Herzogenaurach
Basketball

Heftige Niederlage für fünf Longhorns

Mit einem Rumpfteam von nur fünf Spielern hat die TS Herzogenaurach beim FC Bayern München III eine klare Niederlage kassiert.
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Lediglich fünf Spieler standen Longhorns-Trainer Nikola Jocic beim FC Bayern München III zur Verfügung.  Archivbild: Picturedreams
Lediglich fünf Spieler standen Longhorns-Trainer Nikola Jocic beim FC Bayern München III zur Verfügung. Archivbild: Picturedreams

Eine klare Niederlage haben die personell geschwächten 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach bei der Nachwuchsmannschaft des FC Bayern München kassiert. Da sich sowohl beim Kooperationspartner Nürnberg Falcons als auch bei den Longhorns eine Verletzten- und Krankenmisere ausgebreitet hat, blieben den Gästen lediglich fünf Spieler, wodurch sie so gut wie chancenlos waren.

Die Befürchtungen der Abteilungsleitung, dass es im Laufe der Saison personell knapp wird und dass es die Abschiedstour der Herzogenauracher aus der Regionalliga ist, scheinen sich zu bestätigen. Theoretisch ist aber noch alles möglich: Die Mannschaft von Trainer Nikola Jocic hat als 13. und Vorletzter nur einen Sieg weniger als der Tabellenachte aus Vilsbiburg. Die Nachwuchs-Bayern haben sich nach ein paar unglücklichen Niederlage zu Beginn dagegen mittlerweile in der Spitzengruppe etabliert. Bayern München III - TS Herzogenaurach 105:78

Den besseren Start erwischte der Favorit, der vor allem Dank Luis Wulff und Benjamin Schröder, die jeweils 15 Punkte auflegten, schnell mit 12:4 vorne lag. Die beiden Flügelspieler zogen immer wieder stark zum Korb und punkteten dort entweder selbst oder fanden den besser positionierten Mitspieler. Schröder zeigte mit zwei Dreiern im ersten Viertel zudem seine Fähigkeiten aus der Distanz. Matthias Schlindwein und Mike Kaiser hielten die TSH aus dem Pick 'n' Roll im Spiel (28:16).

Im zweiten Durchgang erwachten auch die restlichen drei Longhorns: Larry Hall und Vedran Nakic trafen ihre ersten beiden Dreier, Chris Kwilu wühlte unermüdlich unter dem Korb. Dabei war der zuletzt in guter Form befindliche Kwilu auch diesmal der beste Auracher, verzeichnete er doch ein starkes Double-Double mit 18 Punkten und elf Rebounds. Selbst Bayern-Topscorer Michael-Ken Rataj (17 Punkte) verhinderte nicht, dass die TSH den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 39:47 verkürzte.

40 oder 26 Minuten

Doch dann merkte man dem Gästequintett die Ermüdung an. Während die Herzogenauracher die komplette Zeit auf dem Feld stehen mussten, spielte kein Münchner mehr als 26 Minuten. Da die Hausherren taktisch klug über das gesamte Feld pressten, raubten sie den Longhorns sukzessive die Energie. Allein im dritten Viertel unterliefen der Turnerschaft zwölf Ballverluste, die die Bayern gekonnt in Zählbares umwandelten und so das Spiel vor den letzten zehn Minuten entschieden (81:57).

Im letzten Viertel ließen die Bayern alle zwölf Akteure Regionalliga-Erfahrung sammeln, während die Longhorns versuchten, sich einigermaßen heil aus der Affäre zu ziehen. Die individuellen Scoringfähigkeiten der Herzogenauracher genügten, um 21 Punkte zum halbwegs erträglichen 105:78-Endstand hinzuzufügen. "Zu fünft bei den Bayern zu spielen, macht natürlich wenig Spaß. Hätten sie voll durchgezogen, wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen", sagte Jocic.

Der Coach habe vor der Saison gewusst, dass es solche Extremfälle geben werde. "Da müssen wir durch. Immerhin haben wir uns nie aufgegeben und auch im letzten Viertel noch gut mitgespielt. Jetzt hoffen wir, dass bis zum Wochenende zumindest ein oder zwei Spieler fit werden, damit wir vielleicht noch ein Spiel vor der Winterpause gewinnen", erklärte ein weiter optimistischer Jocic. pes TSH: Kwilu (18), Kaiser (20), Hall (16), Nakic (13), Schlindwein (11)

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