In einem der am stärksten besetzten 1500-Meter-Rennen der letzten Jahre bei den Männern machte das Höchstadter Quartet von Anfang an Tempo. Trainer Markus Mönius wollte kurz vor den Deutschen Meisterschaften kein taktisches Rennen sehen.
Martin Grau, der in den letzten Trainingseinheiten einen extrem starken Eindruck hinterließ, spannte sich vor das 17er-Feld. Mit flotten 58 Sekunden auf den ersten 400 Metern und 2:30 Minuten bei 1000 Metern zog sich das Feld schnell auseinander. Auf der letzten Runde übernahm Favorit Philipp Pflieger von der LG Regensburg die Führung. Der 15. der Europameisterschaften über 5000 Meter zog einen Endspurt an, dem zuerst nur Michael Wilms (LG Stadtwerke München) und Martin Grau folgen konnten.
300 Meter vor dem Ziel kam dann der Angriff von Marco Kürzdörfer. Er überholte seinen Teamkollegen, der aber kurz danach konterte und in 3:49,12 Minuten Platz 3 sicherte. Er ist damit der erste Höchstadter überhaupt, der eine Zeit unter 3:50 Minuten lief. Auf den letzten Metern musste 800-Meter-Spezialist Kürzdörfer noch zwei weitere Athleten an sich vorbeiziehen lassen. In 3:52,17 Minuten belegte er Platz 6.

Neue Bestleistung trotz suboptimaler Trainingsbedingungen


Nach knapp einem Jahr ohne Bahnrennen absolvierte Bastian Grau seinen ersten Wettkampf. Trotz langer Verletzungspause und nicht optimalen Trainingsbedingungen an seinem Studienort Bayreuth zeigte er sein großes Potenzial. In 3:52,78 Minuten lief er sensationell auf Platz 7 und verbesserte seine Bestleistung um fünf Sekunden. Tobias Budde wurde erneut Opfer seiner Nerven, in aussichtsreicher Position stieg er nach knapp 1000 Metern aus, konnte sich seine Entscheidung nach dem Rennen aber nicht mehr erklären. Sein Bruder Jan lag im U20-Rennen nach langsamem Beginn in Führung. Im Endspurt fiel er aber ab und belegte in 4:14,82 Minuten Platz 7.