Lonnerstadt
Frauenfußball

Lonnerstadt kann es doch noch

Im Landkreisduell platzt bei den Kickerinnen vom Sonnenhügel der Knoten. Mit dem ersten Sieg sorgen sie dafür, dass Brand den Anschluss nach oben verliert.
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TSV Lonnerstadt - TSV Brand: Im Derby platzte der Knoten: Die Heimelf um Julia Schwarm (rechts), die hier Nicole März enteilte, feierte nach sieben Pleiten den ersehnten ersten Saisonsieg, bleibt aber Schlusslicht der Bezirksoberliga. Foto: herzopress
TSV Lonnerstadt - TSV Brand: Im Derby platzte der Knoten: Die Heimelf um Julia Schwarm (rechts), die hier Nicole März enteilte, feierte nach sieben Pleiten den ersehnten ersten Saisonsieg, bleibt aber Schlusslicht der Bezirksoberliga. Foto: herzopress

Siebenmal in Folge schauten die in den vergangenen Jahren so erfolgsverwöhnten Fußballerinnen des TSV Lonnerstadt in die Röhre. Erst im achten Anlauf klappte es mit dem ersten Saisonsieg - ausgerechnet im Duell mit dem Bezirksoberliga-Dino aus Brand, der die Tabellenspitze nach dem 0:1 am Sonnenhügel etwas aus den Augen verloren hat. In der Kreisliga 1 ER/PEG mischen Weisendorf und Oberreichenbach weiter ganz vorn mit, während Tanja Fritsch in der Kreisklasse Bamberg Süd ihre Torekonto mit acht Treffern auf 39 füllte.

Bezirksoberliga Mittelfranken: TSV Lonnerstadt - TSV Brand 1:0

Mit vielen langen Bällen und Fouls auf beiden Seiten begann das Spiel zwischen dem bis dato punktlosen Tabellenletzten und dem TSV Brand. Die erste Chance der Gäste kam durch eine Standardsituation zustande. Der von Carolin Horlamus hoch auf den langen Pfosten gespielte Ball segelt allerdings knapp an den Köpfen der hereingelaufenen Branderinnen vorbei. In der 15. Minute ging der TSV Lonnerstadt etwas glücklich in Führung, als Horlamus bei einem Klärungsversuch der gegnerischen Stürmerin Julia Müller ins Gesicht schoss und diese daraufhin an der Brander Keeperin Tatjana Auterhoff vorbeischob. Im Lauf der ersten Hälfte wurde Brand nur durch Freistöße gefährlich, welche aber meist kein Problem für die Lonnerstädter Keeperin darstellten. In der 29. Minute erspielte sich die Heimmannschaft eine gute Möglichkeit zum 2:0, als nach Unsicherheiten in der Brander Hintermannschaft Auterhoff klären musste.

Die zweite Hälfte begann mit etwas mehr Druck durch die Branderinnen, denen der letzte Pass meist nicht gelang. Brand stellte auf ein offensiveres System um, um den erhofften Ausgleich zu erzielen, es kam jedoch kein Spielfluss auf. Mit der schlechtesten Saisonleistung musste sich der TSV verdient gegen einen kämpferischen Tabellenletzten geschlagen geben.

Bezirksoberliga Mittelfranken: 1. FC Nürnberg III - SpVgg Erlangen 2:5

Nach dem 4:3-Erfolg beim TSV Buche, mit dem die "Spieli" an Allerheiligen ins Halbfinale des Bezirkspokals einzog, legte sie in der Liga einen letztendlich souveränen Sieg beim Neuling vom Club nach. Allerdings dauerte es kanpp eine Stunde, bis die Elf von Trainer Kevin Schmidt ihrer Favoritenrolle tatsächlich gerecht wurde. Nach der Führung durch Laura Beifuß (15.) verlor Erlangen den Faden und geriet durch einen Doppelschlag von Christian Wagner (20.) und Annika Denglmann (21.) ins Hintertreffen. Stephanie Reinhardt sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich (36.) und eine gute Ausgangslage für den zweiten Abschnitt. Dort wurde die Erlanger Überlegenheit vollends sichtbar und schlug sich in zwei Toren von Stephanie Weiß (68., 77.) nieder. Den fünften Gästetreffer steuerte Daniela Dahlke bei (90.).

