Erlangen
Fußball

Kein Sieg für die Erlanger Bayernliga-Teams

Für den ATSV, den FSV-Bruck und den SC Eltersdorf verlief das Bayernliga-Wochenende nicht so wie erhofft.
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Florian Hausner (27, ASV Neumarkt ) Ismail Yüce (11, ATSV Erlangen ) Foto: Zink
Florian Hausner (27, ASV Neumarkt ) Ismail Yüce (11, ATSV Erlangen ) Foto: Zink

Es läuft noch nicht im Jahr 2019 für Erlangens Bayernligisten. Der ATSV kam über ein 1:1 gegen den Letzten aus Neumarkt nicht hinaus, der SC Eltersdorf trennte sich 3:3 von der SpVgg Ansbach. Auch der FSV Erlangen-Bruck schaffte in Würzburg keine Überraschung.

An der Tabellenspitze gaben sich die Top-Teams keine Blöße: Die DJK Gebenbach schlug Jahn Forchheim mit 3:1, Aubstadt besiegte Abtswind (3:0) und Großbardorf feierte ein 6:1-Schützenfest gegen den ASV Vach.

Bayernliga Nord

ATSV Erlangen - ASV Neumarkt 1:1

ATSV-Trainer Shqipran Skeraj hatte nach den jüngsten drei Pleiten seiner Elf vor dem Duell gegen Neumarkt unmissverständlich klargemacht: der erste Sieg im Jahr 2019 musste her. Danach sah es nach einem späten Treffer von Bless Fiebig sogar bis kurz vor dem Schlusspfiff aus. Doch mit einem verwandelten Elfmeter machte Gästestürmer Christian Schrödl der ATSV-Elf in der Nachspielzeit noch einen Strich durch die Rechnung. Statt dem angepeilten Sieg musste sich die Skeraj-Elf die Punkte mit den Oberpfälzern teilen. Für den ATSV-Coach fühlte sich das wie eine Niederlage an: "Der späte Ausgleich tut sehr weh." Auch wenn seine Elf zuvor keine gute Partie abgeliefert hatte, hätte er die drei Punkte gerne als Erfolgserlebnis mitgenommen.

Dem krisengeschüttelten Aufsteiger war die Anspannung zunächst auf dem Spielfeld anzumerken. Nach einer schwachen ersten Hälfte entwickelte die Heimelf jedoch nach dem Seitenwechsel mehr Druck - selbst in Unterzahl. Sebastian Marx musste nach dem zweiten Foulspiel in der Schlussviertelstunde frühzeitig zum Duschen. Die Leistungssteigerung imponierte dem Ex-Eltersdorfer: "Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Der Wille, das Spiel zu gewinnen, war da." Nur das Happy End blieb aus. Nach einem Erlanger Eckball schalteten die Gäste schnell um und aus jenem Ballverlust resultierte der Gegentreffer. "Das hätten wir besser verteidigen müssen. Da müssen wir cleverer sein", sagte Skeraj. Die Schuld wollte er jedenfalls nicht beim Schiedsrichtergespann suchen, auch wenn es aus seiner Sicht kein klarer Elfmeter gewesen wäre.

ATSV: Kraut - Guerra, Marx, Krämer, Faßold (62. Fiebig), Yüce (89. Bogunovic), List, Ruhrseitz (69. Kulabas), Steininger, Mandelkow, Geißler

Würzburger FV - FSV Erlangen-Bruck 2:0

Für den FSV wäre ein Punktgewinn in Würzburg ein absoluter Bonus gewesen, doch der Würzburger FV präsentierte sich als effektives Spitzenteam und siegte mit 2:0. "Es sind andere Gegner, gegen die wir gewinnen müssen", sagte Trainer Normann Wagner. "Wenn Florian Fromholzer das Ding macht, sieht es anders aus", haderte Wagner mit einer Szene kurz vor dem Doppelschlag des Würzburger Torjägers Cristian Alexandru Dan, der die Partie quasi entschieden hatte. Fünf Minuten vor Dans erstem Streich war Fromholzer nach einem Eckball alleine vor Andre Koob aufgetaucht, der den Kopfball aber entschärfte und seinem Team damit den Weg zum Sieg ebnete.

Mit der Führung im Rücken schonten die Würzburger nach der Pause ihre Kräfte und versuchten, mit einem gezielten Nadelstich die Entscheidung herbeizuführen. Der gelang zwar nicht, aber die Erlanger hatten im letzten Spieldrittel ebenfalls keine zündende Idee und damit auch keine Chance mehr, in die Partie zurückzufinden.

FSV: Beck - Ortner, Lala (46. Selmani), Cagli, Skach (15. Sperber), Kemenni (68. Ferizi), Bauernschmitt, Eich, Fromholzer, Seybold, Fischer

SC Eltersdorf - SpVgg Ansbach 3:3

Am Freitagabend wollte der SC Eltersdorf den ersten Sieg im Jahr 2019 einfahren. Es reichte aber auch gegen die SpVgg Ansbach nur zu einem Punkt. Dabei hatte das Spiel vielversprechend angefangen: Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeber dank eines Treffers von Oliver Janz in Führung. Für den 24-Jährigen war es der vierte Saisontreffer. Auch beim 5:2-Hinspielsieg hatte er schon getroffen. Doch während die Eltersdorfer im August das Spiel nach einem ähnlich frühen Rückstand drehten, waren es nun die Ansbacher: Tom Abadjiew (34.) und Patrick Kroiß (39.) sorgten mit zwei Kontertoren innerhalb von fünf Minuten für die Halbzeitführung der Gäste.

In der zweiten Hälfte gelang Sebastian Schäferlein der Ausgleich für das Heimteam (54.) Nur wenig später gingen die Ansbacher nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff wieder in Führung: Sven Landshuter verwandelte (59.). Trotz einiger guter Chancen reichte es für den SCE nur noch zum 3:3 durch den eingewechselten Maximilian Göbhardt.

SCE: Akbakla - Kind, Janz (61. Herzner), Schäferlein, Köhler, Woleman (87. Lindner), Fuchs, Sengül, Said (65. Göbhardt), Stark, Dotterweich

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