Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Jan Michalek lässt den HEC jubeln

Mit seinem Treffer zum 2:1 belohnt der Stürmer die Alligators für eine tolle kämpferische Leistung, wobei vor allem Goalie Felix Feeser über sich hinaus wächst.
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Spielertrainer Daniel Jun, hatte seine Mannen perfekt auf den Gegner eingestellt und war an beiden Toren beteiligt, die letztendlich zum Sieg der Alligators über Miesbach führten. Foto: Picturedreams
Spielertrainer Daniel Jun, hatte seine Mannen perfekt auf den Gegner eingestellt und war an beiden Toren beteiligt, die letztendlich zum Sieg der Alligators über Miesbach führten. Foto: Picturedreams
Einen absolut gelungenen Eishockey-Abend erlebten die Fans gestern im Eisstadion am Kieferndorfer Weg in Höchstadt. Denn der gastgebende HEC zeigte im Bayernliga-Match gegen den TEV Miesbach Eishockey vom Feinsten, auch wenn die Torausbeute etwas mager blieb. Doch das was sich vor den Plexiglasscheiben an Spannung, Intensität, Kampf und mannschaftlicher Geschlossenheit abspielte, war aller Ehren wert. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie unbedingt die Punkte holen wollte, die ihr am Freitag in Bayreuth noch verwährt geblieben waren. Was das Team bisher in dieser Saison leistet, ist Wahnsinn", sagte HEC-Pressesprecher Martin Steinau unmittelbar nach der Schlusssirene.
Wie schon am Freitag setzten die Alligators - vor allem die erste Reihe - immer wieder schnelle Konter und Nadelstiche, die den TEV Miesbach im Lauf der Partie immer wütender machte, wobei es nie unfair wurde. Anderseits verteidigten die Gastgeber im Verbund überragend und auch Goalie Felix Feeser, der den gesperrten Ronny Glaser vertrat, wuchs über sich hinaus und rettete mit einigen tollen Paraden den Sieg ins Ziel.


Höchstadter EC - TEV Miesbach 2:1


Vom Bully weg entwickelte sich ein munteres Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Die Höchstadter hielten richtig dagegen, und setzte einige Konter, die durchaus erfolgversprechend waren. Dass drei Mann gesperrt fehlten, war nicht zu merken. Die Gäste waren optisch überlegen, fanden aber kein Mittel gegen die disziplinierte und fokussierte Höchstadter Abwehr. Stattdessen kassierten die Miesbacher eine Zeitstrafe wegen Spielverzögerung, als der Puck über die Plexiglasscheiben hinweg vom Feld flog. Diese Überzahl wussten die Alligators sogleich zu nutzen. Lenk passte auf Jun, der die Scheibe an Sikorski in der Mitte weiterleitete. Der Kapitän ließ einen Gegner aussteigen und hämmerte den Puck aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen (17.).
Im zweiten Drittel setzte sich das attraktive Spiel beider Seiten fort und zunächst mussten die Höchstadter zwei Schrecksekunden überstehen, als Feeser sein ganzes Können aufbieten musste, um die weiße Weste zu wahren. Doch der HEC überstand auch die folgende Drangphase der Miesbacher unbeschadet und setzte den nächsten Konter. Doch Lenks Schuss landete am Pfosten. Der HEC blieb gefährlich, verpasste es aber, Kapital aus einer doppelten Überzahl zu schlagen. Ein dummes Foul von Tratz, und der Nimbuis war dahin. In einfacher Unterzahl hielt Miesbach die Gastgeber vom Gehäuse fern. Sobald er wieder vollzählig war, machte der TEV seinerseits Druck und belohnte sich, als Reader zum 1:1 traf (37.).
Das Schlussdrittel war an Spannung kaum zu überbieten: Miesbach setzte einen wütenden Angriff nach dem anderen, doch die Alligators um Goalie Feeser hielten mit einer famosen Defensivleistung dagegen. Eine Unterzahlsituation überstanden die Höchstadter zunächst schadlos, doch der TEV machte weiter Druck. Nur die erste Sturmreihe der Panzerechsen sorgte mit vollem Körpereinsatz für Entlastung und stellte den Spielverlauf der voran gegangenen Minuten auf den Kopf. Der Puck gelangte von Lenk über Jun zu Michalek, der zum umjubelten 2:1 traf (47.). Doch es war noch fast eine Viertelstunde zu spielen und beide Teams zeigten, dass sie unbedingt als Sieger das Feld verlassen wollten. Das Auftreten der Gäste wurde zum Highlight der Schlussphase. Obwohl nach einem Foul an Stribny in Unterzahl, machte der TEV mächtig Betrieb, nahm bei jedem Angriff den Goalie vom Feld, um in voller Stärke attackieren zu können. Doch alle HEC-Cracks bewiesen tolle Moral, stemmten sich mit allem was sie hatten gegen den Ansturm und retteten den knappen Vorsprung ins Ziel, der zusammen mit den Fans ausgelassen gefeiert wurde. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Daniel Sikorski musste kurz vor Schluss verletzt vom Eis.

Die Statistik zum Spiel


Höchstadter EC -TEV Miesbach 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

Höchstadter EC: Tor: Feeser, Riebel; Verteidigung: Sikorski/Kaczmarek, Stütz/Eyrich;
Angriff: Michalek/Jun/Lenk, Gulda/Grau/Stribny, S. Goblirsch/ Tratz/Dam

TEV Miesbach: Tor: Lachauer, Geratsdorfer; Verteidigung: Kirschbauer, Empl, Müller, Förg Stangl, Kritzenberger; Angriff: Jann, Veicht, Deml, Sterba, Reader, Amann, Baumer, Rohm, Marek, Albanese

SR: Sperl, Norrgård, Streschnak
Zuschauer: 450
Tore: 1:0 Sikorski (17.), 1:1 Reader (37.), 2:1 Michalek (47.)
Strafzeiten: HEC 4 / TEV 6
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