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Fußball

Landesliga: Pumas gehen unter, Bruck stark

Gegen einen ersatzgeschwächten FC Röslau hatte der FSV Erlangen-Bruck leichtes Spiel. Der FC Herzogenaurach kassierte bei den Kickers Selb die dritte Niederlage in Serie. Auch für den Baiersdorfer SV gab es nicht zu holen.
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Daniel Kahrig (re.) versucht, den zweifachen Brucker Torschützen Adem Selmani am Abschluss zu hindern.  Foto: Thomas Schrems, anpfiff.info
Daniel Kahrig (re.) versucht, den zweifachen Brucker Torschützen Adem Selmani am Abschluss zu hindern. Foto: Thomas Schrems, anpfiff.info

Bei Vorwärts Röslau feierte Bayernliga-Absteiger Erlangen-Bruck einen Kantersieg. Große Enttäuschung herrscht dagegen beim Baiersdorfer SV: Das Tabellenschlusslicht verschlief im Kellerduell beim TSV Kornburg die Anfangsphase und verlor mit 1:3. Der FC Herzogenaurach sah in Selb frühzeitig seine Felle davonschwimmen und geriet mit 0:5 unter die Räder.

Landesliga Nordost

Kickers Selb - FC Herzogenaurach 5:0

"Wir haben zur Zeit das nötige Spielglück nicht", sagte Pumas-Spielertrainer Jakob Karches. Dazu kommt eine bedenkliche Personalsituation: "Vor der Saison hatten wir 30 Mann im Kader, jetzt sind es 14 oder 15." Die Einwechslung von Ersatztorwart Florian Peter eine Viertelstunde vor dem Ende spricht Bände - denn er stellte sich nicht zwischen die Pfosten, sondern musste den Rechtsverteidiger geben.

Die Herzogenauracher waren auch auf weiteren Positionen zum Improvisieren gezwungen - und so stand es nach vier Minuten schon 0:2. Danny Wild (2.) und Daniel Sedlacek hatten getroffen. "Das Traurige, aber auch Gute ist, dass wir auch Chancen hatten", sagte Karches. Trotzdem schlug der Ball nur im eigenen Tor ein. Petr Rehak (27.), Sedlacek (47.) und Cem Parlakkilic (85.) waren die Torschützen.jw

FCH: Lösch - Rahe, Karches, Schmitt, Thomann, Rockwell, Dörrich (30. Nahr), Ronneburg (46. Dittmar), Haas, Amling, Jassmann TSV Kornburg - Baiersdorfer SV 3:1

"Wir können von Glück reden, dass uns Kornburg in der ersten Halbzeit am Leben gelassen hat." BSV-Trainer René Ebert war sichtlich ungehalten nach der Niederlage. Bereits in der 13. Minute führten die Hausherren durch ein Eigentor der Gäste aus der Meerrettichstadt, als Yannick Tannhäuser mit einem Klärungsversuch ins eigene Tor traf. "Das 2:0 war ein schöner Schuss, der von der Unterkante der Latte ins Tor prallte”, berichtete der Trainer weiter.

Mit dem 3:0 durch Pawel Kowal nach 35 Minuten schien die Messe bereits gelesen, doch Nico Geier sorgte mit einem sehenswerten Freistoß für einen Hoffnungsschimmer (41.). Es hätte sogar noch besser für die Krenkicker kommen können: Sven Wächter tauchte kurz vor der Pause alleine vor Arthur Ockert auf, scheiterte jedoch am stark parierenden Kornburger Schlussmann.

Zuvor hatten die Hausherren dem Stürmer den Ball selber in den Lauf gespielt. "Wir haben im Endeffekt die erste Halbzeit komplett verschlafen und so verdient verloren. Da hätte es gut und gerne 5:0 oder 6:0 stehen können." In der zweiten Halbzeit passierte auf beiden Seiten nichts mehr, so dass es beim 3:1 blieb. BB

BSV: Fieber - Tannhäuser, Messingschlager (57. Kammermeyer), Hartlehnert (78. Kraus), Lehmann, Geier, Joachim, Dayan (52. Filian), Heller, Hofmann, Wächter FC Vorwärts Röslau - FSV Erlangen-Bruck 0:5

Hüben wie drüben mussten die Übungsleiter zahlreiche Spieler ersetzen, Gästetrainer Normann Wagner musste auf zehn Akteure verzichten. Mit dem personellen Aderlass kam Bruck deutlich besser als die Hausherren zurecht. Der Bayernliga-Absteiger dominierte das Geschehen von Beginn an und ließ Röslau kaum aus der Umklammerung heraus.

In der zweiten Minute scheiterte Adem Selmani noch am Pfosten, drei Zeigerumdrehungen später belohnte sich der FSV aber. Von der Strafraumgrenze hatte Firat Cagli freie Schussbahn und traf satt zum 1:0 für die Gäste (5.). Im Anschluss hielt die Wagner-Elf die Zügel in der Hand, Selmani nutzte einen Fehler in der Röslauer Hintermannschaft zum 2:0 (20.). Von den Hausherren kam weiterhin so gut wie nichts. "Wir müssen uns lediglich vorwerfen, den Sack vor der Pause nicht schon zugemacht zu haben", sagte FSV-Coach Wagner unserem Partner-Portal anpfiff.info.

Röslau kam besser aus der Kabine und erspielte sich kleinere Chancen. Ernsthaft geprüft wurde Christopher Teuber im Brucker Kasten aber nicht, dafür aber sein Röslauer Pendant. Denn als Sebastian Blechschmidt einen Gästevorstoß strafwürdig unterband, verwandelte Selmani den Elfmeter cool zur 3:0-Vorentscheidung (68.). Nun schwand die Gegenwehr: Auf Vorarbeit von Sandro Gumbrecht traf Marco Kaiser (75.). Den Schlusspunkt setzte Thomas Wilke (84.). red

FSV: Teuber - Wildeis, Lala, Scharrer, Özdemir, Gumbrecht, Kaiser, Kemenni, Cagli, Kaiser (83. Wilke), Selmani

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