Eishockey

Höchstadter EC gerät ins Hintertreffen

Ausgerechnet ein Ex-Alligator schießt Erding zum Sieg und bringt den TSV in den Play-offs zur Oberliga in Führung.
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Auf dem Hosenboden ist der Höchstadter im ersten Play-off-Spiel zur Eishockey-Oberliga gelandet. Gegen den TSV Erding setzte es zuhause eine 3:4-Niederlage.
Auf dem Hosenboden ist der Höchstadter im ersten Play-off-Spiel zur Eishockey-Oberliga gelandet. Gegen den TSV Erding setzte es zuhause eine 3:4-Niederlage.
Ernüchterung am Kieferndorfer Weg: Die Höchstadt Alligators haben das erste Play-off-Spiel zur Eishockey-Oberliga gegen den TSV Erding überraschend mit 3:4 verloren. Am Sonntag (18 Uhr) folgt auswärts die zweite Partie in der Best-of-seven-Serie.

Höchstadter EC - TSV Erding 3:4
Torhüter Philipp Schnierstein nur auf der Bank, dazu Spielertrainer Daniel Jun sowie Goalgetter Ales Kreuzer noch nicht einsatzfähig: Der HEC hatte schwerwiegende Ausfälle zu verkraften. Zu merken war davon zunächst nichts. Höchstadt begann mutig, wissend um die zwei Siege gegen Erding in der Bayernliga-Hauptrunde. Nach fünf Minuten hatte der TSV die Drangphase überstanden - und ging durch Daniel Krzizok (7.) in Führung. Glück für Höchstadt, dass der Gast kurz danach keinen Treffer mehr nachlegte. Die Chancen waren da, aber an Carsten Metz kein Vorbeikommen. Zur Mitte des ersten Drittels vergaben Mikesz, Petrak und Urban in Überzahl den möglichen Ausgleich. Danach wurde es ruppiger, viele Strafzeiten störten den Fluss.

Auch im zweiten Abschnitt häuften sich auf beiden Seiten etliche Strafminuten an. Lukas Lenk wurde beim Fast Break gerade noch gestoppt (27.), nun wollte beim HEC aber nichts mehr gelingen. Erst stellte Lars Bernhardt auf 2:0 (34.) für Erding, ehe Kilian Steinmann sogar auf 3:0 (37.) erhöhte.

Das letzte Drittel war das pure Drama: Lukas Lenk (43.), Vitalij Aab (44.) und Michal Petrak (45.) sorgten in Windeseile für den 3:3-Ausgleich, die komplette Wende bahnte sich an, die Halle tobte. Aber nichts da: Ausgerechnet der Ex-Alligator Stephan Hiendlmeyer schoss Erding wieder mit 4:3 in Front (54.). Höchstadt opferte Keeper Metz zwei Minuten vor Schluss für einen weiteren Feldspieler. Und da zwei Erdinger eh auf der Strafbank saßen, spielte Höchstadt zeitweise mit drei Mann in Überzahl. Aber es half nichts: Erding hielt den Kasten sauber und sorgte mit dem 4:3-Sieg für eine faustdicke Überraschung, die Höchstadt am Sonntag gleich wieder zurechtrücken sollte.

"Wir waren heute einfach nicht besser, das ist eine Tatsache. Erding hatte die 3:0-Führung verdient. Wir müssen daraus lernen", sagte Spielertrainer Jun auf der anschließenden Pressekonferenz. tsc
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