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Landesliga: Für den BSV kommt es knüppeldick

Trotz eines guten Auftritts steht Baiersdorf erneut mit leeren Händen da. Der FC Herzogenaurach verliert bei Jahn Forchheim.
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Baiersdorfs Kapitän Adrian Grinjuks (links) tröstet den Unglücksraben Max Schmitt. Sein Eigentor brachte den BSV gegen Feuchtwangen auf die Verliererstraße. Foto: Sportfoto Zink
Baiersdorfs Kapitän Adrian Grinjuks (links) tröstet den Unglücksraben Max Schmitt. Sein Eigentor brachte den BSV gegen Feuchtwangen auf die Verliererstraße. Foto: Sportfoto Zink

Erlangen-Höchstadt Binnen weniger Augenblicke verlor Quelle Fürth beim FSV Erlangen-Bruck seine beiden Topstürmer. Dennoch gelang dem Gast der Ausgleichstreffer. In einer ereignisarmen Partie zog der FC Herzogenaurach bei Jahn Forchheim den Kürzeren. Der Baiersdorfer SV muss die nächste bittere Pleite verarbeiten.

Landesliga Nordost

Jahn Forchheim - FC Herzogenaurach 2:0

Dank einer starken zweiten Hälfte bezwang Jahn Forchheim den FC Herzogenaurach verdient mit 2:0. Im ersten Abschnitt belauerten sich beide Teams, Strafraumszenen waren rar gesät. Die Gastgeber erspielten sich ein leichtes optisches Übergewicht, Herzogenaurach stand tief und operierte aus einer gesicherten Defensive heraus. Die zwei besten Gelegenheiten verbuchten aber die Pumas, als zwei Abschlüsse ihr Ziel knapp verfehlten. Die nur 150 Zuschauer hatten in den ersten 45 Minuten reichlich Gelegenheit, die strahlende Herbstsonne zu genießen, denn selbst mit geschlossenen Augen verpassten sie nicht viel.

Forchheim kam besser aus der Kabine und kontrollierte das Geschehen. Die frühe Führung durch Philipp Nagengast spielte den Gastgebern zusätzlich in die Karten (48.). Unter Bedrängnis eines Verteidigers nahm Nagengast eine halbhohe Hereingabe von Patrick Hoffmann gefühlvoll mit der Innenseite ab und versenkte den Ball am sich breit machenden Keeper Benedikt Lösch vorbei. Als Vorlagengeber Hoffmann in der folgenden Drangphase das 2:0 nachlegte, war die Entscheidung gefallen: Der Jahn eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Muhammed Abubakar auf der linken Seite bis zur Grundlinie. Dort ließ er zwei "Pumas" stehen und passte scharf auf den langen Pfosten, wo Hoffmann nur noch einschieben musste (56.).

Danach stemmte sich Herzogenaurach gegen die drohende Niederlage, zwingend wurde es jedoch selten. Lediglich einmal musste Jahn-Torhüter Axel Hofmann sein Können unter Beweis stellen, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Die Hausherren schaltete zunehmend in den Verwaltungsmodus und gingen nur noch wenig Risiko ein. So plätscherte das eher durchschnittliche Landesligaspiel bis zum Abpfiff vor sich hin.

FCH: Lösch - Karches, Rahe, Göller (34. Zenger/68. Jassmann), Dörrich, Staniszewski, Thomann, Rockwell, Haas (62. Nahr), Stübing, Amling

Baiersdorfer SV - TuS Feuchtwangen 1:2

Baiersdorf begann schwungvoll und belohnte sich für eine mutige Anfangsphase: Marco Joachim schickte Sebastian Hofmann auf die Reise, der alleine vor dem Tor wuchtig ins kurze Eck traf (6.). Auch danach waren die Krenkicker am Drücker. Sebastian Hofmann traf erneut, allerdings ging diesem Tor ein zweifelhafter Abseitspfiff voraus. Da auch weitere Gelegenheiten der Heimelf ungenau zu Ende gespielt wurden, blieb es bei der knappen Halbzeitführung.

Der BSV kam wie verwandelt aus der Kabine und suchte lange nach dem eigenen Rhythmus. Das nutzten die bis dahin biederen Gäste aus. Nach einer Flanke, die durch den Heimstrafraum segelte, stand Jan Scholz goldrichtig und nickte ein (53.). Nun hatten die Gäste das Momentum auf ihrer Seite und so kam es, wie es kommen musste. Joachim vergab für Baiersdorf, auf der Gegenseite klingelte es erneut. Eine scharfe Hereingabe von außen wollte Innenverteidiger Max Schmitt klären. Sein Querschläger landete aber unglücklich zum 1:2-Endstand in den Maschen (77.).

BSV: Fieber - Schmitt, Kammermeyer, Geier, Joachim, Dayan (83. Wurm), Grinjuks, Heller, Bajic, Hofmann, Scheer (58. Weber)

FSV Erlangen-Bruck - SG Quelle Fürth 1:1

Beflügelt von den Erfolgen der Vorwochen begannen die Hausherren schwungvoll. Bereits in der Anfangsphase erspielte sich der FSV gute Gelegenheiten, die beste Chance vergab Adem Selmani (16.).

Kurze Zeit später machte es der Angreifer besser: Nach einem Foulspiel im Strafraum zeigte der Schiedsrichter berechtigterweise auf den Punkt. Der gefoulte Selmani trat selbst an und verwandelte sicher (21.). In der Folge kamen beide Teams zu Chancen, ein weiterer Treffer fiel vorerst nicht. In der zweiten Hälfte drängte Erlangen auf die Entscheidung, ließ aber zahlreiche Hochkaräter liegen. Als das hochgehandelte Fürther Sturmduo Sebastian Glasner und Ahmet Kulabas binnen weniger Sekunden wegen Meckerns und einem zu früh ausgeführten Freistoß vom Platz flog, schien die Vorentscheidung gefallen (81, 82.). Doch Marvin Schimm glich mit einem sehenswertem Freistoß aus (83.). Bis zum Abpfiff verteidigte der Gast das Remis mit Mann und Maus, Bruck mühte sich vergebens.

"Wir haben heute ohne wenn und aber zwei Punkte verschenkt, für die Quelle war es ein mehr als glückliches Unentschieden", ärgerte sich FSV-Abteilungsleiter Michael Enzi im Nachgang. mho

FSV: Teuber - Lala, Özdemir, Bauernschmitt, Kemenni (86. Ferizi), Cagli, Marco Kaiser, Marcel Kaiser, Selmani, Fischer, Hofmann (67. Müller) Gelb-Rot: Glasner (81./Fürth), Kulabas (82./Fürth)

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