Erlangen
Handball

HSG Erlangen/Niederlindach verliert auch gegen den Tabellenzweiten

In der Handball-Bezirksoberliga verliert die HSG bei der dritten Mannschaft des HC Erlangen mit 21:26.
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Max Willert (Mitte) war mit seinem Abschluss sechsmal für die HSG erfolgreich. Foto: Andre Schmieding
Max Willert (Mitte) war mit seinem Abschluss sechsmal für die HSG erfolgreich. Foto: Andre Schmieding

Nach dem hart umkämpften Heimspiel gegen den ESV Regensburg erwartete die HSG Erlangen/Niederlindach den nächsten schwierigen Gegner. In der Handball-Bezirksoberliga spielte die HSG bei der dritten Mannschaft des HC Erlangen. Erneut musste Trainer Klaus Watzinger seinen Kader umstellen, da Routinier Robin Schmieding berufsbedingt passen musste und Kreisläufer Josef Stübinger und Mittelmann Louis Hesse für die zweite Mannschaft geschont wurden. Außerdem fehlt weiterhin der langzeitangeschlagene Tobias Wilferth. Dafür rückte Linkshänder Kevin Dyes aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.

HC Erlangen III - HSG Erlangen/Niederlindach 26:21

Der HCE startete deutlich besser in die Partie. Die Abwehrreihen der HSG wurden zu oft auf dem falschen Fuß erwischt. Unvorbereitete Rückraumwürfe wehrte der starke Erlanger Innenblock ab. Somit stand es nach zehn Minuten 4:0, ehe sich Watzinger gezwungen sah, die erste Auszeit zu nehmen. Nach klaren Worten vom Trainer funktionierte der Angriff der HSG besser. Nach knapp 20 Minuten kämpften sich die Gäste erneut auf zwei Zähler heran, das hielt jedoch nicht lange. Durch ein zu schwaches Zweikampfverhalten in den eigenen Abwehrreihen bauten die HCler ihre Führung weiter aus. Auch die Absprache zwischen Innenblock und Torhüter funktionierte nicht so wie gewollt. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit riss sich die HSG zusammen, kämpfte sich durch gute Anspiele über den Kreis wieder heran und verkürzten bis zur Halbzeit auf 12:9. Trotz einer eher schwachen ersten Halbzeit schien das Spiel noch nicht komplett abgeschrieben. Watzinger forderte von seinem Team mehr Mut im Angriff, eine deutlich bessere Rückwärtsbewegung und ein schnelleres Spiel über die erste und zweite Welle. Auch den Start in die zweite Halbzeit verschlief die HSG. Die Rückraumspieler um Willert und Stübinger rieben sich an der Abwehr des HC auf.

Somit setzte sich der Gastgeber zum zwischenzeitlichen 14:10 ab. Doch durch einen 3:1-Lauf der HSG innerhalb von fünf Minuten wurde das Spiel wieder spannend. Die nächsten zehn Minuten schien es eine offene Partie. Aber ab der 50. Minute funktionierte das Angriffsspiel der Niederlindacher so gut wie gar nicht mehr. Verzweifelte Einzelaktionen wurden nicht verwertet und in der Abwehr fehlte der letzte Biss. Somit setzten sich die Erlanger auf fünf Tore ab.

Die Ergebnisse der vergangenen beiden Partien sprechen zwar eine deutliche Sprache, trotzdem verloren die HSGler dieses Spiel gegen den HC Erlangen erst in den letzten zehn Minuten. "Das war zwar ein körperbetontes, jedoch trotzdem sehr faires Derby", sagte Watzinger. "Gegen die individuelle Übermacht der HCE-Mannschaft mit ihren Drittligaspielern und Routiniers haben wir uns doch recht gut gehalten, das Ergebnis geht in Ordnung."

In der kommenden Woche wird weiter an der Chancenverwertung gearbeitet, die mit 24 Fehlwürfen deutlich zu schwach war. Das nächste Heimspiel am Samstag, 16. Februar, findet um 20 Uhr gegen den HC Weiden in der Sporthalle am Europakanal statt.

TSH: Hückel, Schindler - Ardiles, Brunner (1), Dyes, Erhardt (3), Gilg (2), Gumbert (3/1), Hauer, Laubmann (1), Sackmann (1), Stübinger (4), Willert (6)



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