Triathlon

Medwork-Triathlon: Drei Sportarten sind spannender als eine

Erneut sichert sich Felix Hentschel aus Bamberg den Sieg beim Medwork-Triathlon in Höchstadt. Hanna Krauß, ebenfalls aus Bamberg, ist die schnellste Frau.
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Beim Höchstadter Medwork-Triathlon starten neben Profis auch Amateursportler. Am Ende gewinnt der Vorjahressieger. Fotos: Picturedreams
Beim Höchstadter Medwork-Triathlon starten neben Profis auch Amateursportler. Am Ende gewinnt der Vorjahressieger. Fotos: Picturedreams
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Wasser spritzt, während sich die Triathleten aus dem Becken im Höchstadter Freibad stemmen, um danach barfuß über die Zeitmessungslinie zu laufen. Ihre Schuhe ziehen sie in der Wechselzone an, während die Zeit weiterläuft. Die Profi-Sportler haben die Schuhe am Fahrrad und müssen nur noch hineinschlüpfen. Beim Medwork-Triathlon in Höchstadt mischen sich unter die Männer und Frauen aus allen Altersgruppen eben auch Profi-Athleten.

Für Pascal Heinlein aus Neunkirchen am Brand ist es der erste Triathlon über die Jedermann-Distanz (0,4 Kilometer Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen). Der 22-Jährige spielte früher bei seinem Heimatverein Fußball, interessiert sich aber seit einiger Zeit mehr für die Ausdauersportart. Dabei unterstützt ihn auch sein Vater Jürgen, der sich selbst als "leidenschaftlicher Radfahrer" bezeichnet. Er ist nach Höchstadt gekommen, um sowohl seinen Sohn als auch seine Nachbarn anzufeuern. "Ich selbst wäre auch gestartet, aber ich habe Probleme mit dem Fuß", sagt Jürgen Heinlein. Was ihn am Triathlon fasziniert, ist die Abwechslung zwischen den verschiedenen Disziplinen.

Ein halbes Jahr habe Sohn Pascal dreimal die Woche trainiert, um sich auf den Triathlon in Höchstadt vorzubereiten. Am Ende finisht er in 1:16:48 Stunden und landet auf dem 89. Platz.

Gute Laune im Orga-Team

Franziska Brey und Larissa Moritzer sitzen neben dem Becken und kontrollieren die Startnummern der Teilnehmer, damit die Sportler wissen, in welcher Welle sie starten. Brey ist selbst Triathletin und in Höchstadt im Organisations-Team: "Ich weiß, dass ein Triathlon nicht möglich ist, wenn es nicht genügend Helfer gibt", sagt sie. Deswegen hatte Brey Larissa Moritzer gefragt, ob sie nicht spontan mithelfen könnte, weil zu wenige Helfer eingeplant waren. Für Moritzer war das kein Problem.

Seit dem frühen Sonntagmorgen sind die beiden vor Ort und stecken mit ihrer guten Laune auch die Triathleten an. "Ich habe hier selbst meinen ersten Triathlon gehabt", sagt Brey. Was fasziniert sie so an diesem Sport? "Eine Sportart ist nicht so spannend wie drei", sagt sie mit einem breiten Lächeln. "Und an Höchstadt gefällt mir, dass hier jeder starten kann, vom Profi bis zum Amateur." Ihr Favorit über die Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) ist Felix Hentschel, Vorjahressieger und Profi-Triathlet aus Bamberg.

Neueinsteiger und alte Hasen

Neben der Strecke wird Hentschel unterstützt von Philipp Lange und Erik Lange. Die beiden 29- und 33-Jährigen, die nicht verwandt oder verschwägert sind, haben selbst vor einiger Zeit damit begonnen, für Triathlon-Wettbewerbe zu trainieren. "Bei mir hat das mit 30 Jahren angefangen, zuvor habe ich keinen Sport gemacht", sagt Erik. "Ich bin dieses Jahr bei meinem ersten Wettkampf gestartet", sagt Philipp: "Die Stimmung war geil."

Neben Hentschel, der die Kurzdistanz mit einer Gesamtzeit von 1:53:46 Stunden vier Minuten vor dem Zweitplatzierten Michael Kalb (1:57:43) gewinnt, feuern die Langes auch Matthias Türk (3., 2:04:00), Hanna Krauß (schnellste Frau, 2:14:42) und Sebastian Laber (104., 2:59:57) an. "Felix, Hanna und Matze kämpfen jeweils um den Sieg", mutmaßen Erik und Philipp Lange während des Triathlons. "Bei Basti, der untrainiert gestartet ist, geht es nur ums Ankommen." Sie sollten recht behalten. Die Ergebnisse des Medwork-Triathlons auf einem Blick



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