Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Höchstadt Alligators zerbrechen in Horror-Drittel

In einem kuriosen Spiel verliert der Höchstadter EC mit 5:11 zweistellig gegen die Eisbären Regensburg. Dabei stand nach dem ersten Drittel eine Zwei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel.
Artikel drucken Artikel einbetten
HEC-Goalie Patrick Golombek war bedient: Er kassierte fünf Gegentore in nur drei Minuten und wurde ausgewechselt.Picturedreams
HEC-Goalie Patrick Golombek war bedient: Er kassierte fünf Gegentore in nur drei Minuten und wurde ausgewechselt.Picturedreams

Nach einem ersten Drittel, das eines der besten der bisherigen Saison gewesen sein dürfte, gingen die Höchstadt Alligators im zweiten Abschnitt völlig baden und kassierten vor 664 Zuschauern eine üble Klatsche gegen die Eisbären Regensburg.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - Eisbären Regensburg 5:11 (3:1, 1:8, 1:2) Die Gäste begannen druckvoll und versuchten ihr Glück meist über Fernschüsse. Auch die erste Alligators-Chance durch Felix Ribarik war ein Versuch aus der Distanz. Als die Eisbären wegen Beinstellens zum ersten Mal in Unterzahl gerieten, gingen die Alligators in Führung: Über Richard Stütz und Michal Petrak kam der Puck zu Michal Mlynek, der vollstreckte (7.). Kurz darauf kassierte der HEC seine erste Strafe und Goalie Patrick Golombek zeigte zwei starke Paraden, hatte aber auch einmal Glück, als der Puck an ihm abprallte und quer die Linie entlang schoss.

Stattdessen schlug wieder der HEC eiskalt zu: Nach einem Hackenpass von Thilo Grau preschte Michal Petrak die linke Seite entlang und bediente erneut Mlynek mit einem Querpass zum 2:0. Noch in derselben Minute fiel der Anschlusstreffer, als die Alligators in der Defensive komplett schliefen und sich Nikola Gajovsky direkt neben dem Tor den passenden Moment für den Querpass auf Peter Flache aussuchen durfte. Doch auch die Eisbären-Verteidigung hatte einen Blackout: Michal Petrak zog von der blauen Linie unbehelligt in Richtung Tor und traf zum 3:1 (14.). Die Alligators schienen vor Selbstvertrauen zu strotzen und zeigten ein völlig anderes Gesicht.

Unmittelbar nach der Pause änderten sich die Vorzeichen komplett: Regensburg kam wie verwandelt zurück aufs Eis und zerlegte die Alligators innerhalb von wenigen Minuten in ihre Einzelteile: Den Anfang machte Fabian Herrmann (23.), gefolgt von Treffern durch Gajovsky (24., 26.), Nicolas Sauer (24.), wieder Herrmann (25.), Tomas Schwamberger (34.), Lukas Mühlbauer (34.) und Flache (37.). Unfassbare acht Treffer erzielten die Eisbären - fünf davon in nur drei Minuten. Patrick Golombek ging nach dem zwischenzeitlichen 3:6 frustriert vom Eis. Nico Henseleit erging es aber nur bedingt besser. Den Schlusspunkt in einem katastrophalen Drittel durften die Alligators setzen: Bei angezeigter Strafe traf Vitalij Aab nach Pass von Jiri Mikesz (39.).

Nach anderthalb Minuten im letzten Abschnitt kassierte Mikesz eine Strafe, zweistellig wurde es in Unterzahl aber noch nicht. Der nächste, der auf die Strafbank durfte, war Martin Vojcak - Florian Seelmann gesellte sich wenig später hinzu. In doppelter Unterzahl war es soweit: Richard Divis traf nach einem Schuss von Tomas Gulda aus spitzem Winkel (47.). In der 51. Minute verhinderte die Latte den elften Gegentreffer. Den legte Divis in der 53. Spielminute sehenswert nach. Die HEC-Fans hatten genug gesehen, Plastikflaschen flogen aufs Eis. Zumindest gab es noch einen Höchstadter Treffer zu bejubeln: Felix Ribarik erzielte das 5:11 kurz vor dem Ende.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren