Niederlindach
Handball

HSG Niederlindach: Erst Pokalsieg, dann Polterabend

Die HSG Erlangen/Niederlindach bezwingt Hersbruck und Eckental und holt sich den Pokal des Bezirks Ostbayern.
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Die HSG Erlangen/Niederlindach feiert den Pokalsieg. Foto: privat
Die HSG Erlangen/Niederlindach feiert den Pokalsieg. Foto: privat

Die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach sind Bezirkspokalsieger. In eigener Halle setzte sich der Bezirksoberligist erst im Halbfinale gegen den HC Hersbruck durch und gewann auch das Finale gegen die HG Eckental. Dabei musste die HSG auf einige Spieler verzichten, unter anderem auf Maximilian Willert, feierte aber anschließend - auf dessen Polterabend den Pokalsieg.

In einer kurzen Trainingswoche hatte Trainer Klaus Watzinger seine Mannschaft dazu aufgerufen, sich auf die Stärken der vorherigen Saison zu besinnen.

Bezirkspokal Ostbayern

HC Hersbruck - HSG Erlangen/Niederl.14:23

Mit viel Spielspaß erwischten die Niederlindacher im Halbfinale den besseren Start. Durch schnelle Tore gingen sie mit 3:0 in Führung, ehe in der fünften Spielminute die mitgereisten Fans aus Hersbruck das erste Tor bejubeln konnten. Nach anfänglicher Sicherheit verlor die HSG im Anschluss den Faden und dem Gegner wurden durch zu viele individuelle Fehler einfache Tore gewährt. Zudem ließ eine hohe Fehlerquote im Abschluss, die hastig abgeschlossenen Angriffen geschuldet war, die Gästemannschaft nicht unverdient auf ein 8:7 nach 20 Minuten herankommen. Watzinger forderte in der Halbzeitansprache beherzteres Anpacken in der Abwehr.

Spektakulär abgeschlossen

Sein Team folgte seinem Appell prompt und startete mit einem 5:0-Lauf in die zweite Halbzeit. Hinten gelang das Zusammenspiel der Abwehr mit dem Tormann Thomas Hutzler besser als vor der Pause und auf der Angriffsseite erregte die Leistung von Kreisläufer Josef Stübinger mit sechs Treffern Aufsehen. Er war es auch, der zur Schlusssekunde einen Gegenstoß spektakulär im Fallen verwandelte.

Im zweiten Halbfinale setzte sich die HG Eckental gegen die HG Hemau/Beratzhausen erst im Siebenmeter-Werfen durch.

HSG: Hutzler, Hückel - Burkard, Dubiel, Erhardt (1), Gumbert, Laubmann (2), Loncar (3), Rowold (1), Rühl (2), J. Stübinger (6/3), L. Stübinger (3), Wilferth (5) HG Eckental - HSG Erlangen/Niederl. 21:34

Das Finale verlief zunächst ähnlich wie das Spiel gegen Hersbruck. Auf 4:1 setzte sich die HSG-Truppe ab, ehe sich Fehler in der Abwehr häuften. Zu langsame Beinarbeit und einfache Durchbrüche der Eckentaler ließen den ansonsten gut aufgelegten Torwart Hückel immer wieder hinter sich greifen. Ein 5:5 nach 13 gespielten Minuten ging zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung.

Doch trotz der kurzen Vorbereitungsphase, der kurzen Spielpause seit dem Halbfinale und des durchwachsenen Spielverlaufs zeigte die Mannschaft Kampfgeist und Lust am Spiel und setzte sich zur Halbzeit auf 8:15 ab.

In der zweiten Spielhälfte wurde der Vorsprung gehalten und die Führung durch eine ordentliche Schlussphase sogar zwischenzeitlich auf 15 Tore ausgebaut. Herausragend war Tobias Wilferth, der bereits über den gesamten Tag gut aufgelegt und mit sieben Toren allein im zweiten Spiel maßgeblich am Erfolg der Niederlindacher beteiligt war.

HSG: Hutzler, Hückel - Burkard, Dubiel, Erhardt (4), Gumbert (2), Laubmann (2), Loncar (4), Rowold (1), Rühl (4), Sackmann, J. Stübinger (2/1), L. Stübinger (8), Wilferth (7)

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