Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Höchstadt: Frankenderby geht an Selb

Die Höchstadt Alligators haben das Derby gegen die Selber Wölfe mit 3:6 verloren. Im letzten Drittel sorgte der Favorit für die Entscheidung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Patrik Rypar (in Grün) und die Alligators zeigten eine kämpferische Leistung, unterlagen aber erneut.Picturedreams/Archiv
Patrik Rypar (in Grün) und die Alligators zeigten eine kämpferische Leistung, unterlagen aber erneut.Picturedreams/Archiv

Vor 831 Zuschauern und einer gut gefüllten Gästetribüne haben die Höchstadt Alligators gegen die Selber Wölfe zwar ein über weite Strecken gutes Spiel gezeigt, letztendlich aber verdient verloren.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - Selber Wölfe 3:6 (1:2, 2:2, 0:2)

Nach seinem Kieferbruch kehrte Adam Suchomer in den Kader des HEC zurück, der zudem durch die Ingolstadter Förderlizenzspieler Benedikt Jiranek und Daniel Maul ergänzt wurde. Robin Maly fehlte verletzt.

Die Höchstadter legten einen Blitzstart hin: In der ersten Minute bediente Patrik Rypar den Kapitän Martin Vojcak mit einem überlegten Pass und der erzielte im Nachsetzen das 1:0. Der HEC begann sehr selbstbewusst und sicher, leistete sich aber einen folgenschweren Puckverlust. Landon Gare lief alleine auf Patrick Golombek zu und verwandelte (6.). Ein ärgerliches Gegentor, da die Alligators nahezu das komplette Drittel kaum Selber Chancen zuließen. Die ersten beiden Überzahl-Minuten der Höchstadter brachten lediglich drei ungefährliche Fernschüsse und zwei parierte Abschlüsse von Vitalij Aab und Max Cejka hervor.

Einige Minuten später konnte Jari Neugebauer alleine vor dem Tor nur noch mit einem Stockschlag gestoppt werden, doch Jiri Mikesz ließ die einzige nennenswerte Gelegenheit in der letzten Powerplay-Sekunde liegen. Die größte Chance zur erneuten Führung hatte aber Rypar in der letzten Spielminute aus halblinker Position, doch er vergab und das rächte sich: Im direkten Gegenzug stellte Kenneth Turner auf 1:2 und schickte die Alligators mit einem unverdienten Rückstand in die Pause.

Das zweite Drittel begann wie so oft bisher: mit einem Nackenschlag. Christoph Kabitzky staubte zum 1:3 ab (22.). Das nahm den Alligators den Wind aus den Segeln und der nächste Gegentreffer folgte eine Minute später: Florian Ondruschka spielte einen Pass quer vor das Tor und Landon Gare vollendete. HEC-Coach Martin Sekera reagierte mit einer Auszeit, um sein Team zu beruhigen. "Wir haben noch Zeit genug", schärfte er seiner Mannschaft ein.

Die Alligators brachen diesmal tatsächlich nicht ein, aber den nächsten Treffer kassierte keines der beiden Teams, sondern einer der Schiedsrichter. Das sorgte für eine Behandlungspause und kurzzeitig nur zwei Referees auf dem Eis. In der 28. Minute brachte Jiri Mikesz sein Team zurück ins Spiel. Über Aab und Neugebauer vollstreckte er unmittelbar vor dem Tor. Als er sechs Minuten später abzog, staubte Michal Petrak zum 3:4 ab. Zwar wurde es noch einige Male brenzlig vor dem Höchstadter Tor, doch ein später Gegentreffer blieb diesmal aus.

In den ersten Minuten des Schlussdrittels ging es ständig hin und her, große Chancen gab es keine - bis ein Distanzschuss aus dem linken Rückraum von Dominik Müller zur 5:3-Gästeführung einschlug (48.). Es war ein deutlicher Wirkungstreffer, immer wieder brannte es jetzt lichterloh vor Golombek. Auf der anderen Seite tat sich nicht mehr viel und der Selber Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Stattdessen machten die Wölfe durch Ian McDonald den Deckel drauf (59.).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren