Höchstadt a. d. Aisch

Noch ist alles möglich für die Alligators

Der personell geschwächte Höchstadter EC zieht in Miesbach den Kürzeren, doch der insgesamt starke Auftritt lässt für das Rückspiel am Kieferndorfer Weg hoffen.
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Martin Vojcak (links) - hier im Vorrunden-Heimspiel gegen Miesbach - traf am Freitagabend doppelt für die Alligators, die sich trotz personellem Engpass sehr teuer beim TEV verkauften. Foto: Picturedreams/Archiv
Martin Vojcak (links) - hier im Vorrunden-Heimspiel gegen Miesbach - traf am Freitagabend doppelt für die Alligators, die sich trotz personellem Engpass sehr teuer beim TEV verkauften. Foto: Picturedreams/Archiv
Die Vorzeichen standen nicht gut für das erste Aufeinandertreffen mit dem TEV Miesbach im Kampf um Platz 3 in der Eishockey-Bayernliga. Kurzfristig hatten sich einige Alligators krank gemeldet, und so fuhr der Höchstadter EC mit gerade einmal elf Feldspielern nach Oberbayern. Die Gastgeber boten ihrerseits sechs Verteidiger und 14 Stürmer auf, waren personell also doppelt so stark aufgestellt wie die Aischgründer. Das sollte kein entscheidender Faktor sein, hatten sich die Panzerechsen vorgenommen. "Wir wollen unbedingt Platz 3, und da wird keiner geschont", gab sich HEC-Spielleiter Florian Salzner vor der Partie kämpferisch.

TEV Miesbach - Höchstadter EC 6:3

Die Gäste verkauften sich in den ersten Minuten sehr gut, auch wenn der TEV etwas mehr vom Spiel hatte.
Rohm prüfte HEC-Goalie Philipp Schierstein (3.), auf der anderen Seite scheiterte Tomas Urban nach einem Solo an Geratsdorfer (4.). Danach plätscherte die Partie etwas dahin. Miesbach hatte Übergewicht, ohne allerdings zwingend zu werden - bis zur 10. Minute. Da kam Fürbeck im Slot an den Puck, aber Schnierstein war erneut auf dem Posten. Fünf Minuten später war der Höchstadter Schlussmann aber machtlos: Fürbeck passte von hinter dem Tor zu Amann, der aus kurzer Distanz das 1:0 besorgte. Doch die Alligators hatten postwendend die richtige Antwort parat: Spielertrainer Daniel Jun passte von der linken Bande scharf in die Mitte, wo Martin Vojcak den Schläger an den Puck brachte und die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen lenkte (16.). Jetzt war der HEC am Drücker, und fast hätte André Lenk nach Vorarbeit von Thilo Grau die Führung erzielt, doch Geratsdorfer reagierte prächtig (19.).
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HEC kommt mit einem Doppelschlag zurück

Im zweiten Drittel lagen die Vorteile zunächst bei Miesbach. Der TEV gewann in der 25. Minuten einen Bully, Barz erzielte auf Pass von Cotnoir mit einem Distanzschuss das 2:1. Kurz darauf setzte Rohm nach einer schönen Kombination Reader in Szene, der auf 3:1 erhöhte. Doch Höchstadt war nicht geschockt, kämpfte sich wieder heran und schaffte mit einem Doppelpack den Ausgleich: Geratsdorfer ließ einen Vojcak-Schuss abprallen, und Urban staubte ab (32.). Dann hielt Ryan Cornforth nach Vorarbeit von Jun und Marc Kaczmarek drauf, und Vojcak fälschte die Scheibe zum 3:3 ab (33.). Allerdings leistete sich der HEC gleich darauf einen Fehler im Spielaufbau, was Amann ausnutzte und den TEV mit einem Schuss aus mittlerer Distanz erneut in Führung brachte (34.). Ärgerlich, aber noch war alles drin für die Alligators.
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Vom Pech verfolgt

Im Schlussdrittel gaben die Gäste noch einmal alles, zumal der TEV nervös wirkte und der HEC einige Chancen auf den Ausgleich hatte. Doch Richard Stütz, Jun und zweimal Vojcak waren vom Pech verfolgt, der Treffer zum verdienten 4:4 wollte einfach nicht fallen. Stattdessen machte das starke Duo Cotnoir/Barz den Sack zu, nachdem Schnierstein noch einen Penalty von Baumer entschärft hatte (57.): Erst tankte sich Cotnoir gekonnt durch und erhöhte auf 5:3 (58.). Und in der Schlussminute setzte der Kanadier seinen Sturmpartner Barz in Szene, der das 6:3 erzielte.

Die Statistik zum Spiel

TEV Miesbach -Höchstadter EC 6:3 (1:1, 3:2, 2:0)

TEV Miesbach: Tor:
Geratsdorfer; class="artFett">Verteidigung: Kirschbauer, Empl, Müller, Mechel, Förg, Gambs, Schlosser; Angriff: Cotnoir, Deml, Feuerreiter, Reader, Amann, Hörmann, Barz, Baumer, Rohm, Seiderer, Stiebinger, Fürbeck, Albanese

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein; Verteidigung: Stütz/Goblirsch, Cornforth/Kaczmarek;
Angriff: Urban/Jun/Vojcak, Dzemla/Gulda/Lenk, Grau

SR: Alexander Klauser, Daniel Borsutzky, Stefan Futterknecht
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Amann (15.), 1:1 Vojcak (16.), 2:1 Barz (25.), 3:1 Reader (26.), 3:2 Urban (32.), 3:3 Vojcak (33.), 4:3 Amann (34.), 5:3 Cotnoir (58.), 6:3 Barz (60.)
Strafzeiten: 6 / 10

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