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Landesliga: Baiersdorf bekommt vier Gegentore

In der zweiten Halbzeit kontrolliert Landesligist Baiersdorf zwar das Spiel für 20 Minuten, ist aber gegen das Spitzenteam aus Neudrossenfeld machtlos. Der FC Herzogenaurach verliert in Friesen hoch.
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Weisendorfs Torschütze Andreas Schmidt (rechts) hat gegen Erlangens Timur Zenginer kein einfaches Spiel. Die SpVgg und ihr Ex-Trainer Bernd Fuchsbauer teilten sich beim 1:1 die Punkte.  Foto: Sportfoto Zink
Weisendorfs Torschütze Andreas Schmidt (rechts) hat gegen Erlangens Timur Zenginer kein einfaches Spiel. Die SpVgg und ihr Ex-Trainer Bernd Fuchsbauer teilten sich beim 1:1 die Punkte. Foto: Sportfoto Zink

Mit der überraschenden 2:5-Niederlage in Friesen rutscht der FC Herzogenaurach auf den siebten Platz der Fußball-Landesliga Nordost ab. Denn sowohl Memmelsdorf (3:2 in Fürth) als auch Mitterteich (1:0 gegen Selbitz) gewannen ihre Spiele und überholen die Pumas in der Tabelle. Die Baiersdorfer bleiben dagegen nach der 1:4-Niederlage in Neudrossenfeld auf einem Abstiegs-Relegationsplatz stehen.

Der ASV Weisendorf holte bei der SpVgg Erlangen in der Bezirksliga Mittelfranken einen Punkt. Der abgestiegene TSV Neunkirchen bleibt nach 0:2-Niederlage gegen den TV 48 Erlangen Schlusslicht.

Landesliga Nordost

SV Friesen - FC Herzogenaurach 5:2

Von Beginn an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Die erste Möglichkeit bot sich Max Schülein kurz nach dem Anpfiff, der den Ball jedoch knapp am Tor vorbei schob. Nur wenig später spielte der einsatzfreudige Felix Müller in zentraler Position am Sechzehnmeterraum Marcel Lindner an, der bei der Ballannahme von seinem Gegenspieler gefoult wurde. Schiedsrichter Urbanczyk zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und David Daumann verwandelte souverän zum 1:0.

Die Führung gab der Heimelf Auftrieb. Lindner schickte Daumann über rechts, dieser suchte im Zentrum Schülein, dessen Torschuss allerdings Schlussmann David Reklin parierte. Allmählich kamen die Gäste besser ins Spiel und erhöhten nun den Druck. Der Friesener Abwehr gelang es nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum herauszubekommen, sodass die Gäste mit einem Doppelschlag von Yannik Jassmann innerhalb kürzester Zeit erst ausglichen und dann sogar in Führung gingen. Zunächst nutzte Jassmann eine tumultartige Szene im Strafraum mit einem Abstauber zum 1:1 , bevor er nur eine Minute später erneut traf. Vorausgegangen war eine lange Flanke auf den zweiten Pfosten. Der Ball wurde per Kopf zurückgelegt auf Jassmann, der nur einschieben musste.

In der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel und weitere Chancen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Frankenwälder wieder besser ins Spiel. Lindner tankte sich durch die gegnerische Spielhälfte, zeigte den nötigen Blick für den Mitspieler und passte genau im richtigen Moment in den Lauf von Brandt, der aus halbrechter Position innerhalb des Strafraums abzog und den Ball unhaltbar in die Maschen jagte.

