Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Höchstadter Strafzeiten werden mit Gegentoren bestraft

In Spiel 1 nach dem offenen Brief des Vorstands sind die Alligators in Regensburg mit 1:8 baden gegangen. Ein Grund für die hohe Pleite waren die Strafen.
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Die Höchstadt Alligators um Ondrej Nedved (li.), der den Ehrentreffer von Robert Hechtl vorbereitete, erhielten in Regensburg eine 1:8-Abfuhr. Foto: Picturedreams/Archiv
Die Höchstadt Alligators um Ondrej Nedved (li.), der den Ehrentreffer von Robert Hechtl vorbereitete, erhielten in Regensburg eine 1:8-Abfuhr. Foto: Picturedreams/Archiv

Dass es für den Vorletzten der Eishockey-Oberliga-Meisterrunde beim Tabellenzweiten schwer werden würde, war klar, doch die Höchstadt Alligators verbauten sich mit 22 Strafminuten (Regensburg: sechs) eine realistische Chance, die gastgebenden Eisbären vor 1700 Zuschauern zu bezwingen. Lediglich ein Ehrentreffer gelang dem HEC. Immerhin verlor auch der mit Blick auf die Play-offs einzuholende EV Lindau, gegen den es am Sonntag zum direkten Duell kommt.

Eisbären Regensburg - Höchstadter EC 8:1

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Die erste Chance hatte der Favorit bereits nach 25 Sekunden, doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. Jiri Mikesz ( 3.) und Marvin Deske (4.) prüften den Eisbären-Torwart, ehe Deske nach einem Zusammenprall vom Eis ging (7.).

Im weiteren Verlauf war kaum zu erkennen, wer auf dem zweiten und wer auf dem vorletzten Platz der Tabelle steht. Einziger Unterschied: Der HEC kassierte mehrere Zwei-Minuten-Strafen, darunter sogar eine doppelte, überstand diese aber unbeschadet. Als die Regensburger kurz vor der Sirene erneut zwei Mann mehr auf dem Feld hatten, schlugen sie aber doch noch zu (18.). In einfacher Überzahl legten sie das 2:0 nach (19.).

Wegen Spielverzögerung von Goalie Philipp Schnierstein nahm Höchstadt eine weitere Strafe mit ins zweite Drittel. Doch die Hausherren können es auch im Fünf-gegen-fünf: Schon nach etwas mehr als einer Minute stellten sie auf 3:0. Obwohl die Alligators bis dahin gut mitgehalten hatten, schlichen sich mit den Gegentoren wieder Fehler ein.

Als ein weiterer Höchstadter auf der Strafbank Platz nahm, hieß es 4:0 (31.). Der HEC nahm eine Auszeit. An Schnierstein lag es nicht, dieser vereitelte eine Regensburger Chance, musste dann aber für Nicola Henseleit weichen. "Ich wollte sehen, ob ein Ruck durch die Mannschaft geht", begründete Trainer Daniel Sikorski den Schritt. "Am Sonntag gegen Lindau wird Phipsi aber wieder im Tor stehen", kündigte der Coach an. Der Ersatzkeeper musste - trotz erstmaliger Höchstadter Überzahl - prompt die Gegentore Nummer 5 (33.) und 6 (35.) hinnehmen, durfte sich aber auch einmal auszeichnen. Auf der anderen Seite hatten seine Vorderleute kein Schussglück.

Am Ende des zweiten Durchgangs hatte sich Kapitän Martin Vojcak die bereits achte Strafe des HEC eingehandelt. Die Eisbären mussten bis dahin erst einmal büßen und nutzten die Überzahl zum schnellen 7:0 (41.). In der 47. Minute hieß es 8:0.

Als zum zweiten Mal in dieser Partie ein Spieler der Gastgeber auf die Bank geschickt wurde, erzielte Robert Hechtl auf Vorarbeit von Mikesz und Ondrej Nedved den Ehrentreffer (48.). In den letzten zehn Minuten schraubten beide Teams lediglich ihre Strafzeiten nach oben.

Sikorski wollte die klare Pleite nicht nur an den Schiedsrichterentscheidungen festmachen, sondern erkannte die Qualität Regensburgs an. Zudem verwies er auf die Psyche seiner Mannschaft: "Die Köpfe machen die Beine schwer."

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