Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Höchstadt Alligators geben Sieg aus der Hand

Zwei Drittel lang zeigte der Höchstadter EC gegen die Eisbären Regensburg eine ansprechende Leistung, vergab im Schlussabschnitt aber die Chance auf Punkte.
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Martin Vojcak (li.) und die Alligators gingen wieder leer aus.Picturedreams/Archiv
Martin Vojcak (li.) und die Alligators gingen wieder leer aus.Picturedreams/Archiv

Wären die letzten 20 Minuten nicht gewesen, hätte der Höchstadter Auftritt gegen Regensburg vor 711 Zuschauern das Zeug zum Mutmacher im Abstiegskampf gehabt. Doch nach 3:2-Führung stand es am Ende 3:6.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - Eisbären Regensburg 3:6 (2:1, 1:1, 0:4)

Noch ohne den gesperrten Neuzugang aus Bad Kissingen, Pascal Kröber, gingen die Alligators in die Partie. Dafür erzielte ein anderer Neuer früh im Spiel sein Premierentor im Trikot der Alligators: Anton Seewald brach in der vierten Minute über rechts durch und vollstreckte in Bedrängnis zur HEC-Führung (Assists: Nemirovsky, Grau). Die Eisbären zeigten sich beeindruckt und mussten ihre folgenden Angriffe immer wieder abbrechen, da sie den Puck aus dem Angriffsdrittel rutschen ließen.

Die nächste Höchstadter Gelegenheit hatte wieder Seewald, zielte diesmal aber deutlich vorbei (7.). Dann fingen sich die Gäste so langsam und Goalie Benjamin Dirksen musste zweimal eingreifen. Als es ein weiteres Mal undurchsichtig und hektisch vor dem Tor wurde, erhielten Max Cejka und der Regensburger Peter Flache Zeitstrafen wegen unnötiger Härte. Im Vier-gegen-vier unterband Maximilian Otte in letzter Sekunde einen Sololauf von Nicolas Sauer, auf der anderen Seite vergab Vitalij Aab aus anderthalb Metern völlig frei die Riesenchance zum 2:0 (13.).

Kaum waren beide Teams wieder vollzählig, musste ein weiterer Regensburger auf die Strafbank. Nach zwei erfolglosen Schussversuchen täuschte Michal Petrak bei der dritten Gelegenheit im Powerplay nur an und verlud so Eisbären-Goalie Raphael Fossinger, spielte stattdessen quer zu Aab, und der nutzte das offene Tor zum 2:0 (15.). Alles schien gut zu laufen für Höchstadt, ein Regensburger Treffer wurde zurückgepfiffen. Doch aus dem Nichts landete ein Fernschuss von Richard Divis im Netz (19.). Ein unnötiger Nackenschlag vor der Pause.

Eine Strafe für Daniel Maul gegen Ende des ersten Drittels sorgte dafür, dass die Alligators die ersten 45 Sekunden des zweiten Abschnitts in Unterzahl bestreiten mussten. Kaum war das überstanden, handelte sich Otte zwei Strafminuten ein, und Vitalij Aab sorgte kurz darauf für doppelte Unterzahl. Aber die Alligators blieben konzentriert und überlebten die Phase ohne allzu große Chancen für die Gäste. In der 29. Minute stand es dann aber doch 2:2, als die Eisbären einen Konter fuhren und Lars Schiller den Puck geistesgegenwärtig und sehenswert aus der Luft an Dirksen vorbei stocherte.

Bemerkenswerterweise brachen die Alligators aber nicht ein, sondern wurden wieder aggressiver: Einen Flachschuss von Martin Vojcak lenkte erneut Routinier Aab am langen Pfosten zum 3:2 ins Netz (32.). Kurz darauf ging er alleine auf das Tor zu und brachte einen Schuss aufs Tor, bevor ihn die deutlich schnelleren Regensburger einholten, der aber nicht wirklich gefährlich wurde. Zwei Strafen gegen die Gäste bescherten den Alligators zum Drittelende einige Minuten im Powerplay, doch gefährlich wurde es nur bei einer Chance durch Florian Seelmann. Der beschwerte sich im Anschluss lautstark bei den Schiedsrichtern und holte sich dann quasi mit Ansage selbst zwei Strafminuten ab.

Dirksen stand nun immer wieder im Mittelpunkt, und nach einigen Paraden hatten die Regensburger Fans Grund zu jubeln: Erst traf Jakob Weber (42.), Tomas Schwamberger machte postwendend einen Doppelschlag daraus (43.). Die Führung war weg, HEC-Coach Martin Sekera nahm eine Auszeit. Nach Strafe gegen den Regensburger Fabian Herrmann hatten die Höchstadter zwei Minuten Zeit um auszugleichen, doch das Selbstvertrauen war weg. Die Eisbären wurden kaum ernsthaft beschäftigt.

Ein Fernschuss von Peter Flache zum 3:5 war der nächste Tiefschlag (50.). Die Luft war raus, das Glück war weg. Aab hätte es noch einmal spannend machen können (56.), stattdessen legten die Eisbären das sechste Tor nach. Erik Keresztury war der Torschütze (58.).

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