Niederlindach
Handball

HSG hat noch Luft nach oben

Mit einem Sieg gegen Obertraubling ist die HSG Erlangen/Niederlindach in die neue Saison der Bezirksoberliga gestaret. Dabei lief aber vor allem in der Defensive längst nicht alles glatt.
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Lukas Stübinger war mit neun Treffern der mit Abstand beste Torschütze der HSG Erlangen/Niederlindach im ersten Saisonspiel. Archivfoto: Sportfoto Zink
Lukas Stübinger war mit neun Treffern der mit Abstand beste Torschütze der HSG Erlangen/Niederlindach im ersten Saisonspiel. Archivfoto: Sportfoto Zink

Nach drei Monaten war die Vorbereitung zu Ende und die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach starteten in die Bezirksoberliga-Saison. Am ersten Spieltag ging es zu Aufsteiger Obertraubling.

Bezirksoberliga Ostbayern

SV Obertraubling - SG Erl./Niederlindach 27:30

Da HSG-Trainer Klaus Watzinger noch im Urlaub war, sprang Co-Trainer Matthias Dubiel ein und hatte einen breiten Kader zur Verfügung. Nur Rückraumspieler Marco Loncar und Rechtsaußen Kevin Gumbert fehlten. Derweil feierten die Neuzugänge Hannes Binder (vom TSV 1846 Nürnberg) und Anton Käppner (vom HC Erlangen) im Rückraum bzw. Tor ihr HSG-Debüt.

Die ersten drei Minuten gehörten der HSG: Nach gut herausgespielten Wurfsituationen brachte Robin Schmieding sein Team mit 2:0 Führung, doch der SV ließ sich nicht einschüchtern. Die noch unsortiert wirkenden Abwehrreihen der HSG wurden mit einfachen Mitteln ausgespielt und so dauerte es nicht lange, bis der Ausgleichstreffer fiel. In dieser Phase der Partie verletzte sich SV-Spieler Patrick Meier unglücklich und schwer am Knie. Der Angriff der HSG fand schlecht ins Spiel und war durch leichtsinnige Einzelaktionen geprägt, was zum ersten Rückstand führte (4:5).

Auszeit bringt HSG in Schwung

Die folgende Auszeit zeigte ihre Wirkung: Zwar verlief das Spiel bis zur 23. Minute noch ausgeglichen, doch dann nutzten die Erlanger eine Zwei-Minuten-Strafe auf Seiten der Gastgeber. Die Rote Karte gegen den SV kurz darauf half ebenfalls, um erstmals mit drei Toren Vorsprung in Führung zu gehen. Die Oberpfälzer verkürzten kurz vor der Halbzeit durch einen Siebenmeter zum Halbzeitstand von 10:12.

Die HSG fand besser in die zweite Hälfte. Zwar funktionierten die Abwehrreihen in den ersten Minuten nicht wie gewünscht, doch dank des starken Keepers Lukas Hückel und einer schnellen zweiten Welle gelang Niederlindach ein 4:1-Lauf und somit eine Fünf-Tore-Führung. Die darauffolgende zweite Rote Karte gegen Obertraubling brachte allerdings einen kurzen Dämpfer in das Spiel der Erlanger - die Oberpfälzer kamen in der 40. Minute erneut auf zwei Tore heran. Ein erneuter 6:2-Lauf und ein starkes rechtes Angriffsgespann aus Rückraumspieler Lukas Stübinger und Außenspieler Ferdinand Brunner sorgten aber schnell für sieben Treffer Vorsprung.

Der Siegeswille war den Gästen anzumerken, doch in den letzten zehn Minuten folgte die schlechteste Phase der Partie. Der Angriff vergab gut herausgespielte Chancen fahrlässig, die Abwehr zeigte massive Abspracheprobleme im Innenblock. Somit schmolz die hart erkämpfte Führung in den letzten Minuten dahin., Der Schlusspfiff kam einer Erlösung gleich.

Die HSG kann nach dem ersten Spiel zwar die ersten beiden Punkte auf dem eigenen Konto verbuchen, zeigte während des Spiels aber sowohl im Angriff als auch in der Abwehr einige offene Baustellen. Watzinger-Vertretung Dubiel sagte: "Wir haben heute über 50 Minuten eine gute Abwehr gespielt. Über die letzten zehn Minuten des Spiels werden wir noch einmal reden müssen."

In der kommenden Woche hat die HSG spielfrei - ideal, um sich den Fehlern des Spiels zu widmen. Am 12. Oktober empfängt das Team dann den TV Altdorf (18.30 Uhr) in der Seebachgrundhalle in Hannberg.

HSG: Hückel, Käppner - Binder, Brunner (5), Erhardt (3), Gilg (2), Hauer, Laubmann (2), Sackmann (3), Schmieding (4), J. Stübinger, L. Stübinger (9/2), Wilferth (1), Willert (1)

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