Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey-Verzahnungsrunde

Höchstadt zeigt gegen Miesbach eine Reaktion

Nach dem desolaten Auftritt in Passau hat der HEC gegen den TEV Miesbach eine Reaktion gezeigt: Die Alligators setzten sich mit 5:3 (2:0, 0:2, 3:1) durch.
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Juris Upitis (grünes Trikot) traf gegen Miesbach zum 2:0 für den HEC. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter 5:3-Heimsieg für die Alligators. Picturedreams
Juris Upitis (grünes Trikot) traf gegen Miesbach zum 2:0 für den HEC. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter 5:3-Heimsieg für die Alligators. Picturedreams

Das erste Wochenende der Verzahnungsrunde zwischen der Eishockey-Oberliga und der Bayernliga war beim Höchstadter EC von Licht und Schatten geprägt. Nach schwacher Leistung verloren die Alligators am Freitagabend in Passau mit 1:4 (0:0, 0:2, 1:2). Gegen den TEV Miesbach traten die Alligators wie verwandelt auf und erkämpften sich einen 5:3 (2:0, 0:2, 3:1)-Sieg.

Verzahnungsrunde

Höchstadter EC - TEV Miesbach 5:3

Höchstadt wollte sich gegen den Hauptrundenmeister der Bayernliga rehabilitieren, das machte nicht nur das Statement der Mannschaft auf der Facebook-Präsenz des HEC deutlich. Vor heimischer Kulisse startete das Team vom Martin Sekera furios: Anton Seewald bediente Jari Neugebauer - das 1:0 (3.). Vom TEV war wenig zu sehen, Höchstadt hatte deutlich Oberwasser und hielt vor allem kämpferisch gut dagegen. Florian Seelmann verpasste in der neunten Minute das 2:0, doch eine Zeigerumdrehung später machte es Juris Upitis besser: Von Seewald und Neugebauer freigespielt, ließ der nachverpflichtete Angreifer TEV-Goalie Timon Ewert keine Chance und baute den Vorsprung aus. Das gesteigerte Selbstvertrauen der Hausherren wurde kurz darauf nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Vitalij Aab sichtbar: Nick Dolezal behauptete sich gegen mehrere Miesbacher und nahm wertvolle Sekunden in numerischer Unterzahl von der Uhr. Torhüter Benjamin Dirksen musste keinen einzigen Schuss abwehren. Viel zu tun bekam der Höchstadter Schlussmann auch im weiteren Verlauf nicht. Ewert auf der Gegenseite bewahrte die Gäste hingegen mit starken Paraden vor größerem Übel. Der von den Fans geforderte Kampfgeist war allenthalben zu spüren, verdient ging es mit einer 2:0-Führung in die erste Pause.

So enttäuschend sich Miesbach im ersten Drittel präsentierte, so stark zeigte sich der TEV im zweiten Abschnitt. Höchstadt versuchte das Tempo hochzuhalten, doch der Gast trat nun energischer auf und glich binnen 100 Sekunden aus: Erst legte Bohumil Slavicek für Johannes Bacher auf (24.), dann traf Topscorer Slavicek nach Vorarbeit von Thomas Schenkel selbst. Die breite Brust des HEC war verschwunden, stattdessen hielt Miesbach nun die Zügel in der Hand. Doch angetrieben von den Fans brach Höchstadt nicht auseinander, hielt körperlich dagegen und verhinderte im Anschluss den Rückstand. Mehrere Zeitstrafen auf beiden Seiten zeugten nun von einem rassigen Relegationsspiel, in dem sich die Teams bald auf Augenhöhe begegneten. So ging es beim Stand von 2:2 ins letzte Drittel, der Ausgang des Spiel schien völlig offen.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Strafe gegen Miesbachs Michael Grabmaier. Sonderlich effizient war der HEC im Powerplay nicht - bis jetzt: Von Mikhail Nemirovsky und Thilo Grau freigespielt, netzte Vitalij Aab zum 3:2 ein (44.). Nur zwei Minuten später legte die erste Reihe in Person von Neugebauer (Assist Seewald) gar das 4:2 nach, ehe Miesbach durch Athanasios Fissekis (47., Assist Filip Kokoska) prompt auf 4:3 verkürzte. Höchst umkämpft gestaltete sich die Schlussphase, in der die Schiedsrichter auf beiden Seiten Strafzeiten ohne Ende aussprachen.

Umso wichtiger war das vorentscheidende 5:3 von Jiri Mikesz, der ein Zuspiel von Aab verwertete (51.). Denn richtiger Spielfluss kam im Anschluss nicht mehr auf. Zu zerfahren, umkämpft und hitzig ging es in der Schlussphase zu, in der kaum eine Minute noch jeweils sechs Akteure auf dem Eis standen. Doch den Alligators kam das nicht ungelegen, in Gefahr geriet der Heimsieg nicht mehr.

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