Niederlindach
Handball

HSG steht sich selbst im Weg und geht unter

Gegen Absteiger Nabburg/Schwarzenfeld geriet die HSG Erlangen/Niederlindach am letzten Spieltag mit 33:23 unter die Räder.
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Die Saison endete für Max Erhardt und die HSG mit einer Niederlage. Es reicht dennoch für Tabellenplatz 5. Archivfoto: André Schmieding
Die Saison endete für Max Erhardt und die HSG mit einer Niederlage. Es reicht dennoch für Tabellenplatz 5. Archivfoto: André Schmieding

Die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach blicken auf eine starke Saison in der Bezirksoberliga zurück. Zwar wurde es nicht der zuletzt angestrebte dritte Tabellenplatz, sondern der fünfte, aber immerhin war die HSG zu keinem Zeitpunkt vom Abstieg bedroht. Ganz anders als der Gegner am letzten Spieltag, die HSG Nabburg/Schwarzenfeld, die den Klassenerhalt nicht geschafft hat - trotz des hohen 33:23-Sieges gegen die Niederlindacher.

Bezirksoberliga

HSG Nabburg/Schwarzenf. - HSG Erl./Niederlindach 33:23

Wieder musste der HSG-Coach Klaus Watzinger auf einige verletzte Stammspieler verzichten, weshalb Spieler aus der zweiten Mannschaft die Bank auffüllten. Aufgrund der zuletzt mittelmäßigen Leistungen sollte die Saison trotzdem mit einem Sieg beendet werden.

Nach einem nachgeholten Spiel standen die Gäste aus der Oberpfalz bereits als Absteiger fest. Allerdings machten sich bereits zu Spielbeginn die Besetzungsprobleme der HSG bemerkbar: Die Spielabläufe im Angriff wurden unsauber gespielt und die Abwehr offenbarte aufgrund von Abstimmungsproblemen große Lücken. Dennoch verliefen die ersten zehn Minuten ausgeglichen, bis sich die Gastgeber auf die beiden verbliebenen etatmäßigen HSG-Rückraumspieler eingestellt hatten. In der Folge legte die Mannschaft aus Nabburg/Schwarzenfeld einen 6:0-Lauf hin und führte nach einer Viertelstunde bereits mit 11:4.

Die Auszeit von HSG-Trainer Watzinger zeigte zunächst keine Wirkung. In doppelter Unterzahl wurde der Abstand immer größer und so stand es nach 20 Minuten 15:6 für die Hausherren. Durch eine deutlich verbesserte Abwehr und schnelleres Angriffsspiel gelang es der HSG, bis zur Pause immerhin auf 18:14 zu verkürzen.

Doch näher als drei Tore sollte die Mannschaft nicht mehr an den Gastgeber herankommen. Mit zahlreichen Fehlwürfen und technischen Fehlern sowie erneut großen Lücken in der Abwehr machte sich die HSG das Leben auch in der zweiten Halbzeit selbst schwer. Bis zehn Minuten vor Ende war die Partie dennoch noch nicht gelaufen (25:21). Doch getragen von den Fans spielten die Gastgeber weiter munter auf, während die HSG mit der Zeit die Hoffnung verlor, was zu weiteren Nachlässigkeiten führte.

HSG-Rückraumspieler Max Erhardt zeigte sich nach dem Spiel unzufrieden mit dem Auftreten: "Wir haben von Anfang an nicht ins Spiel gefunden. All das, was wir uns im Laufe der Saison erarbeitet haben, haben wir heute komplett über Bord geworfen und konzeptlos gespielt. Schade, dass die durchwegs gelungene Spielzeit so enden muss."

Die Bilanz der gesamten Saison trübe das aber nicht: "Trotzdem bin ich auf die Saisonleistung der Jungs stolz und freue mich, dass wir dieses Jahr viel dazugelernt haben."

HSG: Hückel, Schindler - Ardiles, Brunner (3), Burkard, Erhardt (2), Gumbert, Hauer (4), Hesse (2), Kolbe (1), Laubmann (4), Rowold (1), J. Stübinger, L. Stübinger (6/4)

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