Herzogenaurach

Longhorns mit Befreiungsschlag im Tabellenkeller

Die Basketballer der TS Herzogenaurach stehen vor wichtigen Spielen im Kampf um den Klassenerhalt. Das erste davon haben sie in Bad Aibling eindrucksvoll für sich entschieden und sich etwas Luft verschafft.
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Die Herzogenauracher Longhorns um Mike Kaiser (in Weiß) zeigten eine deutlich bessere Leistung als gegen Jena. Foto: Archiv/Picturedreams
Die Herzogenauracher Longhorns um Mike Kaiser (in Weiß) zeigten eine deutlich bessere Leistung als gegen Jena. Foto: Archiv/Picturedreams

Die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach haben in Bad Aibling einen sehr wichtigen Sieg für den Klassenerhalt eingefahren. Die Longhorns setzten sich souverän mit 90:67 durch und haben nun zwei Siege Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Mit 8:11 Siegen nehmen die Herzogenauracher den zehnten Tabellenplatz ein, während die Bad Aiblinger akut abstiegsbedroht sind (6:13) und auf dem vorletzten Rang stehen. 

1. Regionalliga, Männer

TuS Bad Aibling - TS Herzogenaurach 67:90

Nachdem die Aurachstädter in der Vorwoche gegen Jena einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten, waren sie diesmal vom Start weg hochkonzentriert und machten sofort klar, dass sie diese Partie unbedingt gewinnen wollten. Mit aggressiver Verteidigung zwangen sie die Bad Aiblinger immer wieder zu schwierigen Würfen oder Ballverlusten, welche die TSH dann flugs in Fast-Break-Punkte umwandelte. Dabei stachen Larry Hall und Mike Kaiser hervor, die ihre Geschwindigkeit ausnutzen, um gegen die überforderte Defensive der Gastgeber zu punkten. 18:9 stand es nach dem ersten Viertel. Vedran Nakic traf für die Herzogenauracher zu Beginn des zweiten Abschnitts zwei seiner insgesamt sechs Dreier in Folge und sorgte für die erste zweistellige Führung. (23:12).

Die Longhorns blieben weiter die spielbestimmende Mannschaft und hatten in der Defensive die Bad Aiblinger gut im Griff. Patrick Horstmann, Matthias Schlindwein und Lukas Niedlich machten die Herzogenauracher Zone zum Sperrgebiet und zwangen die Bad Aiblinger zu Würfen aus der Distanz. Die fielen nur selten, und so führten die Longhorns zur Halbzeit mit 39:22. Auch nach der Pause war das Momentum auf Seiten der TSH und Tobias Übbing und Chris Kwilu spielten sich in der TSH-Offensive in den Vordergrund. Zwar hielten die Bad Aiblinger jetzt etwas besser mit, da ihr Topscorer Simon Bradaric gelegentlich Wege fand, um für Zählbares zu sorgen, aber auch er konnte nicht verhindern, dass sich die Longhorns weiter absetzten. Mit zwei Dreiern in der letzten Spielminute des dritten Viertels erhöhte Nakic auf 63:40.

Die Herzogenauracher ließen es defensiv jetzt etwas lockerer angehen, wodurch ein unterhaltsamer Schlagabtausch entstand, bei dem die Bad Aiblinger aber zu keinem Zeitpunkt den Rückstand signifikant verkürzten. Der sehr starke Larry Hall, der mit 18 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists knapp an einem seltenen Triple-double (in drei statistischen Kategorien ein zweistelliger Wert) vorbei schrammte, fand immer wieder die richtigen Lösungen und brachte den Sieg nach Hause.

"Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft. Uns war klar, dass das Spiel von höchster Bedeutung für den Klassenerhalt war, und jetzt ist ein erster Schritt getan. Wir waren heute voll fokussiert und entschlossen, das haben alle Anwesenden sofort gemerkt. Jetzt stehen in den kommenden zwei Wochen noch die Spiele gegen den Tabellenletzten aus München und den Drittletzten aus Rosenheim an. Gelingt es uns, auch diese Spiele erfolgreich zu gestalten, sollte das vor der Saison für unmöglich gehaltene Ziel Klassenerhalt doch realisierbar sein", sagte Longhorns-Trainer Nikola Jocic nach dem Spiel.

Herzogenaurach: Hall (18), Nakic (18), Horstmann (14), Kwilu (11), Schlindwein (6), Übbing (6), Niederlich (5), Kaiser (12)

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