Herzogenaurach
Basketball

Longhorns: Eine verrückte Aufholjagd

Die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach drehen ein verrücktes Spiel gegen TTL Bamberg und gewinnen in der Verlängerung mit 71:68.
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War auch an der starken Aufholjagd der Longhorns beteiligt: Daniel Dorberth (Mitte) Foto: Picturedreams
War auch an der starken Aufholjagd der Longhorns beteiligt: Daniel Dorberth (Mitte) Foto: Picturedreams

Was war denn da in der Sporthalle des Gymnasiums in Herzogenaurach los? Nachdem die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach 30 Minuten ein recht schwaches Spiel abgeliefert hatten, änderte sich innerhalb einer Viertelpause von zwei Minuten das gesamte Spiel. Die Longhorns drehten das Spiel.

TS Herzogenaurach - TTL Bamberg 71:68

"Es war für uns heute ein schwieriges und schließlich sehr freudiges Spiel", sagte Nikola Jocic, Trainer der TSH. "Wir sind sehr langsam in die Partie gekommen und Bamberg hat stark verteidigt. Aber wir haben gut dagegengehalten und gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen."

Den besseren Start erwischten ganz klar die Bamberger, die sich schnell auf 8:0 absetzten, bis Mike Kaiser den ersten Korberfolg für die TSH markierte. Die Bamberger, die die beste Verteidigung der Liga stellen, machten es den Longhorns extrem schwer, ihr Spiel zu etablieren. Insbesondere, weil mit Larry Hall und Robert Merz zwei wichtige Spielgestalter der TSH fehlten.

Aber sukzessive fanden die Aurachstädter Wege, den Ball dorthin zu bringen, wo sie ihn brauchten. Sie setzten nun vermehrt ihre Centerspieler um Patrick Horstmann, Ben Gahlert und Tobias Übbing ein, die sich regelmäßig durchsetzten. Auch in der Verteidigung gelang der TSH fortan ein besserer Zugriff. "Chris Kwilu hat für uns heute einige wichtige Szenen in der Defensive gehabt und die Mannschaft emotional mitgerissen. Er hat sich in dieser Saison endgültig in der Regionalliga etabliert und wir sind froh über seine Entwicklung", sagte Jocic. Die Herzogenauracher verkürzten bis zur Viertelpause auf 15:17.

Kämpferisches Viertel

Das zweite Viertel verlief ausgeglichen, aber das Spiel war alles andere als ein offensives Feuerwerk. Weil zwei der drei besten Verteidigungsteams der Liga aufeinandertrafen, generierten beide Mannschaften nur wenige Punkte. So stand es nach einer kämpferischen ersten Halbzeit 31:27 für die Gäste.

Im dritten Viertel waren erneut die Bamberger die deutlich bessere Mannschaft. Ihr Centerspieler Daniel Eisenhardt übernahm die Initiative und erzielte zehn seiner 17 Punkte allein in diesem Viertel. Den Longhorns gelang nur sehr wenig. Fehlwurf folgte Fehlwurf, wodurch die TSH letztendlich nur sechs Punkte erzielte, weshalb es vor dem Schlussabschnitt 50:37 für die Domstädter stand.

Spiel komplett gedreht

Doch irgendwie fand Longhorns-Trainer Nikola Jocic die richtigen Worte, denn fortan agierten die Herzogenauracher offensiv deutlich durchschlagskräftiger und holten Punkt um Punkt auf. Patrick Horstmann und Tobias Übbing harmonierten auf den Centerpositionen prächtig und spielten Katz und Maus mit ihren Gegenspielern. Nachwuchsrecke Chris Kwilu generierte in der Verteidigung etliche Ballgewinne, die meist Ben Gahlert in Zählbares ummünzte. So stand es zwölf Sekunden vor Schluss 62:62 und die TSH hatte den Ball. Aber ihnen gelang kein guter Abschluss mehr und so ging es in die Verlängerung.

In dieser spielten die Longhorns all ihre Erfahrung aus. Kapitän Mike Kaiser übernahm den kreativen Part und eröffnete sich und seinen Mitspielern gute Wurfgelegenheiten. Das sollte genügen, um schlussendlich einen hart umkämpften, aber verdienten 71:68-Erfolg zu feiern. "Insgesamt können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, an der Art und Weise werden wir in den kommenden Wochen arbeiten", sagte ein zufriedener TSH-Trainer.

TSH: Horstmann (20), Übbing (14), Gahlert (14), Kaiser (14), Kwilu (6), Dorberth, Bauer (1), Eismann (2), Schlindwein, Nakic

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