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Landesliga: Baiersdorf darf endlich feiern

BSV-Stürmer Sven Wächter nutzt zwei seiner zahlreichen Großchancen und beschert dem Baiersdorfer SV im Derby in Forchheim den ersten Saisonsieg.
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Sven Wächter (re.) erzielte im Derby bei Jahn Forchheim beide Baiersdorfer Tore und sorgte für den ersten Saisonsieg des BSV.  Archivbild: Uwe Kellner
Sven Wächter (re.) erzielte im Derby bei Jahn Forchheim beide Baiersdorfer Tore und sorgte für den ersten Saisonsieg des BSV. Archivbild: Uwe Kellner

Hitzig und laut ging es zu im Derby der Fußball-Landesliga Nordost zwischen der SpVgg Jahn und dem Baiersdorfer SV. Durch den ersten Erfolg vervierfachte Baiersdorf sein Punktekonto, bleibt zwar Letzter, zog den Jahn aber tiefer in die Gefahrenzone. Der FC Herzogenaurach holte im sechsten Anlauf den ersten Heimsieg der Saison.

Landesliga Nordost

Jahn Forchheim - Baiersdorfer SV 0:2

Als Sven Wächter in der 92. Minute einen Rückpass von der Grundlinie des eingewechselten Ali Dayan zum 0:2 einschoss, hielt die Baiersdorfer Ergänzungsspieler samt Trainerstab nichts mehr auf der Bank. Allein Wächter hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß, schoss zuerst aber weit vorbei (59.) und blieb dann an Jahn-Keeper Axel Hofmann hängen (74.). Auch Lars Reinhardt hätte dem BSV kurz nach Wiederbeginn auf Querpass von Wächter einen entspannteren Spielverlauf bescheren können. So durfte der Jahn bis zur Nachspielzeit hoffen, einen - wenn auch unverdienten - Punkt zu ergattern. "Wir haben ohne Kopf gespielt und uns von der Hektik anstecken lassen", kritisierte Patrick Hoffmann, der von 2013 bis 2017 das Baiersdorfer Trikot trug.

Aus den vielen Nicklichkeiten stach ein leichter Ellenbogenschlag von Nagengast heraus, den er seinem Gegner versetzte, nachdem beide zu Boden gegangen waren (29.). Der Schiedsrichter holte die Rote Karte raus und verschärfte die Forchheimer Personalprobleme. Losgegangen war die Partie ein paar Minuten später. Grund war ein Loch im Tornetz, das mit Klebeband geflickt wurde. Die Führung resultierte aus einem unzureichend geklärten Angriff: Wächter zog aus 20 Metern einfach mal ab, die Bogenlampe war für Hofmann nicht erreichbar (9.).rup

BSV: Fieber - Lehmann, Wächter, Joachim, Grinjuks, Schmitt, Bajic (72. Dayan), S. Hofmann (65. Filian), Temelkov (35. Maric), Reinhardt, Kammermeyer

FC Herzogenaurach - SC Großschwarzenlohe 2:1

Es war wenig los in der ersten Halbzeit. Auf beiden Seiten kamen die letzten Pässe nicht an oder die Abwehrreihen unterbanden die Angriffsversuche. Direkt nach Wiederbeginn dafür die größte Gelegenheit des Spiels: Den Schuss von Michael Thomann nach gelungener Kombination auf der linken Seite wehrte Torwart Martin Bachner mit einer Glanzparade zur Ecke ab. Anschließend hatten beide Abwehrreihen das Spiel wieder im Griff und ließen keine Torgelegenheiten zu. Erst in der 65. Minute setzten sich die Pumas auf der linken Seite entscheidend durch: Nico Haas passte auf Marco Amling und dessen Schuss landete am Pfosten. Yannik Jassmann schaltet am schnellsten und schoss aus acht Metern den Abpraller ins Netz.

Plötzlich spielten beide Mannschaften nach vorn und es kam zu Torchancen. In der 72. Minute sah der Herzogenauracher Christian Zenger die Gelb-Rote Karte für Zenger und zehn Minuten später traf Philipp Kunze zum Ausgleich: Nach einem langen Ball auf die linke Seite hämmert er den Ball in die Maschen. Doch die Pumas erzielten trotz Unterzahl die erneute Führung: Letztendlich war es Gästekeeper Bachner selbst, der den Ball über die eigene Linie drückte. Den Pumas war's egal, der Vorsprung wurde auch über die drei Minuten Nachspielzeit verteidigt. uz

FCH: Lösch - Zenger, Rahe, Karches, Göller; Nahr (89. Gerber), Dörrich, Amling, Haas (91. Dittmar); Thomann; Jassmann. (78. Staniszewski)

FSV Erlangen-Bruck - SV Schwaig 0:1

Erst kurz vor Schluss gelang den Gästen durch Kevin Schwarz der schmeichelhafte Siegtreffer, und der SV beendete die Miniserie der seit fünf Spielen ungeschlagenen Hausherren. "Es war eigentlich ein typisches 0:0", sagte Brucks-Teammanager Norbert Hofman nach der Partie. "Eigentlich hat kein Team den Sieg verdient, wir haben aber den Fehler gemacht, zu viel zu wollen." Trotzdem hatte einzig Moritz Fischer die FSV-Führung auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am Gästekeeper. Auf der Gegenseite setzte SV-Torjäger Christoph Weber einen Drehschuss knapp am Tor vorbei, ansonsten passierte wenig.

Schwaig stand defensiv sicher und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Als sich die Kontrahenten in den Schlussminuten mit einem Remis arrangiert zu haben schienen, fiel überraschend doch noch ein Tor: Bruck war zu weit aufgerückt, Schwaig eroberte den Ball und konterte. Der eingewechselte Kevin Schwarz kam an den Ball und traf (87.). SV-Akteur Celal Ünal (90.) sah noch die Gelb-Rote Karte.mho

FSV: Teuber - Wildeis, Lala, Gumbrecht, Özdemir, Bauernschmitt, Kemenni (86. F. Müller), Cagli, M. Kaiser, Selmani, Fischer (78. Hofmann)

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