Herzogenaurach
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Herzo Rhinos verlieren in Bamberg

Die Herzo Rhinos kämpften sich gegen die Bamberg Phantoms nach einem schlechten Start zwar zurück, kamen aber nicht über eine 34:15-Niederlage hinaus.
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Die Herzo Rhinos (in rot) zeigten Moral und kämpften sich gegen die Bamberg Phantoms als Team zurück ins Spiel. Dennoch verloren die Nashörner mit 34:15. Foto: privat
Die Herzo Rhinos (in rot) zeigten Moral und kämpften sich gegen die Bamberg Phantoms als Team zurück ins Spiel. Dennoch verloren die Nashörner mit 34:15. Foto: privat

Trotz der ungewöhnlichen Kickoff-Zeit am Samstagnachmittag und einer auf fünf Positionen veränderten Starting Defense wollten die Herzogenaurach Rhinos in Bamberg ihr Bestes geben, um an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen. Dies gelang bei der 34:15-Niederlage gegen die Phantoms nicht ganz.

Direkt im ersten Drive eroberte und sicherte Linebacker Thomas Neudecker den Ball durch einen Forced Fumble. Das Angriffsrecht ging an die Rhinos, es wurden aber keine Punkte gemacht.

In einer vorherigen Version dieses Berichts schrieben wir, dass es zu einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter kam. Die Entscheidung der Schiedsrichter war aber korrekt und wurde im Bericht falsch dargestellt. Der Herzogenauracher Spieler Alex Mishkin ging mit der Helmoberseite voran in den Tackle. Dies ist nach Regel 9-1-3 ein sogenanntes Targeting. Die Regel schreibt hier eine Disqualifikation des Verursachers vor. Somit war die Einschätzung der Situation durch den Berichterstatter falsch.

Die Phantoms kamen zu ihrem ersten Touchdown. Der anschließenden Zweipunktversuch gelang ebenfalls. Somit stand es nach dem ersten Viertel 8:0 für Bamberg.

Extrapunkt der Gegner verhindert

Das zweite Viertel begann mit einem schnellen Touchdown für Bamberg. Die Defense der Rhinos musste danach auf einen weiteren Verletzten, Defensive Tackle Pascal Martin, verzichten, der mit Verdacht auf Rippenbruch nach einem harten Hit mit dem Helm ausfiel. Trotz dieser Schwächung wurde der Extrapunkt verhindert. Nun kam die Offense der Rhinos aufs Feld. Mit einem langen Pass auf Michael Nowak in die Endzone kamen die Herzogenauracher auf die Punktetafel. Der Extrapunktversuch misslang und so stand es 13:6. Der Rest der ersten Halbzeit war geprägt von vielen Flaggen und Strafen gegen beide Mannschaften. Die Phantoms kamen damit besser zurecht. Die Defense der Rhinos, die das System umstellen mussten, waren noch dabei sich zu sortieren und fanden kein Gegenmittel. Im letzten Drive vor der Pause verkürzte Marco Würl durch ein Fieldgoal auf 20:9.

Durch einen schwerwiegenden Fehler des Returners erkämpften die Phantoms den Ball an der 1-Yard-Linie. Die Herzogenauracher Defense stoppte die ersten zwei Laufversuche der wuchtigen gegnerischen Runningbacks. Doch im dritten Anlauf überwanden die Bamberger den einen Meter knapp. Es stand 27:9. Im nächsten Drive der Bamberger fing Safety Kevin Kraft einen Passversuch des gegnerischen Quarterbacks ab und trug den Ball über 70 Yards bis in die Endzone der Phantoms. Die Schiedsrichter entdeckten allerdings ein Foul, wodurch der Touchdown nicht zählte und die Rhinos eine 15-Yard-Strafe erhielten. Der Ball blieb in Händen der Bamberger, die diese Steilvorlage für einen weiteren Touchdown nutzten. Nach dem geglückten Extrapunktversuch der Phantoms kam es zu einer unschönen Szene, bei der der Runningback der Hausherren Spieler der Gäste verhöhnte und beleidigte, was von den Schiris mit einem Platzverweis geahndet wurde.

Nach einem Punt der Rhinos erhielten die Bamberger wieder den Ball. Beim Laufversuch der Phantoms riss Neudecker dem Runningback den Ball aus den Händen und sicherte für die Herzogenauracher einen Turnover. Im zweiten Play nach dem Turnover folgte allerdings eine Interception. Dennoch gelang es den Gästen, durch präzise Pässe bis an die 1-Yard-Linie der Gegner vorzudringen. Das letzte Yard besorgte Andreas Neumüller per Quarterback Sneak selbst. Der anschließende Zweipunktversuch scheiterte.

Das Spiel endete mit 34:15 zwar deutlich, doch die Rhinos zeigten Moral und kämpften sich gegen den Tabellenzweiten als Team zurück ins Spiel.

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