Herzogenaurach
Basketball

Longhorns haben das Siegen doch nicht verlernt

Erleichterung im Lager der TS Herzogenaurach: Endlich zahlen sich die harten Trainingsstunden aus, der Kontakt zum Tabellenmittelfeld ist wieder da.
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Patrick Horstmann steuerte 19 Punkte zum ersehnten zweiten Saisonsieg der Longhorns bei. Foto: Picturedreams
Patrick Horstmann steuerte 19 Punkte zum ersehnten zweiten Saisonsieg der Longhorns bei. Foto: Picturedreams
Was für ein Spiel, was für eine Emotion, was für eine Mannschaft. Solch oder ähnlliche Gedanken dürften den 250 Zuschauern durch den Kopf gegangen sein, nachdem die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach den ersehnten zweiten Saisonsieg eingefahren hatten. In einem hoch intensivem und extrem schnellen Spiel behielten die Longhorns bis zum Schluss die Nerven, stoppten die Aufholjagd der Münchner gerade noch und stellten den Anschluss ans Tabellenmittelfeld her.


TS Herzogenaurach - OSB Hellenen München 83:79

Die TSH begann wie von der Tarantel gestochen, feuerte aus allen Rohren und traf fast nach Belieben. Egal ob Mike Kaiser, Stefan Dinkel oder Patrick Horstmann - alle fanden das Ziel. Auf der Gegenseite sah es ganz anders aus. Aufgrund der guten Verteidigung der Longhorns kamen die Gäste kaum zu guten und freien Würfen und gerieten in den ersten fünf Minuten mit 4:11 ins Hintertreffen. Nach einer Auszeit stellten die Hellenen ihre Verteidigung um und fanden auch offensiv ihren Rhythmus und verkürzen - angeführt von Topscorer Omari Knox - auf 20:25. Im zweiten Viertel erwischten abermals die Herzogenauracher den besseren Start. Daniel Krause und Vedran Nakic übernahmen Verantwortung, verwandelten einige Würfe aus der Distanz. Hinten hielten die jungen Wilden die Münchner unter Kontrolle: Während Jan Eismann viel Druck auf die Aufbauspieler ausübte, sicherte sich Anthony Bauer einige Rebounds und verhinderte immer wieder Würfe der nun wild attackierenden Landeshauptstädter. So setzten sich die Aurachstädter bis zur Pause auf 48:37 ab.


Kaum Unterstützung von außen

Anders als in den vergangenen Wochen hielten die Longhorns die Konzentration auch in der zweiten Halbzeit hochZuletzt starteten die Longhorns häufig schwach ins dritte Vierte, kamen mit viel Biss und Kampfgeist aus der Kabine. Aber auch die Gäste hatten die richtigen taktischen Maßnahmen ergriffen. Nun taten sich die Centerspieler der hervo:. In Sachen Größe und Masse überlegen, dominierten Jermaine Lippert und Ben Kitatu die Zone. Während Lippert sich einfach immer wieder in atemberaubende Höhen katapultierte und dann problemlos über seine Gegenspieler hinweg abschloss, wuchtete sich Kitate mit seinem bulligen Körper durch die Verteidigungslinien. Allerdings bekamen sie nur wenig Unterstützung von außen, weshalb die Punktausbeute überschaubar blieb, und Herzogenaurach vor dem Schlussabschnitt noch mit 60:49 führte.
Gleich zu Beginn des vierten Viertels trafen die Hausherren zwei Dreier, Ben Gahlert und Patrick Horstmann punkteten direkt am Brett. So setzte sich die TSH auf 68:52 ab - die Fans feierten. Doch plötzlich riss der Faden, die Hellenen holten Punkt um Punkt auf. Omari Knox übernahm das Kommando und war kaum zu kontrollieren. Bei noch 90 verbleibenden Sekunden waren die Gäste auf 75:71 dran, doch die TSH hatte den Ball und behielt die Nerven. Im Angriff wurde Daniel Krause gefunden, der aus der Ecke abzog und den Dreier zum vorentscheidenden 78:71 verwandelte. In der Folge versuchten die Münchner noch einmal, durch Fouls und Freiwürfe heranzukommen, aber die Longhorns ließen nichts mehr anbrennen.


Auf dem richtigen Weg

"Ich bin stolz auf meine Jungs. Sie haben mit viel Leidenschaft und Emotion gespielt, um jeden Ball gekämpft und sich somit den Sieg verdient. Wir haben nun endlich den Lohn für die vergangenen guten Trainingswochen eingestrichen. Seit der Systemumstellung läuft es immer besser und wir wissen nun, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte Longhorns-Trainer Benedikt Aumeier.

TSH: Horstmann (19), Nakic (12), Krause (14), Kaiser (18), Dinkel (8), Eismann, Bauer (6), Übbing, Gahlert (6).
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