Höchstadt
Eishockey

HEC schafft eine kleine Sensation

Zum Auftakt der Bayernliga-Saison galt Sonthofen als klarer Favorit in Höchstadt. Deswegen sind die Alligators mit der Niederlage erst im Penaltyschießen mehr als zufrieden.
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Höchstadter Torjubel Fotos: Picturedreams
Höchstadter Torjubel Fotos: Picturedreams
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Am Ende ist ein Penaltyschießen immer ein bisschen Glückssache, das weiß auch HEC-Pressesprecher Martin Steinau. Dass die Sonthofener hier die Glücklicheren waren und Andreas Kleinheinz den entscheidenden Penalty verwandelte, wurmte Steinau deswegen auch wenig. Vielmehr freute er sich darüber, was er in den 60 Minuten zuvor gesehen hatte, nämlich dass der Aufsteiger aus Höchstadt auch mit einem - zumindest vermeintlichen - Spitzenteam der Bayernliga mithalten kann. Am Ende fehlte den nur mit zwei kompletten Reihen spielenden HEClern lediglich etwas die Kraft, um ihren Vorsprung über die Zeit zu bringen, und man trennte sich nach drei Dritteln 5:5.
Klassisch überrumpelt wurde der haushohe Favorit aus Sonthofen von den Alligators im ersten Drittel. Die Höchstadter punkteten mit effektivem Überzahlspiel, großem Kampfgeist und einer starken Defensive, hinter der Goalie Ronny Glaser alles wegfischte, was auf seinen Kasten kam. Vorne eröffnete Spielertrainer Daniel Jun in der 4. Min. den Torreigen, als er in Überzahl durch die Schoner von ERC-Keeper Zellhuber schoss. Kurz darauf hielt Thilo Grau einfach mal drauf und es stand 2:0, und nachdem Jan Michalek das leere Tor nicht traf, machte es Neuzugang Petr Gulda in der 14. Min. besser und verwertete in Überzahl eine scharfe Hereingabe von Jun vors Tor zum 3:0. Das 4:0 war ein Befreiungsschlag von Michalek in Unterzahl, der Zellhuber über die Fanghand rutschte, woraufhin der entnervte Torwart von Hornik ersetzt wurde. Sonthofen ließ zwar erkennen, dass es ein starkes Team ist, war aber wohl überrascht von so viel Gegenwehr des HEC.

Die Kräfte schwinden


Kaum war das zweite Drittel angepfiffen, musste Glaser den Puck das erste Mal aus dem Netz holen, weil er einen verdeckten Schuss von Krötz von der blauen Linie nicht halten konnte (21.). Die Sonthofener machten jetzt viel Druck und wollten unbedingt verkürzen, aber der HEC hielt dagegen. Erneut Gulda stellte erneut in Überzahl den alten Abstand wieder her (31.), und dem ERC gelang in diesem Abschnitt nur noch das 2:5 durch Kleinheinz, als beide Teams zu viert auf dem Eis waren, eine Strafe gegen Höchstadt angezeigt war und die Gäste ihren Torwart vom Eis nahmen.
Als im Schlussabschnitt beim HEC die Kräfte nachließen, mussten die Männer von Daniel Jun auch noch fünf Minuten in Unterzahl spielen, nachdem Richard Stütz mit einer Matchstrafe vom Eis musste. In Überzahl markierte der ERC das 3:5, und kurz danach traf Kleinheinz zum 4:5. Zu guter letzt konnten die Alligators auch eine eigene Überzahl nicht mehr ausnutzen, sondern kassierten durch einen Fehler vor dem eigenen Tor den Ausgleich.
Dennoch kann der HEC am Freitag guten Mutes nach Dorfen fahren, allerdings ohne den gesperrten Stütz und eventuell auch ohne Sven Goblirsch, Ales Stribny und Christian Eyrich, die sich am Sonntagabend Blessuren zuzogen.

Höchstadter EC - ERC Sonthofen 5:6 n. P. (4:0, 1:2, 0:3)
Höchstadter EC: Tor: Glaser; Verteidigung: Sikorski/Stütz, Kaczmarek/Babinsky; Angriff: Jun/Michalek/Gulda, Eyrich/Grau/Stribny, Tratz, Pruett, Dam, S. Goblirsch
ERC Sonthofen: Tor: Zellhuber, ab 18. Min. Hornik; Verteidigung: Witting, Schütze, Vit, Chr. Tarrach, Bindl, Krötz; Angriff: Kleinheinz, Vaitl, Berger, S. Tarrach, Sill, Adebahr, Newhook, Grimm
SR: Wittmann, Feist, Walter
Zuschauer: 550 / Tore: 1:0 Jun (4., Zuspiel Stütz, Gulda, 5:4-Situation), 2:0 Grau (5.), 3:0 Gulda (14., Jun, Michalek, 5:4-Situation), 4:0 Michalek (18., 4:5-Situation), 4:1 Krötz (21., 5:4-Situation), 5:1 Gulda (31., 5:4-Situation), 5:2 Kleinheinz (38.), 5:3 Bindl (43., 5:4-Situation), 5:4 Kleinheinz (47.), 5:5 Sill (53., 4:5-Situation) / Strafzeiten: 16+5+20 (Stütz) / 16+10 (Newhook)+20 (Witting)
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