie haben Sie die Winterpause genutzt?


Ich habe Anfang Januar zwei Turniere in der Halle gespielt, am 5. Januar haben wir den kleinen Gloria-Cup gewonnen und zwei Tage später in Eggolsheim sind wir mit vielen Ausfällen Vierter geworden. Konditionell und kräftemäßig habe ich mich im Fitness-Studio fit gehalten und die ersten paar Laufeinheiten auf meiner Runde im Freien sind schon absolviert. Offiziell geht es bei uns zwar erst am 10. Februar los, aber wir sind alle so heiß, dass wir mannschaftsintern besprochen haben, schon am 2. Februar zu starten, während unser Trainer noch im Urlaub weilt.

An wen passen Sie weiter?


Ich spiele zu Ina Eichinger vom Baiersdorfer SV. Wir haben uns zu Weilersbacher Zeiten kennen gelernt und viele Partys miteinander gefeiert. Sie ist ein total super Mädchen, pflegeleicht und ja, man kann einfach viel Spaß haben mit ihr. Auf dem Platz ist sie stark am Ball, hat den nötigen Zug zum Tor, ist flink - sie wird dem Ruf einer Tormaschine gerecht.

Steilpass-Regeln


Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven. Die besten Pässe fließen in eine Wertung ein. Die Entfernung zwischen zwei Vereinen, die mit dem Steilpass überbrückt wird, ist dabei ein Kriterium. Wird zusätzlich ein Spieler einer anderen Nationalität angespielt, werden zehn Extra-Kilometer draufgeschlagen. Spielt ein Mann eine Frau an oder umgekehrt, verdoppeln sich die Kilometer, die dann in ein Punktesystem übertragen werden.