Eishockey

Höchstadt Alligators: Alle A(a)bstauber verwandelt

Gegen die Blue Devils aus Weiden ließen die Höchstadt Alligators die Köpfe nicht hängen und gewannen verdient mit 4:2.
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Michal Petrak (hinten) und seine Höchstadt Alligators brachten die Blue Devils Weiden zu Fall. Foto: picturedreams
Michal Petrak (hinten) und seine Höchstadt Alligators brachten die Blue Devils Weiden zu Fall. Foto: picturedreams

Höchstadts Trainer Martin Ekrt, der am Sonntag noch von einem Tief gesprochen hatte, lobte die Moral seiner Mannschaft im Spiel gegen die Blue Devils aus Weiden. Denn trotz Rückstands und Unterzahl behielten die Alligators - auch aufgrund ihres überragend haltenden Keepers Philipp Schnierstein - die Punkte daheim.

Höchstadt Alligators - EV Weiden 4:2 (1:0, 0:2, 3:0)

Der HEC war im ersten Drittel optisch überlegen. Vor allem zu Beginn hatte die Heimmannschaft einige Möglichkeiten, Marvin Deske brachte den Puck nach einem Alleingang allerdings nicht im Tor von Weidens Keeper Daniel Filimonow unter (5.). Einen Pass von Vitalij Aab erreichte Jari Neugebauer nicht rechtzeitig (6.). Bei Weidens erstem Versuch klärte Goalie Philipp Schnierstein ohne Probleme (8.). Danach kamen auch die Gäste mehr auf, es zeichnete sich ein munteres Hin und Her ab. Ales Kreuzer probierte es mit einem Schuss auf Weidens Torwart, Jiri Mikesz legte nach, aber auch diesen Puck hatte Filimonow sicher (11.). Nur eine Minute später schloss Martin Vojcak zu überhastet ab. Doch dann belohnten sich die Alligators mit dem Führungstreffer. Nachdem Neugebauer Ondrej Nedved in den Lauf gespielt hatte, prallte dessen Schuss an einem Gegner ab. Den Abpraller versenkte Aab zum 1:0 (13.). Das heizte die Stimmung in der Halle noch mehr an, die Fans leisteten eine fantastische Kulisse. Auch der Gästeblock war gut gefüllt. Michal Petrak versuchte es in der 16. Minute allein und den Versuch von Oleg Seibel hatten der Gästekeeper sicher (17.).

Weiden kam aggressiv aus der Pause und wollte den Ausgleich so früh wie möglich erzielen. Höchstadt kam nicht zum sauberen Spielaufbau, den sie zum Ende des ersten Drittels kontrolliert ausgeführt hatten. In der 25. Minute musste Schnierstein das erste Mal tatsächlich eingreifen, zuvor hatte die Höchstadter Abwehr alles von ihm ferngehalten. Dann meldete sich auch die Heimmannschaft mit der ersten Chance des zweiten Drittels, doch den Schuss von Mikesz blockte der Goalie (26.). Die Partie wurde nun ruppiger, der Schiedsrichter kam aber noch ohne Strafen aus. Erst in der 32. Minute musste Marco Pronath wegen Hakens für zwei Minuten vom Eis. Höchstadt drängte die Weidener in ihr Drittel, doch wie schon in den vergangenen Spielen gelang es nicht, die Überzahl zu nutzen. In der 35. Minute gerieten die Alligators selbst in Unterzahl, Michael Cejka nahm auf der Strafbank Platz. Daraufhin zeichnete sich Markus Babinsky aus, indem er einen Schuss von Weiden sicher verteidigte (36.). Die Unterzahl überstand der HEC schadlos, um dann zwei Minuten vor der Pause den ersten Gegentreffer und eineinhalb Minuten später den zweiten Gegentreffer zu kassieren. Für Weiden trafen Ralf Herbst und Martin Heinisch. Danach ging es hart zur Sache: Petrak lag auf dem Eis und Michael Kirchberger bekam zwei Minuten wegen hohen Stocks. Petrak konnte im dritten Abschnitt aber weiterspielen.

Die Höchstadter starteten mit einer Minute und 47 Sekunden Powerplay ins Schlussdrittel und schafften in der letzten Sekunde das zuvor Unmögliche: Andre Lenk traf in Überzahl auf Zuspiel von Kreuzer und Deske (42.). Neugebauer scheiterte zunächst an Filimonow, doch Aab versenkte den A(a)bpraller zum 3:2 (45.). Babinsky probierte es mit einem Distanzschuss, der Goalie hielt den Puck aber fest (47.). In Unterzahl spielend fuhren die Weidener einen Konter, der für Höchstadt aber folgenlos blieb (52.). Im Gegenzug baute der HEC die Führung aus: Andre Lenk erzielte nach Zuspiel von Neugebauer und Kreuzer das 4:2 (53.). Weiden wollte das nicht auf sich sitzen lassen und so ging es wieder hin und her. Doch immer wieder stand Schnierstein oder die Abwehr goldrichtig. Neugebauer versuchte es aus der Distanz, seinen Schuss hatte Filimonow sicher (58.). Babinsky musste wegen Hakens vom Eis, die Alligators waren in den letzten zwei Minuten nur noch zu fünft. Doch jeden Angriff unterband der sehr gut aufgelegte Höchstadter Keeper, und so gewannen die Alligators in Unterzahl mit 4:2 und ließen sich für die wichtigen Punkte von ihren Fans feiern.



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