Ein von Daumann getretener Eckstoß erreichte Lindner, der den Ball im Strafraum für Michael Söllner vorlegte. Söllner nahm den Ball an, schaute auf und schob unaufgeregt zur Führung ein. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Szenen für beide Mannschaften. Etwa eine Viertelstunde vor Spielende bediente Lindner mit einem sehenswerten Pass über die rechte Seite den eingewechselten Kai Aust. Mit viel Übersicht bediente dieser den im Zentrum mitgelaufenen Schülein, der zum 4:2 vollendete. In der 76. Minute sah Gästeakteur Jakob Karches nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Wenige Minuten vor Spielende machte der SV Friesen den Sack mit dem 5:2 zu. Nach schönem Kombinationsspiel zwischen Nützel und Brandt setzte Lindner den Schlusspunkt. sg

FCH: Reklin - Rahe, Karches, Staniszewski, Reinhardt (64. Scarcella), Stübing, Rockwell, Amling, Göller (64. Nahr), Geinzer, Jassmann (83. Dittler).

TSV Neudrossenfeld - Baiersdorfer SV 4:1

Seiner Favoritenrolle wurde der TSV vor allem in der ersten Halbzeit gerecht. Er bestimmte das Geschehen, war immer einen Tick schneller und nutzte die Räume. Das 1:0 resultierte aus einem Kopfball des aufgerückten Carsten Hahn nach einer Flanke (11.). Beim 2:0 vergoldete Bas Peeters eine Bargenda-Hereingabe (24.). Der starke Bargenda benötigte kurz vor der Pause die Hilfe eines Baiersdorfers, von dessen Körper der Ball zum 3:0 ins Tor prallte. Zudem scheiterte Stefan Kolb mit einem unplatziert geschossenen Elfmeter an Torwart Alexander Fieber. Die einzige BSV-Chance der ersten 45 Minuten vergab Kenan Ramic in der Anfangsphase bei einem Lattentreffer.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gastgeber zu sorglos und fingen sich prompt den Gegentreffer ein. Die TSV-Abwehr ließ Ramic zu viel Platz, der problemlos vollendete (47.). 20 Minuten kontrollierte der BSV das Spiel, das wegen eines Gewitters für zwölf Minuten unterbrochen wurde, ehe sich Neudrossenfeld wieder auf seine Qualitäten besann. Bargenda krönte seine Leistung mit dem 4:1 (83.). Gästetrainer Thomas Luckner kritisierte den schwachen Beginn seiner Elf, kommentierte jedoch die Steigerung als hoffnungsvolles Zeichen: "Wir werden den Klassenerhalt über die Relegation schaffen." hw

BSV: Fieber - Wegner, Lehmann, Grabert, Kraus, Geier, Ramic, Eismann (71. Scheer), Hofmann (46. Schmitt), Weiler, Reinhardt (46. Kuhar)

Bezirksliga Mittelfranken Nord

SpVgg Erlangen - ASV Weisendorf 1:1

Die Gastgeber hatten zwar etwas mehr vom Spiel gegen ihren Ex-Trainer Bernd Fuchsbauer, doch dessen neue Elf verteidigte leidenschaftlich und verdiente sich den 40. Saisonpunkt. Nach einer Flanke behauptete Yannick Diederichs den Ball und schloss aus der Drehung zentral zum 1: 0 ab (72.). "Das ist gegen so einen starken Stürmer schwer zu verhindern", zeigte sich Fuchsbauer nachsichtig. Nach dem Rückstand wurde Weisendorf offensiver, die "Spieli" ließ den ASV gewähren, anstatt auf die Entscheidung zu drängen. Das wurde schnell belohnt, als der Ball nach einer Ecke bei Andreas Schmidt landete und dieser trotz enger Bewachung zum Ausgleich einschob (84.). "Er hat den Ball nicht richtig getroffen", hatte Fuchsbauer beobachtet. "Wir können mit dem Punkt sicher besser leben als Erlangen, aber die SpVgg hat ja am Mittwoch im Nachholspiel die Chancen, mit uns gleichzuziehen", erklärte der 46-Jährige.rup

ASV: Zwingel - Scharschmidt (73. Lange), Hendel, Geyer, Schmidt, Maier (62. Pilz), Ruppert (80. Kreiner), Janousek, Wild, Mehnert, Fahrian

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