Bezirksliga Mittelfranken 1: SC Adelsdorf - FC Ezelsdorf II 1:1

In der ersten Halbzeit spielte sich die Heimmannschaft bis zum gegnerischen Tor, doch die Abschlüsse waren nicht zwingend genug. Im Mittelfeld gab es zahlreiche Ballverluste auf beiden Seiten, Fehlpässe und viel zu hektische Bälle in die Spitze. Die Adelsdorferinnen machten zu wenig aus dem Platz, der ihnen im Mittelfeld geboten wurde. In der zweiten Halbzeit ließ die Heimmannschaft den Ball besser laufen und wurde mutiger. Als Jenny Hallmann auf der rechten Außenbahn nicht richtig angegriffen wurde, zog sie etwas zur Mitte und zimmerte den Ball aus der Ferne unter die Latte zum 0:1 (84.). Zuvor hatte es Adelsdorf verpasst, den Führungstreffer zu markieren. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit markierte Anna-Lena Mönius nach einem Freistoß aus 20 Metern den Ausgleich.

Bezirksliga Mittelfranken 1: TSV Falkenheim-Nürnberg - TSV Frauenaurach 3:2

Mit dem ersten Angriff gelang Nilüfer Kaya das 0:1 (2.). "Das war ein perfekter Start", sagte Co-Trainerin Kerstin Berg. Es war eine temporeiche Partie mit sehenswerten Spielzügen auf beiden Seiten. Vor der Pause bekam Falkenheim einen Handelfmeter zugesprochen. Den Schuss von Nina Roß parierte Torfrau Johanna Hertwich, den Nachschuss versenkte Roß zum 1:1. Direkt nach der Pause drehte die Heimelf durch den Treffer von Vanessa Aquino aus kurzer Distanz nach einer Ecke das Spiel. "Danach haben wir Chancen über Chancen gehabt, aber leider nicht getroffen", sagte Berg. Einen abgelenkten Freistoß nutzte Helene Michelson zur Vorlage, um auf 3:1 zu erhöhen (79.). "Aber wir haben uns nicht hängen lassen, unser Trainer Michael Schmitt hat die Mädels gepusht." Alina Mahr kam an den Ball und traf aus der Drehung zum 3:2 (87.). "Für die Zuschauer war das ein klasse Spiel. Das hat Spaß gemacht. Leider mit dem schlechteren Ergebnis für uns", sagte Berg.

Kreisliga 1 ER/PEG: ASV Weisendorf - FC Schnaittach II 5:0

Der ASV machte von Anfang an Druck und kam gefährlich vor das gegnerische Tor. Zweimal machte der Pfosten der Heimelf einen Strich durch die Rechnung, ehe Michelle Schein den Ball an der Torhüterin vorbei zum 1:0 einschob (35.). Lea Maschke setzte sich über außen durch und spielte den Ball zu Laura Mönch, die zum 2:0 einnetzte (39.). Diese Szene wiederholte sich beim 3:0 in der 61. Minute, wieder legte Maschke auf Mönch auf. Verena Stürmer lief kurz darauf an der Abwehr vorbei und schob den Ball gelassen ins Tor (64.). Nadine Ebersberger schlenzte den Ball nach Vorlage der Torhüterin zum 5:0 ein (74.). Von Schnaittach kam insgesamt zu wenig.

Kreisliga 1 ER/PEG: SC Oberreichenbach - FC Pegnitz II 4:0

"Es war ein gutes Kreisliga-Spiel von beiden Mannschaften", sagte SCO- Trainer Rainer Kufer. "Wir haben die Chancen aber besser genutzt als der Gegner." Nach einer Ecke stand Sandra Riedel am zweiten Pfosten goldrichtig und musste nur noch den Fuß hinhalten (14.). In der 26. Minute zeigte Nadja Noghreh eine typische Einzelaktion, die sie sauber zum 2:0 abschloss. "Die erste Halbzeit hat uns gehört, wir hätten auch höher führen können", sagte Kufer. "In der zweiten Halbzeit kam Pegnitz gestärkt aus der Kabine, aber war nur optisch überlegen. Unsere Torfrau musste nur einen einzigen Schuss halten." Vor dem 3:0 hatte Pegnitz Glück, dass eine Verteidigerin nicht vom Platz gestellt wurde. "Nadja ist allein auf den Torwart zu, die Verteidigerin hat ihr von hinten die Beine weggezogen. Das war eine klare Notbremse." Es gab zwar keine Karte, aber Elfmeter, den Noghreh sicher verwandelte (77.). Eine Minute später machte Annalena Todt mit dem 4:0 alles klar. "Pegnitz hat zwar schön mitgespielt, war aber nicht effektiv genug", analysierte Kufer.

