Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

HEC: Niederlage in der Verlängerung

Die Höchstadt Alligators verlieren gegen den EC Peiting nach Overtime mit 4:5. Ein Neuling machte sich dabei direkt einen Namen.
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Die Alligators um Nick Dolezal (li.) hielten gegen Peiting gut dagegen, verloren aber in der Verlängerung.Picturedreams/Archiv
Die Alligators um Nick Dolezal (li.) hielten gegen Peiting gut dagegen, verloren aber in der Verlängerung.Picturedreams/Archiv

Die Höchstadt Alligators haben gegen Peiting mit einer starken Partie ihre Oberliga-Tauglichkeit unter Beweis gestellt, unterlagen aber in der Verlängerung mit 4:5.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - EC Peiting n.V. 4:5 (1:0, 1:3, 2:1, 0:1)

Gleich drei neue Namen in der Mannschaftsaufstellung der Alligators: Per Förderlizenz waren Verteidiger Benedikt Jiranek und Stürmer Daniel Maul (beide ERC Ingolstadt) mit dabei. Dennis Gulda hingegen wird in den nächsten vier Partien getestet und kann sich für einen längerfristigen Vertrag empfehlen. Jiranek und Gulda standen direkt zum Start auf dem Eis.

Das Spiel begann verhalten. Peiting lauerte auf Konter und die Alligators mussten das Spiel machen - taten das aufgrund der vergangenen Partien aber durchaus selbstbewusst. Die größte Gelegenheit in sonst eher unspektakulären ersten fünf Minuten hatte Jiranek - vor den Augen seines Vaters Martin, Ex-Spieler, -Sportdirektor und -Trainer der Ice Tigers Nürnberg und nun Co-Trainer in Bremerhaven -, der sich in den Angriff einschaltete und über links frei durch war, aber nicht traf (4.). Die besseren Chancen im ersten Abschnitt hatten die Höchstadter: Jari Neugebauer vergab nach einem Konter, Nick Dolezal versuchte es aus der Distanz. In der 16. Minute klappte es dann: Ein Befreiungsversuch der Peitinger ging nach hinten los und Michal Mlynek blieb vor dem Tor eiskalt (Assists: Gulda und Max Cejka). Daniel Maul hätte kurz darauf nach dem nächsten Bock der Peitinger Defensive erhöhen können, scheiterte aber überrascht direkt vor dem Tor.

Die erste Chance im zweiten Drittel hatte Mlynek, nachdem Gulda den Puck schön abgelegt hatte. Das nächste Tor fiel allerdings auf der anderen Seite, als die Alligators in Unterzahl auf dem Eis standen. Jiri Mikesz hatte die Strafe kassiert. Ein Fernschuss von Martin Mazanec fand genau den offenen rechten Winkel (23.). Die Alligators waren allerdings unbeeindruckt - und diesmal hatte Maul das Glück auf seiner Seite: Peitings Goalie ließ einen Schuss von Florian Seelmann nach vorne abprallen und Mauls Abstauber rutschte ins Tor (25.).

Auch bei den Peitingern hatte dieser Treffer allerdings keine große Wirkung: Im dritten Anlauf, nachdem erst HEC-Goalie Patrick Golombek und dann die Latte gerettet hatten, war der Puck drin. Simon Maier war der Torschütze (29.). Es war nicht sein letzter Treffer in diesem Abschnitt, aber vorher wurde es hitzig: Michal Mlynek musste nach einem Bandencheck, der eher einem ungeschickten Auffahrunfall glich, auf die Strafbank. Kurz darauf fuhr Mazanec einen bösen Check gegen Neugebauer an der Bande. Letzterer ging benommen zu Boden. Die HEC-Fans tobten, doch auch Mazanec erhielt nur eine kleine Strafe. In der letzten Sekunde des Vier-gegen-vier war es dann Maier, der aus zentraler Position traf (40.).

Die Alligators begannen den letzten Abschnitt etwas unkonzentriert. Erst kombinierten sich die Peitinger relativ unbehelligt vor das HEC-Tor, dann vergab Michal Petrak zu lässig auf der anderen Seite den Ausgleich. Auch beim 2:4 fehlte etwas die Gegenwehr und Florian Stauder vollstreckte von rechts (44.). Mit einem Schlag erwachte das Eisstadion am Kieferndorfer Weg aber wieder - und wieder war es der 17-jährige Maul: Er stand vor dem Tor goldrichtig, die Assists gingen an Patrik Rypar und Florian Seelmann (46.). Kurz darauf folgte der zweite Einsatz der Sanitäter: Peitings Dominic Krabbat ging zu Boden, konnte das Eis aber eigenständig und ohne Behandlung verlassen.

In der 51. Minute mussten die HEC-Fans eine kleine Schrecksekunde überstehen. Die Alligators verzettelten sich unnötig hinter dem eigenen Tor und plötzlich flog der Puck auf Golombek zu, aber mehr wurde nicht daraus. Die Alligators drückten auf den Ausgleich, aber die nächste dicke Chance ließ Florian Seelmann liegen. Kurz darauf konnte Vitalij Aab eine Unsicherheit des Peitinger Goalies nicht nutzen und stocherte den Puck am Tor vorbei. Der Kampf zahlte sich aber aus: Nach einem Fernschuss von Jiranek stocherte Patrik Rypar die Scheibe über die Linie (58.). Die Peitinger schwammen jetzt ordentlich, doch in der regulären Spielzeit fiel kein Tor mehr. Jari Neugebauer kassierte allerdings noch einen Ellenbogencheck, der unbestraft blieb, aber endgültig Feuer in die Partie brachte.

Nach einem starken Pass sah sich Patrick Golombek gleich zum Start der Overtime einer Eins-gegen-eins-Situation gegenüber, blieb aber Sieger. Peiting schnürte die Alligators allerdings hinten ein und traf erneut durch Maier nach zweieinhalb Minuten zum Sieg.

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