Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Jiri Mikesz erlöst die Alligators

Der Höchstader EC macht gegen Landshut das Spiel, hat deutlich mehr Chancen, muss aber lange zittern.
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Die Alligators um Marvin Deske hatten Elia Ostwald (links) und die anderen Landshuter über weite Strecken im Griff, verpassten es jedoch, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Foto: Picturedreams
Die Alligators um Marvin Deske hatten Elia Ostwald (links) und die anderen Landshuter über weite Strecken im Griff, verpassten es jedoch, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Foto: Picturedreams

Etwas überraschend bestimmten die Höchstad Alligators in der Eishockey-Oberliga Süd gegen den EV Landshut gestern Abend das Geschehen, doch weil sie eine Reihe gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, wurde die Partie doch noch zu einem Krimi, in dem Jiri Mikesz vier Minuten vor Schluss die entscheidende Aktion gelang.

Oberliga Süd: Höchstadter EC - EV Landshut 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

Das, was den Alligators in Rosenheim noch gefehlt hatte, zeichnete sie auf eigenem Eis wieder aus: Zug zum Tor. Gästegoalie Patrick Berger musste nach zwei Minuten das erste Mal beherzt zupacken, beim 1:0 von Oleg Seibel, der nach Vorarbeit von Michal Petrak und Ales Kreuzer richtig stand, war er jedoch machtlos (6.). Wenig später hatte Kreuzer das 2:0 auf dem Schläger, doch Berger warf sich energisch dazwischen. Landshut fand offensiv im ersten Drittel kaum statt, einer der wenigen gelungenen Abschlüsse war eine sichere Beute für Philipp Schnierstein im Tor des HEC (14.).

Die Hausherren starteten in Überzahl ins zweite Drittel, schafften es gegen gut stehende Landshuter jedoch nicht, in eine ordentliche Schussposition zu kommen. Zwei Strafen am Stück brachten den Höchstadter Vorwärtsdrang zum Erliegen (25.). Dass in anderthalb Minuten doppelter Unterzahl kein Gegentreffer fiel, spricht für die Defensivqualitäten der Aischgründer, zeugt aber auch davon, dass bei den Landshutern nicht viel zusammenging. Drei der vergangenen vier Spiele der Niederbayern gingen verloren, doch anders als beim knappen 1:2 gegen Regensburg, als der EVL beste Chancen nicht genutzt hatte, agierte er in Mittelfranken nie wirklich zwingend. Insgesamt bestimmte der HEC das Geschehen, verpasste es jedoch mehrfach, die Führung auszubauen. Petrak, Martin Vojcak und Lukas Lenk fanden in Berger ihren Meister.

Und das rächte sich im Schlussdrittel: Im Powerplay brachte der EVL Schmidpeter in Position, der den Ausgleich markierte (43.). Dadurch kamen die Hausherren aus dem Tritt, unter anderem handelte sich Petrak für einen Bandencheck eine Spieldauerstrafe ein, so dass sein Team fünf der letzten sieben Minuten in Unterzahl agieren musste. Doch einer ließ sich davon nicht beeindrucken: Jiri Mikesz setzte zum Solo an und krönte es mit dem 2:1 (56.). Kollektiver Aufschrei bei den HEC-Fans, die die Felle zuvor hatten davonschwimmen sehen, nun aber den Stürmer frenetisch feierten. Landshut versuchte noch einmal alles, nahm den Goalie vom Eis (58.). Doch auch diese Unterzahl überstanden die Spieler des HEC, die hernach zwischen Jubel und die Erleichterung schwankten.

Gästetrainer Axel Kammerer führte hinterher die schwache Chancenverwertung seiner Mannschaft als Grund für die Niederlage ins Feld. Allerdings hätte er sich auch nicht beschweren dürfen, wenn Höchstadt zwischenzeitlich auf drei Tore davongezogen wäre. Sein Gegenüber, Martin Ekrt erklärte hingegen: Kompliment an meine Mannschaft. Die Jungs haben sich heute so richtig reingehauen und das gezeigt, was in Rosenheim noch gefehlt hat."

Die Statistik zum Spiel

HEC: Tor: Schnierstein, Henseleit; Abwehr: Babinsky/Szwajda, Roth/Nedved, Stütz/Cejka, Ribarik/Wiedl;

Angriff: Mikesz/Vojcak/Deske, L. Lenk/Petrak/Kreuzer, Seibel/Neugebauer/Aab, Grau

EVL: Tor: Berger, Englbrecht; Abwehr: Kronthaler, Ettwein, Ostwald, Zitterbart, Nägele, Alt;

Angriff: Stähle, Schinko, Fischhaber, Ehl, Trinkberger, Abstreiter Scghmidpeter, Baßler, Pelletier, Forster, Horava

Schiedsrichter: Florian Feuerbach, Dominik Pfeifer, Dominic Six

Zuschauer: 716

Tore: 1:0 Oleg Seibel (6.), 1:1 Marc Schmidpeter (43.), 2:1 Jiri Mikesz (56.)

Strafminuten: 17 + 20 (Petrak) / 12

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