Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

In Miesbach gehen langsam die Lichter aus

Der Höchstadter EC bleibt auf Playoff-Kurs und besiegelt mit dem 6:2-Erfolg wohl den Abstieg des über 40 Minuten tapfer kämpfenden TEV Miesbach.
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Die Alligators um Ales Kreuzer (Mitte) erlebten in Miesbach das erwartet harte Spiel, doch im Schlussdrittel brachen sie das Kämpferherz des mit dem Rücken zur Wand stehenden TEV. Foto: Picturedreams/Archiv
Die Alligators um Ales Kreuzer (Mitte) erlebten in Miesbach das erwartet harte Spiel, doch im Schlussdrittel brachen sie das Kämpferherz des mit dem Rücken zur Wand stehenden TEV. Foto: Picturedreams/Archiv
In Gruppe A der Verzahnungsrunde zwischen Eishockey-Ober- und -Bayernliga verteidigten die Höchstadt Alligators am Freitagabend Platz 1, erhöhten die Chancen auf die bestmögliche Ausgangsposition für das Playoff-Viertelfinale und nahmen dem gastgebenden TEV Miesbach mit dem 6:2-Sieg wohl die letzte Hoffnung, dem Abstieg in die Bayernliga noch irgendwie zu entrinnen. Zwei Drittel lang gestalteten die Hausherren das Geschehen ausgeglichen, dann brach ihnen Tomas Urban mit dem fünften HEC-Treffer das Genick.
Um noch Gruppenvierter zu werden und die Chance auf das Viertelfinale zu wahren, muss der TEV Miesbach nun unbedingt beim ESC Geretsried gewinnen und darf auch danach keinen Zähler mehr abgeben, während er darauf hoffen muss, dass Füssen und die Riverrats komplett leer ausgehen.


TEV Miesbach - Höchstadter EC 2:6

Das erste Drittel begann verhalten, außer einem vergeben Penalty von Oleg Seibel auf Seiten des HEC gab es keine nennenswerte Möglichkeiten. Hier und da eine Strafe, die aber keine Auswirkungen hatte. Nach einer Viertelstunde jedoch wurde es Vitalij Aab zu bunt: Angespielt von Michal Petrak setzte er zum Solo an und krönte dieses mit dem Führungstreffer (15.). Dabei blieb es, weil Miesbach 20 Sekunden vor der Pause am Pfosten scheiterte.

Im zweiten Durchgang wurde das Treiben auf dem Eis etwas munterer. Aab vergab das 0:2, ehe die Alligators im Powerplay die Scheibe verloren, und Deml den Unterzahlkonter zum 1:1 abschloss (23.). Miesbach versuchte jetzt ,den Druck zu erhöhen, stand sich aber selbst im Weg, als Gaschke für einen Check gegen Petrak eine Disziplinarstrafe kassierte. In Überzahl übernahmen die Gäste wieder das Kommando und brachten über Petrak Tomas Urban in Stellung, der das 1:2 erzielte (31.). Wenig später verpasste es Jiri Mikesz nachzulegen, was sich im folgenden Powerplay der Miesbacher rächte: Warda machte den erneuten Ausgleich (35.). Doch kaum wieder komplett, fanden die Alligators die richtige Antwort: Ein Doppelschlag durch Aab (36.) und André Lenk (37.) lenkte das Spiel in die richtige Richtung. Die Gastgeber nahmen eine Auszeit, gingen dann aber übermotiviert in die letzten Minuten des zweiten Drittels und brachen eine Schlägerei vom Zaun, die hüben wie drüben Disziplinarstrafen nach sich zog und verdeutlichte, dass beim TEV Miesbach die Nerven blank lagen.

Das Schlussdrittel ist im Grunde schnell erzählt. Einige Minuten lang probierten die Miesbacher erfolglos, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch als Urban - von Petrak perfekt in Szene gesetzt - von der blauen Linie zum 2:5 traf (44.), war das Kämpferherz der Gastgeber gebrochen. Auf den Rängen waren jetzt nur noch die 110 mitgereisten Fans des HEC zu hören, der in der Folge Puck und Gegner laufen ließ, die Zeit herunterspielte und dem sechsten Treffer einige Male nahe war. Der fiel letztendlich auch, als sich in der Schlussminute noch einmal ein Powerplay ergab, bei dem Max Cejka die Überzahl 20 Sekunden vor der Sirene zum 2:6-Endstand nutzte.


Die Statistik zum Spiel

TEV Miesbach - Höchstadter EC 2:6 (0:1, 2:3, 0:2)

TEV Miesbach: Tor: Geratsdorfer, Ewert; Verteidigung: Bacher, Lidl, Mechl, Krumbiegel, Kristic, Kathan; Angriff: Warda, Kimmel, Deml, Meineke, Fe. Feuerreiter, Amann, Rizzo, Gaschke, Bogdziul, Fl. Feuerreiter, Stumböck

Höchstadter EC: Tor: Metz, Schnierstein; Verteidigung: Roth/Babinsky, Cejka/Vojcak, Wiedl/Ribarik; Angriff: Aab/Petrak/Urban, Jun/A. Lenk/Kreuzer, Tratz/Seibel/Mikesz, Revaj

SR: Sebastian Eisenhut, Tobias Egger, Markku Lindholm
Zuschauer: 350

Tore: 0:1 Vitalij Aab (15.), 1:1 Sebastian Deml (23.), 1:2 Tomas Urban (31.), 2:2 Benjamin Warda (35.), 2:3 Vitalij Aab (36.), 2:4 André Lenk (37.), 2:5 Tomas Urban (44.), 2:6 Max Cejka (60.)
Strafminuten: 18 + 10 (Gaschke) + 10 (Warda) / 18 + 10 (Mikesz)
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