Herzogenaurach
Basketball

Nach fulminanten Sieg überholen die Shorthorns den Zweitplatzierten

Die TS Herzogenaurach deklassiert den SC Kemmern II in der Bayernliga Nord.
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Die Herzogenauracherinnen um Jana-Sophie Distler (Mitte) waren von den Kemmernerinnen nicht zu stoppen. Foto: Picturedreams, Archiv
Die Herzogenauracherinnen um Jana-Sophie Distler (Mitte) waren von den Kemmernerinnen nicht zu stoppen. Foto: Picturedreams, Archiv

Nachdem die Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach den Tabellenzweiten aus Kemmern eindrucksvoll mit 84:38 aus der Halle geschossen haben und nun selbst den zweiten Tabellenrang einnehmen, steht am kommenden Wochenende das Spitzenspiel der Bayernliga an. Denn dann werden die Shorthorns auf den Spitzenreiter aus Schwabach treffen. Die Kemmernerinnen sind mit der Niederlage nun endgültig aus dem Aufstiegskampf ausgeschieden. Vielmehr müssen sie darauf achten, dass sie ihren derzeitigen dritten Tabellenplatz verteidigen, denn mit Post SV Nürnberg und Don Bosco Bamberg liegen ihnen zwei hartnäckige Verfolger im Nacken.

Bayernliga Nord

SC Kemmern II - TS Herzogenaurach 38:84

Die Shorthorns legten einen derart dominanten Auftritt hin, dass es nur einen Sieger geben konnte. Schon im Hinspiel schenkten sie den Gastgeberinnen aus Oberfranken eine 30-Punkte-Klatsche ein. Diesmal sollte es gar noch schlimmer werden. Denn ausnahmslos alle Herzogenauracher Spielerinnen erwischten einen Sahnetag. Insbesondere die kurzfristig reaktivierte Ricarda Schilling zeigte, dass sie trotz einer 15-monatigen Pause noch immer nichts verlernt hat, und markierte Punkt um Punkt. Gegen ihr Zusammenspiel mit Raluca Chioran, die die überragende Spielerin war, fanden die Kemmernerinnen nie eine Antwort und so führten die Herzogenauracherinnen schon nach fünf Minuten mit 15:2. Doch bis zur Viertelpause kämpften sich die Gastgeberinnen einigermaßen ins Spiel und verkürzten auf 22:12.

Im zweiten Viertel wechselten die Kemmernerinnen auf eine Zonenverteidigung, welche kurzfristig dazu führte, dass der offensive Rhythmus der Shorthorns etwas ins Stocken geriet. Doch die Gastgeberinnen nutzten die Schwäche der TSH nicht. Die Abwehr vereitelte die Angriffsversuche der SC-Damen meist ohne größere Probleme. Zum Ende des Viertels hin stellten sich die Shorthorns auf die Zonenverteidigung ein und netzten drei Dreipunktwürfe in Folge, was dazu führte, dass sie mit 39:21 zur Halbzeit in Front lagen. Im dritten Viertel ließ die Herzogenauracher Defensive nur elf gegnerische Punkte zu, während die TSH vorne selbst 20 erzielte. Besonders erfreulich war, dass die Nachwuchsspielerinnen Lisa Sommerfeld und Zoe Ziogas großen Anteil am Erfolg der Shorthorns hatten, denn mit ihrer exzellenten Defensivarbeit erarbeiteten sie sich etliche Ballgewinne. Ergebnis war, dass die Shorthorns vor dem Schlussabschnitt mit 59:32 in Führung lagen.

Das letzte Viertel verkam zu einem verlängerten Auslaufen. Den Kemmernerinnen war der Frust anzusehen. Die TSH zeigte nur wenig Erbarmen und spielte einfach weiter attraktiven und schnellen Basketball. "Wir haben heute ein starkes Spiel abgeliefert, wahrscheinlich unser bestes Saisonspiel", sagte Herzogenaurachs Trainer Markus Schönmüller. "Hätte uns vor der Partie jemand gesagt, dass wir das Spiel nur halb so stark dominieren, hätten wir sofort eingeschlagen. Der Sieg gibt uns natürlich mächtig Rückenwind für das kommende Spitzenspiel gegen Schwabach."

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