Kreisliga 1 ER/PEG: FC Herzogenaurach - DJK Eggolsheim 1:4

"Wir haben die Zweikämpfe alle angenommen und waren schneller als der Gegner", sagte Eggolsheims Trainer Peter Wala, dessen Team den ersten Saisonsieg einfuhr. Nachdem Larissa Grimm die Führung für die Gäste erzielt hatte (10.), köpfte Anne Betz zwei Minuten später einen Freistoß-Abpraller, der an die Latte ging, zum 2:0 ein. Luisa Frank spielte sich durch die Abwehr durch und legte für Grimm auf, die allein auf das Tor zulief und das 3:0 erzielte (35.). Nach 60 Minuten schoss Grimm mit ihrem dritten Treffer das vorentscheidende 4:0. "Das 4:1 ist nur gefallen, weil wir nachlässiger geworden sind. 75 Minuten lang hatten wir das Spiel im Griff und standen eng beim Gegner", sagte Wala. Erika Koffler köpfte nach einer Ecke den Ehrentreffer für Herzogenaurach ein (75.). "Der FCH ist nicht mehr gefährlicher geworden. Spielerisch, läuferisch und kämpferisch war das eine sehr gute Leistung von uns."

Kreisklasse 1 ER/PEG: FC Großdechsendorf - SV Poxdorf 3:1

Der SV Poxdorf bleibt weiter sieglos. Das Team, das bisher alle Spiele mit der sogenannten "Flex-Methode" angegangen war, glich den zwischenzeitlichen Rückstand durch Meike Zimmermann (45.) zwar nach der Pause aus (50.), geriet nach einem verwandelten Elfmeter durch Laura Leipold aber erneut in Rückstand (56.). Sophie Nlebedim erzielte das 3:1 und ließ damit die Hoffnungen der Gäste platzen (85.).

Kreisklasse 1 ER/PEG: SpVgg Effeltrich II - SC Gremsdorf 1:4

Die Gremsdorfer "Bixn" gingen durch einen Schuss von Verena Oeser in Führung (19.). Doch Sarah Löwe glich durch einen verwandelten Foulelfmeter aus (30.). Vier Minuten später stellte Vanessa Herberger den alten Abstand wieder her, und Luisa Staudigel erhöhte sogar auf 3:1 (42.). Nach der Pause machte Oeser mit dem 4:1 den Deckel drauf.

Kreisklasse 1 ER/PEG: SpVgg Reuth - SpVgg Heßdorf 4:1

Seit dem überraschend deutlichen Sieg gegen Gremsdorf ist die Spannung beim Spitzenreiter etwas abgefallen. Den einen oder anderen Flüchtigkeitsfehler ausgeklammert, zeigte Reuth auch gegen die erfahrenen Heßdorferinnen ordentlichen Fußball und spielte die körperlichen Vorteile aus. Annika Popp und Veronika Endres, die sich gleich zweimal durch die Gästeabwehr tanzte, sorgten für ein beruhigendes 3:0 zur Pause. Michaela Wahl verkürzte mit einem indirekten Freistoß, der flach einschlug, ehe Popp den Schlusspunkt zum 4:1 setzte.

Kreisklasse 1 ER/PEG: ATSV Erlangen - FC Dormitz 6:0

Die Gastgeberinnen hatten wenig Mühe mit dem FC. Selina Nägel ebnete mit ihrem Treffer zum 1:0 den Weg zum Sieg (16.). Sophia Voll erzielte nach einer halben Stunde das 2:0. Nach der Pause legten die Erlangerinnen noch vier Treffer nach, Natascha Ebersberger (57.) und Claudia Stich (60.) reihten sich neben Voll (65.) und Nägel (90.) in die Torschützenliste ein.

Kreisklasse Bamberg Süd: DJK Schnaid/Rothensand - DJK-SV Geisfeld 10:0

In der Anfangsphase kam Schnaid nicht direkt ins Spiel, doch Anna-Lena Schuberth ebnete mit dem 1:0 in der 18. Minute den Weg zum Sieg. Tanja Fritsch mit ihren Saisontoren 32 bis 39 (22., 25., 30., 42., 45.+4, 50., 67., 81.) und Schuberth (57.) machten das Ergebnis zweistellig.



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